Offensiv-Problem zur falschen Zeit

Köln nicht kalt genug - und jetzt kommt Bayern

Timo Horn
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Köln-Keeper Timo Horn wird gegen die Bayern einiges zu tun bekommen.

Hannover - Der 1. FC Köln hat ein Problem: Der Liga-Neuling schießt einfach keine Tore. Nach der ersten Saison-Niederlage bei Hannover 96 kommen nun die Bayern.

Als Torwart-Riese Timo „00“ Horn wieder auf Normalmaß geschrumpft war, ärgerte sich der Rekord-Keeper des 1. FC Köln maßlos. Nicht das Ende seiner Super-Serie von 365 Minuten ohne Gegentreffer nervte ihn. Viel schlimmer wog die völlig unnötige erste Saison-Niederlage des Aufsteigers bei Hannover 96 (0:1).


„Unfassbar, dass wir nach so einem Spiel mit leeren Händen nach Hause fahren“, sagte Horn, der seinen Kasten zuvor als erster Schlussmann in seinen ersten vier Bundesliga-Spielen sauber gehalten hatte: „Wir haben über weite Strecken das Spiel gemacht und hätten ein Tor machen müssen.“

Das Ende seiner Erfolgssträhne kratzte ihn überhaupt nicht - im Gegenteil: „Ich bin froh, dass das Gerede um die Nullnummer endlich ein Ende hat. Nun können wir uns endlich wieder auf das Wesentliche konzentrieren“, sagte Horn.


Und so rückt vor der Partie gegen den großen FC Bayern beim Team von Peter Stöger unweigerlich die mangelnde Durchschlagskraft in der Offensive in den Fokus. Weil die Rheinländer in vier von fünf Spielen ohne eigenen Treffer blieben, droht das Heimspiel gegen den Branchenprimus am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zur Mission Impossible zu werden.

„Von der Papierform her ist die Sache relativ klar, aber wir werden das Spiel nicht herschenken und sie ins Schwitzen bringen“, versprach Kölns Manager Jörg Schmadtke.

Mut macht ihm das engagierte Auftreten seines Teams. „Wir waren sehr dominant und läuferisch stärker. Das Spiel hat gezeigt, dass wir mit einer etablierten Bundesliga-Mannschaft nicht nur mithalten, sondern sie auch in deren Stadion dominieren können. Wir haben Hannover als Aufsteiger an die Wand gespielt“, sagte Schmadtke. Nur vor dem Tor agierte der Aufsteiger mal wieder zu harmlos.

