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Schwacher FC Bayern mit Bruchlandung

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Frankfurt - Erinnerungen an ein dramaitsches Finale: Der FC Bayern patzt bei Eintracht Frankfurt und erlebt eine ähnlich dramatische Niederlage wie 1999 in Barcelona.

Der FC Bayern hat sich nach zuletzt 19 Bundesliga-Spielen ohne Niederlage bei Eintracht Frankfurt bis auf die Knochen blamiert: Der Tabellenführer unterlag am Samstag trotz der frühen Führung durch Nationalstürmer Miroslav Klose (6. Minute) und wurde dabei für sein lässiges Spiel bestraft. Die eingewechselten Juvhel Tsoumou (87.) und Martin Fenin (89.) drehten das Spiel vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena auf den letzten Drücker.

Der 27. Spieltag in Bildern:

Bundesliga: Der 27. Spieltag in Bildern

1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach: Das 76. rheinische Derby stand im Zeichen des Absteigskampfs. Die Zuschauer sorgten zunächst im RheinEnergieStadion für eine prächtige Stimmung, bekamen in der ersten Hälfte aber wenig Aufregendes geboten. © dpa
Beiden Mannschaften war angesichts der sportlichen Situation eine gewisse Nervosität anzumerken. © dpa
Köln wirkte aktiver, tat sich aber wie immer schwer im Spielaufbau. Die Gäste waren geradliniger, spielten aber ihre Angriffe nicht konsequent aus. © dpa
In der 56. Minute sorgte Marco Reus für die Führung für die Gäste. © dpa
Mit einem Traumtor aus 16 Metern erzielte der Portugiese Maniche in der 79. Minute den Ausgleich zum 1:1 (0:0) und rettete damit einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf. © dpa
Eintracht Frankfurt - Bayern München: Mit einem Sieg in Frankfurt hätten die Bayern ihre Tabellenführung ausbauen können. Und anfangs sah es ganz danach aus. © dpa
In der Commerzbank Arena hatte Nationalstürmer Miroslav Klose die Bayern mit seinem zweiten Saisontor früh in Führung gebracht (6.). Nach einem Pass von FCB-Kapitän Mark van Bommel hatte Klose keine Probleme, den Ball aus kurzer Distanz einzuschieben. © dpa
Danach ließen die Bayern aber die Zügel zu sehr schleifen, die Frankfurter kamen zunehmend besser ins Spiel. Die Hessen, denen das Fehlen der gesperrten Stammkräfte Patrick Ochs, Selim Teber und Maik Franz kaum anzumerken war, brannten zwischenzeitlich ein wahres Angriffsfeuerwerk ab. © dpa
Der FC Bayern wollte eine 1:0-Führung bei Eintracht Frankfurt nach Hause schaukeln, verlor aber nach Treffern von Juvhel Tsoumou (87.)... © dpa
... sowie Martin Fenin (89.) noch 1:2 und kassierte seine erste Liga-Niederlage seit September 2009. © dpa
1. FC Nürnberg - 1899 Hoffenheim: Die Hoffenheimer waren in einer intensiven Begegnung zunächst spielbestimmend. © dpa
Trotz der Überlegenheit - richtig zwingend waren die Angriffe der Gäste nur selten, gute Torchancen wurden nicht entschlossen genutzt. © dpa
Nürnberg sah den Strafraum der Hoffenheimer zunächst nur aus der Ferne. Erst in der 17. Minute machte der "Club" durch Ilkay Gündogan, dessen Schuss aus 20 Metern nur knapp am Tordreieck vorbeistrich, erstmals auf sich aufmerksam (17.). © dpa
Danach fanden die zuletzt zwei Mal siegreichen und vier Spiele ungeschlagenen Franken besser ins Spiel, ohne aber überzeugend nach vorne zu spielen. © dpa
Mit dem 0:0 konnte sich Nürnberg nicht weiter nach oben absetzen, die Hoffenheimer stecken weiter im Niemandsland der Tabelle fest. © dpa
SC Freiburg - FSV Mainz 05: Der Tabellenvorletzte SC Freiburg hat im Aufsteigerduell mit dem FSV Mainz den ersten Heimsieg seit knapp sechs Monaten gefeiert und im Abstiegskampf neue Hoffnung geschöpft. © dpa
Eine Woche nach der Niederlage bei Bayern München (1:2) gelang den couragiert startenden Freiburgern ein Auftakt nach Maß. © dpa
Mit seinem Schuss aus rund 25 Metern ließ Flum dem Mainzer Keeper Heinz Müller keine Chance. Es war das erste Saisontor des 22 Jahre alten Mittelfeldspielers, dessen Sonntagsschuss vom rechten Innenpfosten ins Mainzer Gehäuse sprang. © dpa
Die bislang so heimschwachen Freiburger überzeugten durch große Spielfreude und zeigten eine ihrer besten Saisonleistungen. Nicht zuletzt, weil Papiss Cisse als Idrissou-Ersatz und Jonathan Jäger Akzente setzen konnten. © dpa
Während die Mainzer den Druck forcieren konnten, kamen die Freiburger nur noch selten aus der eigenen Hälfte heraus. Dennoch reichte es zum Sieg für den Sport-Club. © dpa
VfB Stuttgart - Hannover 96: Wie würde der VfB das derbe Aus in der Champions League gegen Barcelona verkraften? © dpa
Überraschend gut: Matchwinner in einer guten Stuttgarter Mannschaft war Marica, der die Begegnung mit seinen Saisontreffern Nummer vier und fünf (36./54.) entschied. © dpa
Der VfB musste sich vorwerfen lassen, aus seiner Überlegenheit zu wenig Kapital zu schlagen. Ein Kopfball Maricas verfehlte ebenso sein Ziel wie zwei Versuche von Georg Niedermeier. © dpa
Der reiferen Spielanlage der Schwaben hatte 96 lange nur wenige Konter entgegenzusetzen, die jedoch allesamt im Nirgendwo vor dem Stuttgarter Tor versandeten. © dpa
Für 96 war der durchweg enttäuschende Auftritt beim 0:2 dagegen nach zuletzt zwei Siegen ein böser Rückschlag im Abstiegskampf. © dpa
Werder Bremen - VfL Bochum: Weniger als 48 Stunden nach dem Europa-League-Aus gegen den FC Valencia musste Bremen in der Bundesliga wieder antreten - und tat sich schwer mit der aufgebotenen B-Elf. © dpa
Den Führungstreffer für den VfL hatte Stanislav Sestak schon in der 14. Minute nach einem Missverständnis zwischen den Bremer Innenverteidigern Naldo und Sebastian Prödl erzielt. 13 Minuten nach dem Wiederanpfiff glich Claudio Pizarro mit einem sehenswerten Volleyschuss nach Flanke von Naldo aus. © dpa
Zlatko Dedic brachte die Gäste in der 63. Minute erneut in Front, Marko Marin gelang der erneute Gleichstand (65.). Dann kam Frings, der drei Minuten zuvor erst das Spielfeld betreten hatte. © dpa
Matchwinner für den deutsche Pokalsieger war Joker Torsten Frings (81.). © dpa
Die Bochumer Mannschaft von Trainer Heiko Herrlich hielt die Hanseaten lange konsequent vom eigenen Tor fern, setzte immer wieder entlastende Konter und war den Norddeutschen auch spielerisch ebenbürtig. © dpa
Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen: Durch die Niederlage des FC Bayern in Frankfurt bot sich für Bayer 04 die große Chance auf die Tabellenführung. © dpa
Mit viel Tempo und offenem Visier begannen beide Teams und versuchten, bereits im Mittelfeld das Aufbauspiel des Gegners zu stören und mit schnellen Pässen in die Spitze für einen Überraschungseffekt zu sorgen. © dpa
Bis zur 49. Minute mussten die Dortmunder Fans auf die erste Riesenchance ihrer Mannschaft warten. Kevin Großkreutz zirkelte den Ball jedoch aus spitzem Winkel am Tor vorbei. 60 Sekunden später gelang Barrios aus nur fünf Metern nach einem Zuspiel von Patrick Owomoyela das 1:0. © dpa
Der BVB wirkte im Vergleich zum ersten Durchgang wesentlich aggressiver, während Bayer seinen Rhythmus verlor. Folglich mussten die Gäste mehrere brisante Szenen meistern. © dpa
Den Schlusspunkt setzte der für Barrios eingewechselte Dimitar Rangelov (87.). Dortmund verteidigt somit Platz 4, Leverkusen kassiert die zweite Saison-Niederalge und verpasst den Sprung nach ganz oben. © dpa

