Noch Luft nach oben beim Youngster?

Koller: Was Alaba noch fehlt

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David Alaba

München - Für Österreichs Fußball-Nationaltrainer Marcel Koller entwickelt sich der erst 21 Jahre Auswahlleistungsträger David Alaba noch immer weiter.

Für Österreichs Nationaltrainer Marcel Koller entwickelt sich der erst 21 Jahre Auswahlleistungsträger ­David Alaba noch immer weiter. „David lernt beim FC Bayern von den Besten, das bringt ihn stetig voran“, sagte der Coach vor dem WM-Qualifikationsspiel von Team Austria in Schweden bei spox. Bei der Frage, ob Alaba schon ein Weltstar sei, wich Koller allerdings zunächst etwas aus. „Für mich ist ein Weltstar jemand, der nicht nur rein fußballerisch hervorragende Leistungen zeigt. Es kommt darauf an, was in der Kabine passiert, in der Öffentlichkeit“, sagte der ehemalige Bundesliga-Coach (1. FC Köln, VfL Bochum).

Koller erklärte dann, dass Alaba „mit 21 Jahren nicht über die Erfahrung“ verfüge. „Es benötigt gewisse Zeit, um eine Mannschaft auf dem Rasen zu führen, den Rhythmus zu bestimmen“, sagte der Nationalcoach der Österreicher.

Alaba hat tatsächlich einen kometenhaften Aufstieg hinter sich. Mit 17 wurde er jüngster ÖFB-Teamspieler und gleichzeitig jüngster Bundesliga-, Champions-League- und DFB-Pokal-Spieler der Bayern. 2011 erhielt Alaba die Auszeichnung „Österreichs Fußballer des Jahres“. Im Jahr davor holte er mit den Bayern das Double. 2013 war aber ohne Zweifel sein erfolgreichstes Jahr. Mit den Bayern, für die er seit 2008 spielt, gewann er den Champions-League-Titel sowie den UEFA-Supercup.

Österreichs neuer Fußball-Held ist in Wien zur Welt gekommen und aufgewachsen, seine Mutter stammt von den Philippinen, und der Vater aus Nigeria. Alaba ist sehr religiös, gehört zu den Siebenten-Tags-Adventisten. Er selbst sagte einmal in der Tageszeitung Österreich: „Ich bete jeden Tag!“

Herbert „Schneckerl“ ­Prohaska, einer der Helden Österreichs von Cordoba 1978, betrachtet Alabas Karriere aber auch mit ein bisschen Wehmut. „Wir bilden super Talente aus, die das Interesse großer Klubs erregen, und weggekauft werden. Was bleibt uns?“, sagte er bei spox. „Ich möchte nicht wissen, was die Wiener Austria für David Alaba kassierte. Wahrscheinlich 150 000 Euro Ausbildungsentschädigung. Leider steht das in keiner Relation zum Marktwert. In zwei, drei Jahren ist Alaba 50 Millionen wert.“

tz

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