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Welche Promis drücken eigentlich dem FC Bayerndie Daumen? Die einen bekennen sich öffentlich zum Rekordmeister, bei anderen munkelt man es leiser oder lauter. Hier sehen Sie eine Auswahl. © dpa
Boris Becker ist wohl DER Bayern-Edel-Fan schlechthin. Und: Der Ex-Profi und Sandy-Ex sitzt im Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters. © dpa
Til Schweiger ist großer Anhänger der Roten. Mit Respekt für die anderen. Einst postete er bei Facebook: "Man muss es einfach mal sagen, auch als FC Bayern-Fan: Borussia Dortmund is einfach ne saugeile Truppe, angefangen von Watzke über Klopp bis zur gesamten Mannschaft!!!! Chapeau für diese saucoole Reaktion!!!!! Ganz gross!!!! Til". Es ging seinerzeit um die Reaktion der Dortmunder auf ein YouTube-Video, in dem Bastian Schweinsteiger die Dortmunder per Gesang als "H***nsöhne" verspottet hatte. © dpa
Helmut Markwort, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, ist Bayern-Anhänger und Mitglied des Aufsichtsrates. © dpa
Comedian Michael Mittermeier drückt den Roten die Daumen. "Ich bin ja schon als kleiner Bub ins Stadion gegangen und hab dem Beckenbauer zugejubelt. Das bleibt für immer", so Mittermeier zum Kölner Stadt-Anzeiger. © picture-alliance/ dpa
Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wurde zunächst wild spekuliert: Welchem bayerischen Club drückt Horst Seehofer am meisten die Daumen? Dann hat er sich als Bayern-Fan geoutet. © dpa
Der große Edmund Stoiber ist natürlich auch Riesenfan. © dpa
Top-Schauspielerin Veronika Ferres soll eine Rote sein. © picture alliance / dpa
Kai Pflaume moderiert zwar Fußball-Übertragungen, ist aber tief im Herzen wohl nicht ganz unparteiisch. © dpa
Sportreporter Uli Köhler (l., hier auf einem älteren Foto aus seiner Zeit bei Arena) ist eigentlich auch zur Neutralität verpflichtet. Doch sein Herz soll für den FC Bayern schlagen. © obs/arena
Eigentlich kein echter Bayern-Fan, er macht sogar mit Vorliebe Witze über die Jungs von der Säbener. Aber: Harald Schmidt hat einen Mitgliedsausweis. © dpa
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Alfons Schuhbeck kocht nicht nur für die Stars von der Säbener Straße, er drückt ihnen auch die Daumen. © picture alliance / dpa
Auch Elmar Wepper hat einen Mitgliedsausweis. © picture alliance / dpa
In der Brust von Reporterlegende Günther Koch sollen zwei Herzen schlagen: eines für den FC Bayern, eines für den 1. FC Nürnberg. © dpa
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Moterator und Mädchenschwarm Markus Kavka ist glühender Anhänger des Rekordmeisters. © dpa
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Das Herz von Schauspielerin Senta Berger schlägt rot. © dpa
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Der Münchner Tennisprofi Philipp Kohlschreiber drückt dem hiesigen Bundesligisten die Daumen. © dpa
Peter Brugger von der Band Sportfreunde Stiller kabbelt sich gerne mal mit Kollege Florian Weber. Denn Sportfreund Peter ist Bayern-Fan, Sportfreund Florian ein Sechzger. © dpa
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Kerner-Gattin Britta drückt dem FC Bayern die Daumen - ihr Johannes B. vermeidet als seriöser Journalist natürlich klare Bekenntnisse. © dpa
Schauspieler Thomas Darchinger ist großer Bayern-Fan. © dpa
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Bernd Michael Lade stammt aus Berlin, ist "Tatort"-Kommissar in Leipzig - aber großer Bayern-Fan. © dpa
Noch zwei, die von "DSDS" bekannt sind und den Münchnern die Daumen drücken: zum einen Menowin Fröhlich. © dpa
Zum anderen Pietro Lombardi. © dpa
"Seit meiner Kindheit, da war ich jedes Wochenende bei meiner Oma und die war ganz großer Bayern-Fan", erklärte Eishockey-Ikone Stefan Ustorf gegenüber dem Tagesspiegel. © dpa
Roland Kaiser erklärt gegenüber der tz: "Ich mag den Verein aus verschiedenen Gründen. Erstens kenn ich kaum einen anderen Verein, der bisher im sozialen Bereich dermaßen aktiv war, der sich dermaßen um ehemalige Spieler bemüht und der sich so anständig verhält wie die Bayern – einige Bundesliga-Klubs würde es ohne ihre Hilfe ja nicht gar nicht mehr geben. Und zweitens spielen sie exzellenten Fußball" © dpa
Und das sind natürlich die allerprominentesten der Bayern-Fans: Die zigtausend Roten in der Allianz-Arena © picture alliance / dpa

Den Niedersachsen war ihre dürftige Vorstellung unterdessen herzlich egal. Mit dem dritten Heimsieg in dieser Saison schraubte Hannover seine Serie auf saisonübergreifend 16 von 18 möglichen Punkten vor eigenem Publikum und katapultierte sich dank des zweiten Saisontors von Joselu (6.) auf den dritten Tabellenplatz. Vielen Fans an der Leine träumen bereits wieder von alten Europa-League-Zeiten.

„Mit zehn Punkten haben wir noch überhaupt nichts erreicht“, sagte 96-Trainer Tayfun Korkut missmutig und wehrte sich mit finsterer Miene gegen Vergleiche mit den Top-Teams der Liga: „Das Wort Spitzenmannschaft gefällt mir garnicht. Wir wollen hier ein neues Team aufbauen und möglichst besser abschneiden als im vergangenen Jahr.“ Den nächsten Schritt dahin kann 96, das die letzte Saison als Zehnter abgeschlossen hatte, am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim VfB Stuttgart machen.

SID

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