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Offizielle Vorstellung in München

Heynckes: "Meine Aufgabe ist, wieder Ordnung zu schaffen"

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Jupp Heynckes wurde beim FC Bayern offiziell als neuer Trainer vorgestellt.

München - Jupp Heynckes geht voller Überzeugung in seine vierte Trainerzeit beim FC Bayern. "Trotz der schwierigen Situation bin ich zuversichtlich, dass wir die Erfolgsspur wieder aufnehmen", sagte der Routinier in München zu Beginn seiner Acht-Monats-Mission.

Update 13.25 Uhr: Vorstellung in München

Der Fußball-Rekordmeister brauche nach der Trennung von Chefcoach Carlo Ancelotti jemanden, der die Stimmung verbessere und eine Hierarchie in das Team bringe, betonte der 72-Jährige. "Meine Aufgabe ist, wieder Ordnung zu schaffen." Ein Saisonziel gab Heynckes zunächst nicht aus. Er glaubte aber, "dass die Mannschaft Potenzial und Klasse hat und dass sie wieder ein anderes Gesicht zeigen wird".

Der FC Bayern will eine Entscheidung über einen langfristigen neuen Trainer erst im kommenden Jahr bekanntgeben. "Ich kann heute schon eins ziemlich klar sagen: Dass wir sicherlich im Jahr 2017 nicht verkünden werden, was zum 1.7.2018 passiert", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. "Wir werden uns da ausreichend Zeit lassen, intern beraten, befruchten und dann am Ende des Tages auch gemeinsam entscheiden", sagte Rummenigge.

Sehen Sie die Vorstellung von Jupp Heynckes im Video

Die Zukunft des bisherigen Interimstrainers Willy Sagnol ist nach dem Amtsantritt von Heynckes weiter offen. "Da ist noch keine finale Entscheidung gefallen", sagte Rummenigge. "Wir sind so verblieben, dass wir zeitnah in dieser Woche ein weiteres Gespräch führen werden." Am Freitag habe er Sagnol mitgeteilt, dass der Franzose nicht Teil des Trainerteams von Heynckes sein werde. Sagnol hatte das Team beim 2:2 bei Hertha BSC nach der Trennung der Münchner von Carlo Ancelotti betreut. Zuvor war Sagnol Assistent des Italieners gewesen.

Vorbericht 7.10 Uhr: Erste Personalentscheidung getroffen

Jupp Heynckes legt los. Der Triple-Trainer von 2013 nimmt nach vier Jahren im Fußball-Ruhestand am Montagvormittag seine Arbeit beim FC Bayern München auf.

Um 11.30 Uhr wird die Führungsriege des deutschen Fußball-Meisters um Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, Präsident Uli Hoeneß und Sportdirektor Hasan Salihamidzic den 72-Jährigen in der Allianz Arena als neuen Trainer präsentieren. Ein riesiger Medienauflauf wird erwartet, wenn Heynckes seine Pläne für das bis zum Saisonende vereinbarte Comeback in der Bundesliga präsentiert. Es ist sein viertes Bayern-Engagement.

"Ich freue mich, dass ich dafür mein Wunschteam habe"

"Ohne den FC Bayern hätte ich nie diese Trainerkarriere gemacht, da muss ich etwas zurückgeben", sagte der 72-Jährige am Sonntag nach seiner Ankunft in München dem kicker. "Ich freue mich auf die neue, alte Aufgabe und dass ich dafür mein Wunschteam habe", sagte Heynckes, der zum vierten Mal den Trainerjob bei den Bayern antritt. Die Gewissheit, dass ihm seine bewährten Assistenten Hermann Gerland und Peter Hermann zur Seite stehen, "gibt mir ein gutes Gefühl", sagte er weiter.

Heynckes hat die ersten Personalentscheidungen bereits getroffen. Der in der WM-Qualifikation gesperrte Chilene Arturo Vidal wurde umgehend nach München zurückbeordert, zudem hat sich Heynckes in der Torwartfrage festgelegt: "Sven Ulreich bleibt im Tor, aber ich bin froh, dass ich in Tom Starke einen prima Backup habe."

"Ich glaube, eine bessere Lösung gibt es nicht"

Auf ein System hat Heynckes sich noch nicht festgelegt. Ob wie beim Triple 2013 mit einem 4-2-3-1 oder mit einem 4-3-3, das sei "Interpretationssache", sagte er. Psychologisch will Heynckes in vielen Gesprächen erreichen, "dass die Mannschaft Sicherheit und Vertrauen gewinnt und so in die Erfolgsspur zurückfindet".

Die Spieler, mit denen Heynckes 2013 in München den historischen Dreifacherfolg in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal feiern konnte, empfangen den Rückkehrer mit offenen Armen. "Ich glaube, eine bessere Lösung gibt es nicht. Der Jupp steht für sich, was er alles mit uns erreicht hat", sagte Jérôme Boateng. "Ich habe nur Positives gehört", erklärte Abwehrkollege Mats Hummels, der vor vier Jahren noch beim Bayern-Konkurrenten Borussia Dortmund spielte: "Wenn man das Triple holt, dann war verdammt viel gut in dem Jahr."

Es ist der Start in ein strammes und sportlich herausforderndes Programm. Sieben Partien stehen in drei Wochen an, darunter zwei Kräftemessen mit Vizemeister RB Leipzig (Pokal und Liga), zwei vorentscheidende Partien in der Champions League gegen Celtic Glasgow und zum Abschluss das Bundesliga-Topspiel bei Spitzenreiter Borussia Dortmund am 4. November. Heynckes ist also sofort gefordert. "Mein Trainerteam und ich werden nun alles daransetzen, dass die Mannschaft den Fans bald wieder erfolgreichen Fußball präsentieren wird", sagte der Rückkehrer aus dem Ruhestand.

mh mit Material von dpa und sid

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