Zu viele Verletzungen, zu ungefährlich?

Wie wichtig sind "Robbery" noch für den FC Bayern?

+

München - Franck Ribéry, seit 2007 in München, sowie Arjen Robben, der seit 2009 seine Schuhe an der Säbener Straße schnürt, sind seit dem Weggang von Phillip Lahm und Bastian Schweinsteiger DIE Publikumslieblinge beim FC Bayern. Doch in den letzten Jahren kommt immer häufiger die Frage auf, ob "Robbery" nicht schon lange ihren Zenit überschritten haben. 

Während Ribery bis zum Ende des Jahres verletzt ausfällt, scheint Arjen Robben derzeit wieder in Topform zu sein. Seit der Rückkehr von Jupp Heynckes spielte er seit langem mal wieder zwei Spiele hintereinander über die volle Spielzeit (Statistiken von transfermarkt.de). Dabei bereitete er von den acht Toren der Bayern immerhin zwei vor. Auch von Verletzungen blieb er diese Saison weitestgehend verschont. Lediglich die Spiele auf Schalke (Grippe) und das Supercup Finale in Dortmund (Wadenzerrung) verpasste er. 

Robbens bestes Jahr war unter Guardiola

Doch die letzten Jahre zeigten deutlich auf, dass der Niederländer schon mehr als 15 Profi-Jahre auf dem Buckel hat. Verpasste er 2014/15 "nur 18" Spiele verletzungsbedingt, waren es im Jahr darauf schon 31. Doch gerade in der letzten Saison schien es, als wäre er wieder wichtiger für die Mannschaft geworden. Ihm gelangen 16 Tore, sowie 14 Vorlagen.

Sein bestes Jahr hatte er allerdings noch unter Pep Guardiola: Ganze 21 Tore und 17 Vorlagen verbuchte er damals auf sein Konto. Getragen von der Triple-Saison führte er seine Mannschaft zum nächsten Double und war in dem Jahr wohl der prägende Akteur der Münchner.

Ribéry wird immer ungefährlicher

Mit Franck Ribéry verbinden die Fans seine Sprints über die linke Außenbahn, am Gegner vorbei und dann der Blick in die Mitte zum Stürmer, welcher nur noch einschieben muss. 

Doch auch er war, vor allem in seinen Anfangsjahren, immer torgefährlich. 19 Tore konnte er in seinem Anfangsjahr beim FC Bayern für sich verbuchen (Statistiken von transfermarkt.de), 2011/12 waren es 17, dazu 27 Torvorlagen. Eine unglaubliche Statistik, die allerdings leider in den letzten Jahren deutlich abgenommen hat. Zwar kommt der Franzose 2016/17 immer noch auf 18 Vorlagen, Tore konnte er allerdings nur noch fünf markieren.

Auch der französische Dribbelkönig kommt ihn die Jahre und hat mit Verletzungen zu kämpfen. Wie bereits erwähnt fällt die Nummer sieben bis zum Jahresende aus. 

Robben wichtiger als Ribery?

Interessant ist auch, dass Ribéry deutlich weniger Spiele über 90 Minuten bekommt, als Robben. Anscheinend sahen weder Guardiola noch Ancelotti in dem quirligen Franzosen einen Spieler, der noch in der Lage ist, das Spiel zu entscheiden und setzten vorzugsweise auf andere.

Dass Robben mehr Spielzeit bekommt, könnte aber auch an fehlendem Ersatz liegen. Wie bekannt ist, fehlt den Bayern ein adäquater Ersatz für beide Außenpositionen. Über links lässt sich immerhin ein Kingsley Coman einsetzen. Auf rechts fehlt dem Trainer oft eine Alternative zu Arjen Robben. Experimente mit Müller oder in der Vergangenheit auch Götze scheiterten. Auch ein James Rodriguez bekam bisher wenig Zeit, sich auf außen zu beweisen. 

Holt Bayern noch Ersatz für Außen?

Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich die Rolle der beiden Superstars unter Jupp Heynckes nochmal ändert. Auch, ob Franck Ribéry nach seiner Verletzung wieder zu alter Form zurückfinden ist fraglich.

Außerdem stellt sich die Frage, ob Bayern sich auf dem Transfermarkt nochmal verstärken wird. Zumal am Ende der Saison Serge Gnabry von der TSG aus Hoffenheim zurück an die Isar kommen wird.

Fakt ist jedoch, dass beide die 30 schon seit mehreren Jahren überschritten haben und sie auch nicht mehr ewig das Trikot der Bayern tragen können.

Dominik Größwang

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: FC Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT