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Matthäus nimmt Nagelsmann in Schutz

Matthäus kritisiert den FC Bayern: „Hätte es unter Hoeneß und Rummenigge nicht gegeben“

Lothar Matthäus kritisiert die neuen Bosse des FC Bayern nach dem Ibiza-Trip - und sieht beim Rekordmeister „kein wirkliches Team“

München - Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus kritisiert den FC Bayern München dieser Tage wiederholt. Nicht nur an der Kaderplanung hat Matthäus einiges auszusetzen. Seine Kritik bezüglich des Ibiza-Trips einiger Bayern-Stars nach der Bundesliga-Niederlage am Wochenende ist deutlich. „Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hätten die Truppe nach einem 1:3 in Mainz niemals zwei Tage wegfliegen lassen“, schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

Nach Ansicht des 61-Jährigen hätte die aktuelle Vereinsführung um Oliver Kahn „die sogenannte Teambuilding-Maßnahme (...) einkassieren können oder sogar müssen. Die Spieler hätten den schönen Ausflug problemlos nach dem letzten Spieltag antreten können.“ Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte von einer mit dem Verein abgesprochenen Team-Aktion gesprochen. Trainer Julian Nagelsmann hatte den Spielern schon vor dem Mainz-Spiel zwei freie Tage angekündigt.

FC Bayern: Matthäus nimmt Nagelsmann bei Ibiza-Trip in Schutz

Matthäus nahm den 34 Jahre alten Coach in Schutz: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Julian Nagelsmann diesen Ausflug gerne gestrichen hätte. Aber es wäre für ihn sehr riskant gewesen, hier ein Machtwort zu sprechen, ohne danach einen Großteil der Kabine zu verlieren.“

Für Matthäus handelt es sich nicht um eine Teambildung-Maßnahme, „sondern eine Freizeitgestaltung einiger Profis“. Allein am Umstand, dass nicht die komplette Mannschaft in Spanien dabei sei und selbst Kapitän Manuel Neuer daheim geblieben sei, könne man erkennen, dass es in Wahrheit nicht um die Mannschaft gehe. „Denn sonst wären sie geschlossen verreist. Und außerdem steht nach dieser Saison fest, dass diese Bayern-Mannschaft einfach kein wirkliches Team ist.“ Möglich ist allerdings auch, dass Neuer in München geblieben ist um seinen Vertrag zu verlängern. Thomas Müller hat seinen Vertrag beim FC Bayern bereits verlängert.

Lothar Matthäus kritisiert den FC Bayern dieser Tage wiederholt

Wenn der FC Bayern ein echtes Team wäre, „hätten sie nicht mehrere Spiele gegen Clubs aus der unteren Tabellenhälfte verloren und wären nicht gegen Villarreal und Gladbach aus den Pokal-Wettbewerben sang- und klanglos ausgeschieden“, argumentierte Sky-Experte Matthäus: „Eine Teambuilding-Maßnahme hätte es nach der Pleite in Bochum gebraucht, um sich dann nochmal so richtig zusammenzureißen und eine wirklich gute Saison zu spielen. Aber so hat das einen mehr als faden Beigeschmack.“

Wie fade der Beigeschmack am Ende wirklich ist wird sich am kommenden Wochenende zeigen, wenn der FC Bayern auf den VfB Stuttgart trifft. Auch wenn es für den Rekordmeister sportlich um nicht mehr allzu viel geht: den Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung, den Hertha-Trainer Felix Magath gestreut hat, will man sich beim Rekordmeister nicht noch einmal anhören müssen. (dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Zimmermann

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