Vier Tage vor dem Halbfinal-Schlager im DFB-Pokal auf Schalke erlitt der deutsche Meister einen herben Rückschlag im Titelkampf. Die Frankfurter wurden für ihren mutigen Auftritt gegen den Champions-League-Viertelfinalisten doch noch belohnt.

Die Bayern mussten ohne ihre verletzten Asse Franck Ribéry, Martin Demichelis, Mario Gomez und Ivica Olic auflaufen, bei den Eintracht fehlten die gesperrten Maik Franz, Patrick Ochs und Selim Teber sowie die “Patienten“ Ioannis Amanatidis, Nikos Liberopoulos und Zlatan Bajramovic. Trotz der Personalmisere verhalf Trainer Michael Skibbe dem im Winter gekommenen US-Nationalspieler Ricardo Clark nicht zu seinem Bundesliga-Debüt. Es dauerte keine Minute, da hatte Torjäger Arjen Robben erstmals die Abwehr der Hessen hinter sich gelassen: Sein Schuss landete aber genau in den Armen von Torwart Oka Nikolov. Am Führungstor der Gäste war der Niederländer indirekt beteiligt, weil er - im passiven Abseits stehend - Nikolov irritierte und Klose auf Zuspiel von Kapitän Mark van Bommel einschießen konnte - das zweite Saisontor des Nationalspielers.

Die Eintracht versteckte sich aber vor dem übermächtigen Gegner nicht, spielte munter mit und vergab Mitte der ersten Halbzeit gleich vier dicke Chancen: Zweimal zeigte sich der Ex-Schalker Halil Altintop in aussichtsreicher Position zu unentschlossen, einmal rettete Daniel van Buyten nach einem Kopfball auf der Torlinie. Und dann rettete Schlussmann Jörg Butt mit den Fingerspitzen bei einem Kopfball von Benjamin Köhler.

Der Rekordmeister machte kaum Anstalten, das Spiel an sich zu reißen und verwaltete nur die Führung: Zu lethargisch traten Bastian Schweinsteiger und Co. auf, ohne Ideen und Angriffsschwung. Auch nach der Pause durfte sich der FC Bayern bei Butt bedanken: Nach einem Heber von Youngster Sebastian Jung konnte er den Ball gerade noch über die Latte lenken (49.). Pirmin Schwegler und Caio per Freistoß vergaben dann weitere Chancen der Frankfurter, die die Münchner nach wie vor unter Druck setzten. Auf der Gegenseite war von Superstar Robben kaum etwas zu sehen, sein Angriffspartner Klose rieb sich wenigstens in Zweikämpfen auf.

dpa

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