Liga-Auftakt gegen Gladbach

Starke Bayern siegen auch unter Guardiola weiter

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Arjen Robben (l-r), Mario Mandzukic, David Alaba und Thomas Müller von Bayern jubeln über Alabas Treffer zum 3:1 durch Elfmeter.

München - Der FC Bayern siegt auch unter Pep Guardiola weiter - die furchteinflößende Dominanz des Triple-Triumphators hat der Titelverteidiger zum Start in die neue Saison aber noch nicht versprüht.

In seinem ersten Bundesliga-Spiel fieberte der spanische Star-Fußballcoach wild gestikulierend am Spielfeldrand beim 3:1 (2:1) am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach mit. Am Ende durfte sich Guardiola über den verdienten Auftakterfolg freuen. Arjen Robben (12. Minute), Mario Mandzukic (16.) und David Alaba (69./Handelfmeter) sorgten vor 71 000 Zuschauern für den Heimsieg. Das einzige Tor der phasenweise munter mitspielenden Gladbacher hatte ausgerechnet der ehemalige Borusse Dante per Eigentor (40.) erzielt.

Um 20.39 Uhr pfiff Schiedsrichter Tobias Welz die Partie und die 51. Saison an: 69 Tage nach dem Triple-Triumph war es auch das Startsignal für die Mission Titelverteidigung der Bayern. In Bundesligaspiel eins für Guardiola musste der einstige Barca-Coach aber gleich auf seinen Wunschspieler Thiago Alcántara wegen eines fiebrigen Infekts verzichten. Zudem ließ der Spanier auch Landsmann Javier Martínez zunächst nicht ran. Der Europameister hat noch Trainingsrückstand.

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Also übernahm Nationalspieler Bastian Schweinsteiger bis zu seiner Auswechslung in der 73. Minute die alleinige „Sechser“-Rolle in seinem 300. Meisterschaftsmatch. Er war es auch, der blitzschnell nach einem schlechten Abschlag von Auswahlkollege Marc-Andre ter Stegen den Ball auf Franck Ribéry legte und damit das erste Saisontor der Bundesligarunde und auch für Guardiola beruhigende 1:0 einleitete. Den Pass, mit dem Ribéry eine weitere Empfehlung so seiner möglichen Wahl zum Fußballer Europas abgab, leitete Robben mit einer kurzen Ballberührung vorbei am verdutzten ter Stegen ins Tor.

Nach dem Geniestreich des französisch-niederländischen Duos gönnte sich Guardiola erstmal einen Schluck aus der Wasserflasche. Bis dahin hatten ihn seine Schützlinge auf Trab gehalten. Gegen die gut sortierten Gladbacher fand die Bayern-Truppe zunächst kein Konzept. Statt schnellem Kurzpassspiel in die Spitze, schlugen die Hausherren immer wieder lange Bälle nach vorn - fast ohne Wirkung.

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Die Borussen zeigten sich von ihrem Pokal-Aus gegen Drittligist SV Darmstadt 98 bestens erholt. Vor allem die Neuzugänge Raffael (17. und 24.) und Max Kruse beschäftigten (30.) die Viererkette der Bayern mit Kapitän Philip Lahm, Jerome Boateng, den Ex-Borussen Dante und David Alaba und Nationalkeeper Manuel Neuer. Selbst das zweite Gegentor 240 Sekunden nach dem 0:1 ließ die Mannschaft von Trainer Lucien Favre nicht verzweifeln.

Diesmal brachte Robben einen Freistoß von der rechten Seite vors Gladbacher Tor. Mandzukic war in Mittelstürmer-Manier zur Stelle. „Bayern spielt eigentlich so wie sie letztes Jahr aufgehört haben“, kommentierte Bundestrainer Joachim Löw in der Halbzeitpause beim Sender „Sky“. „Gladbach hat bei beiden Toren eigentlich geschlafen in der Abwehr.“

Während den Borussen für ein eigenes Tor meist die Präzision und Zielstrebigkeit in den letzten Pässen fehlte, brachte ein ehemaliger Gladbacher die Gäste doch noch mal näher ran. Als er vor Raffael klären wollte, schob Dante den Ball ins eigene Netz. Auf der Gegenseite verpassten kurz danach Toni Kroos und Mandzukic den alten Zwei-Tore-Vorsprung.

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Dennoch fehlte auch nach dem Seitenwechsel dem Bayernspiel phasenweise die Stabilität im Defensivspiel. Die Quittung: Immer wieder tauchten die Borussen auch im zweiten Spielabschnitt vor Neuer auf. In der 56. Minute klärte Neuer gegen den agilen Kruse. Und es ging weiter munter hin und her. Kroos traf aus 18 Metern mit einem Flachschuss nur den Pfosten (60.). Dann bekam Thomas Müller einen Handelfmeter (67.). Ter Stegen parierte aber gegen den auch ansonsten eher blassen Nationalspieler.

Der Abpraller landete vor Robbens Füßen und bei dessen Dribblingversuch nahm Alvaro Dominguez die Hand zu Hilfe. Beim zweiten Elfer binnen weniger Sekunden zeigte Alaba keine Nerven und verwandelte sicher.

Von Christian Kunz

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