Neue Aussagen nach Torwart-Zoff

Seitenhieb gegen Uli Hoeneß? Oliver Bierhoff: „Warum macht er das?“

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Uli Hoeneß und die DFB-Torwart-Debatte: Lange wurde darüber diskutiert. Nun äußerte sich Oliver Bierhoff zum FCB-Patriarchen.

  • Uli Hoeneß drohte dem DFB mit einem Spieler-Boykott der Bayern-Stars.
  • Anstoß der Diskussion war der Torwart-Streit beim DFB.
  • Oliver Bierhoff hat sich nun erneut zur Personalie Hoeneß geäußert.

Update vom 13. November 2019:  Uli Hoeneß wird ab Freitag nicht mehr Präsident des FC Bayern München sein. Damit geht eine Ära zuende. Klar, dass sich zu diesem Anlass viele Verantwortliche zum Bayern-Patriarchen äußern.

Oliver Bierhoff sagte bei der Pressekonferenz des DFB über Uli Hoeneß: „Er ist immer ein interessanter und guter Gesprächspartner. Ich habe die offenen Worte geschätzt. Jeder weiß, was er für FC Bayern und den DFB gemacht hat.“

Zuletzt war man allerdings aneinandergeraten - Thema: Torhüter-Streit beim DFB. Bierhoff erklärte weiter: „Er hat Reizpunkte gesetzt. Ich habe mich manchmal gefragt: Warum macht er das? Wir wissen, dass nur mit Reibung etwas passiert. Ich habe versucht, das positiv zu nehmen. Natürlich ist bei ihm der FC Bayern an erster Stelle, aber der Fußball ist im allgemein fast genau so wichtig.“ Beim FCB wird währenddessen über neue Trainer diskutiert. Rund um Pep Guardiola, Mauricio Pochettino und Thomas Tuchel ranken sich wilde Gerüchte. 

Vor dem Anstoß gegen Bayer Leverkusen wurde Uli Hoeneß geehrt und bekam ein besonders bayerisches Geschenk vom FCB.

Nach Hoeneß-Wutrede: Drastische Drohung an DFB - Bayern-Präsident rudert zurück

Update vom 10. November 2019: Bayern-Präsident Uli Hoeneß sorgt mit einem Spontan-Anruf beim „Doppelpass“ für einen TV-Hammer. Grund für seinen Auftritt: die Kritik an Hasan Salihamidzic.

Update vom 08. Oktober 2019: Demnach muss Joachim Löw auch kein weiteres Gewitter erwarten, wenn, wie angekündigt, Marc-Andre Ter Stegen das DFB-Tor im Testspiel gegen Argentinien hüten wird.

Update vom 25. September 2019, 14.24 Uhr: Uli Hoeneß setzte vergangene Woche zum Rundumschlag gegen DFB, Medien und Marc-Andre ter Stegen an. Die Aussagen des Bayern-Präsidenten schlugen hohe Wellen. Nun hat sich der 67-Jährige erneut zu Wort gemeldet. 

Hoeneß ruderte zurück und räumte Fehler ein. Er erklärte, dass er seine Aussagen „mit etwas Abstand heute nicht mehr so machen würde.“ Dies ließ er auf Anfrage der Deutschen-Presse-Agentur und mehreren Medien bestätigen. Damit sei die Angelegenheit für ihn beendet, er werde nun auch nicht mehr über die Thematik sprechen - auch nicht mit Joachim Löw? Hoeneß schloss ein Gespräch mit dem Bundestrainer zuletzt aus: „Der wird jetzt schon hören, was wir alles gesagt haben, dem werden schon die Ohren klingeln“, sagte er nach dem Champions-League-Spiel gegen Belgrad.

Uli Hoeneß: Drohung an den DFB - wahr, aber sinnlos

Zudem äußerte sich Hoeneß zu den Drohungen gegenüber dem DFB. Angesprochen auf ein mögliches Szenario, dass Neuer von ter Stegen abgelöst werden könnte, wurde der scheidende Chef des deutschen Rekordmeisters von der SportBild (Mittwochsausgabe) mit folgenden Worten zitiert: „Bevor das stattfindet, werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen.“ (siehe Erstmeldung)

Hoeneß bestätigte den Wortlaut. Ein Boykott wäre aber ohnehin aussichtslos, der FC Bayern müsste gegen die FIFA-Statuten verstoßen. Der Weltverband schreibt den Klubs vor, dass diese ihre Spieler zwingend für die Nationalmannschaften abstellen müssen. Ausnahmen werden nur im Falle von Krankmeldungen akzeptiert. Der DFB wollte sich auf Anfrage des SID nicht erneut zum Thema äußern.

