Gegen Verhaltenskodex verstoßen

Unsportlichkeit! UEFA ermittelt gegen Guardiola

Pep Guardiola
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Pep Guardiola trug das T-Shirt auf der Pressekonferenz vor dem Porto-Spiel.

München/Nyon - Pep Guardiola hatte auf der PK vor der Partie gegen Porto eine andere Botschaft auf seinem T-Shirt. Nun droht Bayerns Trainer deshalb Ärger.

Bayern-Trainer Pep Guardiola drohen wegen einer T-Shirt-Botschaft Konsequenzen. Die Europäische Fußball-Union UEFA leitete am Mittwoch ein Ermittlungsverfahren gegen den Spanier ein. Guardiola wird im Rahmen des Viertelfinal-Rückspiel (6:1) der Champions League am Dienstag unsportliches Verhalten vorgeworfen, weil er auf der Pressekonferenz vor der Partie ein T-Shirt mit der Aufschrift „#JusticiaParaTopo“ trug. Mit diesem wollte er an den bei der WM in Brasilien verstorbenen argentinischen Journalisten Jorge Lopez erinnern.


Mit dieser Erinnerung an einen bei der WM 2014 bei einem Verkehrsunfall getöteten Journalisten aus Argentinien könnte Guardiola gegen den Verhaltenskodex der UEFA verstoßen haben. In Artikel 11, Absatz 2c sind Bekundungen nicht-sportlicher Natur im Rahmen von UEFA-Veranstaltungen untersagt. Der Fall wird am 21. Mai, also nach den beiden Halbfinalspielen, von der Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA verhandelt.

Der Münchner Trainer reihte sich mit der Shirt-Botschaft in eine lange Liste prominenter Fußball-Akteure ein, die an den verunglückten Journalisten Jorge Topo López erinnern. Seine Familie prangert die bis heute aus ihrer Sicht schleppenden Ermittlungen zu dem Unfall am Vorabend des Halbfinals gegen die Niederlande in Sao Paulo an.


Lopez, Spitzname Topo, war mit 38 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls verstorben. Bis heute sind die genauen Hintergründe ungeklärt. „Letzte Woche hat mir die Familie das T-Shirt geschenkt. Ich bin heute aufgewacht und wusste, dass ich es anziehen werde“, hatte Guardiola erklärt. Lopez war ein Freund von Barcelonas Star Lionel Messi.

Neben Guardiola muss sich auch Portos Trainer Julian Lopetegui Ermittlungen der UEFA stellen. Er war bei der 1:6-Pleite der Portugiesen am Dienstagabend vom Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen worden.

dpa/sid

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