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Der Verteidiger im Interview

Philipp Lahm: "Das Ende will ich selber bestimmen"

Philipp Lahm auf der Auswechselbank beim Spiel seiner Bayern gegen den FC Schalke.
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Philipp Lahm auf der Auswechselbank beim Spiel seiner Bayern gegen den FC Schalke.

München - Philipp Lahm beendet nach der aktuellen Bundesligasaison seine aktive Laufbahn. Er wird, wie lange spekuliert wurde, jedoch nicht neuer Sportdirektor beim FC Bayern.

Philipp Lahm (33) beendet zum Ende der aktuellen Bundesligasaison seine aktive Karriere. Das gab der Verteidiger nach dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg bekannt. Zuvor war schon in mehreren Medien darüber spekuliert worden. 

Auch den möglichen neuen Posten als Sportdirektor beim FC Bayern wird der 33-Jährige nicht antreten, obwohl es Gespräche mit dem Verein über eine Weiterbeschäftigung gab. Im Gespräch mit dem SID sprach Lahm nach Abpfiff des Pokalspiels über seine Beweggründe. 

Philipp Lahm, es gibt Meldungen, dass Sie Ihre Karriere im Sommer beenden und nicht auch beim FC Bayern einsteigen. Können Sie für Aufklärung sorgen?

Philipp Lahm: Ja, das kann ich. Es gab noch eine Aufsichtsratssitzung, die wollte ich abwarten, dass wirklich alle Bescheid wissen. Ich habe den Verantwortlichen gesagt, dass ich am Ende der Saison aufhöre, Fußball zu spielen.

Was sind die Gründe dafür? Ihr Vertrag läuft eigentlich noch bis 2018.

Lahm: Ich habe es häufiger schon erklärt, was die Gründe sind: Ich sehe meinen Führungsstil auch in der Art, dass ich jeden Tag das Beste gebe, dass ich im Training alles gebe, in jedem Spiel. Ich glaube, dass ich fähig bin, das noch diese Saison abzuliefern, aber nicht darüber hinaus. Deshalb war dann für mich klar, dass ich am Ende der Saison aufhören werde. Wir reden von noch über einem Jahr, und da glaube ich, dass ich das nicht auf dem Niveau imstande zu leisten bin, was ich von mir und meine Mitspieler von mir gewohnt sind.

SID-Video: Lahm erklärt Karriereende

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Wann ist die Entscheidung gereift, wann ist sie gefallen?

Lahm: Ich habe das schon vor über einem Jahr angestoßen, dass man sich immer wieder prüfen muss, dass man sich immer wieder hinterfragen muss. Das habe ich getan, so wie es beschrieben habe: Man muss Tag für Tag, Woche für Woche schauen, wie ist das Gefühl auf dem Platz, das man hat. Ich bin mir sicher, dass ich bis zum Ende der Saison meine Top-Leistung abrufen kann, auch für die jungen Spieler, für alle anderen ein Vorbild sein kann. Das bekomme ich hin. Ich liebe den Fußball, der Fußball hat mir sehr, sehr viel gegeben. Es geht noch ein paar Monate, und ich hoffe, dass sie sehr erfolgreich werden. Aber irgendwann ist es einfach zu Ende. Und das Ende will ich selber bestimmen.

Sie werden auch nicht Sportdirektor oder Sportvorstand. Warum haben Sie sich gegen den Wunsch des FC Bayern entschieden?

Lahm: Erstmal ist es so, dass es Gespräche gab und ich mich entschlossen habe, dass es nicht der richtige Zeitpunkt ist, um danach beim FC Bayern einzusteigen. Ich will keine Details preisgeben. Eins war klar: Ich hätte nicht sofort angefangen, es hätte einen kleinen Break gegeben für mich, das hätte ich auch gebraucht, ich hätte mich vorbereiten müssen. Die Gespräche waren absolut in Ordnung.

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben...

Lahm: Es gibt gar keine Planung. Für mich steht fest, dass ich ab Sommer Privatier bin. Ich kann mich mehr um andere Dinge kümmern, mich auch selbst ein bisschen umschauen, umhören und mich mit anderen Leuten treffen. Das ist das, was ich auch machen will, und dann werden wir weitersehen. Ich bin so lange in dem Verein, wir werden sehen, was dann die Zukunft bringt. Damit, dass ich aufhöre und sozusagen nichts mache, damit hat keiner gerechnet.

Interview: SID/ Video: snacktv

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