Lesen Sie auch: Uli Hoeneß fehlte auf der Tribüne - der Grund würde seinen Spielern saftige Geldstrafe kosten. Niklas Süle löste hingegen gleich einen Polizeieinsatz aus - der Grund dafür ist kurios, wie tz.de* berichtet.

Erstmeldung: Hoeneß mit drastischer Drohung: FCB-Stars bald nicht mehr beim DFB? Seitenhieb aus Barcelona

München - Uli Hoeneß und die Abteilung Attacke: Der Präsident des FC Bayern München hat sich in Sachen Torwart-Debatte beim DFB klar positioniert. Für ihn ist Manuel Neuer die Nummer eins - wahrscheinlich noch fünf Jahre lang. Marc-André ter Stegen habe dann „schon einen grauen Bart“, machte Hoeneß unlängst deutlich.

Der langjährige Bayern-Macher ärgerte sich darüber, dass es vom DFB keine Rückendeckung für Neuer gebe. Manager Oliver Bierhoff konnte die Kritik nicht nachvollziehen und erklärte, dass es die sehr wohl gab. Die bisherige Debatte zum Torhüter-Zoff und die Reaktionen auf die Hoeneß-Aussagen finden Sie hier.

Uli Hoeneß: Drohung an den DFB

Hoeneß hat nach Informationen der Sport Bild (Mittwochsausgabe) nun nochmal nachgelegt und sogar mit einem Boykott der DFB-Elf gedroht. Auf die Frage, ob ihn die Situation zwischen Neuer und ter Stegen an die Ablösung des damaligen Stammtorwarts Oliver Kahn vor der WM 2006 durch Jens Lehmann erinnere, antwortete Hoeneß nach Angaben des Magazins in der Vorwoche: „Nein. Aber wir werden das nie akzeptieren, dass hier ein Wechsel stattfindet.“

Wie geht es nun weiter? Hoeneß lässt düstere Wolken aufziehen. Bevor ter Stegen den aktuellen DFB-Kapitän Neuer im Kasten der Löw-Elf ablöst, „werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen“.

Uli Hoeneß: Boykottiert der FC Bayern München die Nationalmannschaft?

Eine drastische Maßnahme. Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Niklas Süle und eben Neuer - das Gesicht des FC Bayern ist auch aktuell das des DFB. Hoeneß beschreibt damit eine Situation, durch die der Rekordmeister bewusst gegen die vom Weltverband verordnete Abstellungspflicht für Nationalspieler in den Länderspielpausen verstoßen würde. Seine erneut heftigen Aussagen in der Auseinandersetzung sind also eher als Drohkulisse zu verstehen.

Die Bayern müssten im Boykott-Fall alle Spieler krankmelden. Sollten die Atteste einer Überprüfung nicht standhalten, würden bei einer Eskalation des Konflikts Strafen bis hin zu Spielersperren drohen.

Uli Hoeneß: Versteckte Spitze des FC Barcelona in Richtung München

Aus Barcelona gab es währenddessen einen kleinen Seitenhieb in Richtung FC Bayern. Präsident Josep Maria Bartomeu teilte über Twitter ein Bild. Darauf zu sehen: Seine Spieler Lionel Messi und ter Stegen bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2019.

Dazu schrieb er: „Der beste Spieler der Welt und der beste Torhüter der Welt. Marc-André ter Stegen, ein Beispiel an Professionalität und dauerhafte Exzellenz.“ Bartomeu hat also definitiv eine andere Meinung als der FCB-Präsident, wenn es um den besten Keeper geht.

Vielleicht kann Hoeneß ja die Tatsache aufmuntern, dass das Champions-League-Finale 2022 wieder in München stattfindet, wie tz.de* berichtet. Die Bayern-Fans machen sich schon Hoffnungen auf den nächsten Titel. Währenddessen könnte eine Regeländerung die kommende Saison revolutionieren.

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Der FC Bayern mühte sich in Paderborn zum Sieg. Am Samstag in der Benteler Arena fehlte dabei überraschend Uli Hoeneß - der Präsident hatte es aus einem bitteren Grund nicht geschafft.

Jan-Christian Dreesen ist der Finanzvorstand beim FC Bayern. Der Herr der Zahlen verkündet bei der JHV neue Rekordzahlen.*

Deutschlands Sprinterinnen laufen gerade bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft um die Wette. Doch über eine technische Neuerung sind sie überhaupt nicht begeistert. Eine Kamera bietet zu intime Einblicke.

Kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft beim FC Bayern München spricht Uli Hoeneß über seinen größten Fehler. Im Zuge seiner Steueraffäre sind nun außerdem neue Zahlen aufgetaucht. So muss die Bayern-Legende wohl eine bedeutend höhere Summe zurückzahlen, als die 28,5 Millionen Euro, um die es während seines Steuerprozesses ursprünglich ging. 

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Rubriklistenbild: © dpa / Federico Gambarini

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