Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

CL-Rückspiel für FC Bayern

Gegen Arsenal schon durch? Ancelotti hat schlechte Erfahrung

Carlo Ancelotti auf der Abschlusspressekonferenz im Emirates Stadion in London.
+
Carlo Ancelotti auf der Abschlusspressekonferenz im Emirates Stadion in London.

Welcome to London - das Viertelfinalticket und eine Millionenprämie liegen für die Bayern zur Abholung bereit. Das Hinspiel-5:1 gegen Arsenal ist aber kein Ruhekissen. Frag nach bei Carlo Ancelotti.

Betriebsausflug? Vergnügungstrip? Freundschaftsspiel? Nein, von solchen Titulierungen der Städtereise nach London will beim FC Bayern niemand etwas wissen - erst recht nicht der in seiner ruhmreichen Trainer-Vita auch schon von Champions-League-Alpträumen heimgesuchte Italiener Carlo Ancelotti. Die Münchner Fußballstars wollen auch ohne ihren gesperrten Anführer Philipp Lahm das Achtelfinal-Rückspiel beim FC Arsenal topseriös angehen, ungeachtet des 5:1-Ruhekissens aus der ersten Partie. Für Leichtsinn oder Überheblichkeit ist am Dienstag (20.45 Uhr MEZ/Sky) kein Platz.

„Wir machen keinen Betriebsausflug, sondern das ist Champions League. Die Tür ist auf, aber wir müssen jetzt noch seriös und respektvoll durchgehen“, sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge am Montag, bevor er in München den mit Bildern von Robert Lewandowski oder dem noch fehlenden Jérôme Boateng dekorierten Charterflieger bestieg. „Wir wollen keine Negativszenarien zeichnen“, erklärte Angreifer Thomas Müller am Abend im Emirates Stadium. Beim Training fehlte Manuel Neuer wegen leichter Rückenprobleme. Der Weltmeister blieb zur Behandlung im Teamhotel, werde aber im Tor stehen können, berichtete Ancelotti. Er werde die „bestmögliche Mannschaft“ aufbieten.

Das „Gunners“-Team des von den Arsenal-Fans immer mehr kritisierten Trainers Arsène Wenger scheint in seiner aktuellen Verfassung keine Bedrohung für die Bayern darzustellen. Ohne den erkrankten Mesut Özil gab es bei der Generalprobe eine 1:3-Schlappe gegen Jürgen Klopps FC Liverpool, der Mittelfeldregisseur wird voraussichtlich auch gegen die Münchner fehlen. „Was ich sehen will, ist, dass wir für einen Kampf bereit sind“, forderte Weltmeister Per Mertesacker.

4:1-Heimsieg Heimsieg reichte damals nicht

Ancelotti braucht zur Warnung eigentlich nur von zwei schwarzen Nächten zu erzählen, die er auf Europas schillerndster Fußballbühne erlebte. 2004 schied er mit dem AC Mailand im Viertelfinale nach einem 4:1-Heimsieg gegen Deportivo La Coruña aus. In Spanien setzte es eine 0:4-Pleite. Es ist der Rekord für den höchsten aufgeholten Rückstand in der Königsklasse.

Ein Jahr später folgte Albtraum Nummer II: Im Endspiel gegen den FC Liverpool führte Ancelotti mit Milan in Istanbul zur Pause scheinbar uneinholbar mit 3:0. Liverpool gelang mit dem heutigen Bayern-Profi Xabi Alonso eine spektakuläre Aufholjagd zum 3:3 und triumphierte schließlich im Elfmeterschießen. „Ich habe versucht, diese Spiele zu vergessen. Aber ich war nicht fähig, sie zu vergessen. Das ist ja auch die Schönheit des Fußballs“, sagte Ancelotti. Rummenigge vertraut dem erfahrenen Trainer. „Carlo wird das so machen, dass wir kein La Coruña oder Istanbul erleben werden.“

Auch ein 5:1 hat einer deutschen Mannschaft einmal nicht gereicht. Borussia Mönchengladbach schied 1985 im UEFA-Cup mit Jupp Heynckes auf der Trainerbank gegen Real Madrid nach einem 0:4 im Rückspiel aus. So eine historische Blamage soll dem Bayern-Ensemble 2017 nicht widerfahren. „Es gab leider schon Mannschaften, die so große Rückstände aufgeholt haben. Ich möchte mich nicht einreihen in die Gruppe derer, die so was mal vergeben haben“, sagte Mats Hummels.

„Es ist ein gefährliches Spiel für uns“

Für Kapitän Lahm wird Rafinha rechts verteidigen. Auf dem 5:1 wollen sich die Bayern keineswegs ausruhen. „Es ist ein gefährliches Spiel für uns“, meinte Franck Ribéry. Ancelotti rechnet mit einem Gegner, der von Anfang an Druck erzeugen möchte. „Sie werden versuchen, ziemlich schnell ein Tor zu erzielen“, sagte er.

Es geht für die Bayern in England auch darum, im aktuellen Flow eines echten Triple-Anwärters zu bleiben. Rummenigge empfiehlt, mit Demut die einzelnen Aufgaben anzugehen. „So haben wir das 2013 unter Jupp Heynckes gemacht. Und so werden wir das jetzt auch wieder machen.“

„Vollgas geben“, lautet die Ansage von Innenverteidiger Javi Martínez. Wenn in London alles normal läuft, wird der FC Bayern am Mittwoch mit dem Viertelfinalticket und 6,5 Millionen Euro Prämie im Gepäck nach München zurückkehren. „Wir wollen Probleme vermeiden“, sagte Ancelotti.

dpa

Kommentare