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"Hahaha": Häme für Manchester-Teams

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Wayne Rooney blamierte sich mit

Manchester - Nach dem Scheitern in der Champions League sind City und United aus Manchester auch im Gleichschritt aus der Europa League geflogen. Häme gibt es vor allem für Alex Ferguson und United.

Trainer-Ikone Alex Ferguson ist immer gern Erster. Nun ist er der erste Coach, der mit Manchester United in einer Saison gleich zweimal aus einem europäischen Wettbewerb flog. Und - wie ein britischer TV-Kommentator hämisch anmerkte: “United scheiterte nicht etwa an Barcelona - sondern an Basel und Bilbao. Hahaha.“ Englands Rekordmeister wird nicht nur auf der Insel als Lachnummer dieser Saison in Europa verhöhnt. Die Champions-League-Verlierer scheiterten nun auch schon im Achtelfinale (!) der Europa League sang- und klanglos an Athletic Bilbao.

Vom “Versagen in epischer Breite“ schrieb der “Daily Mirror“ am Freitag. “Ich hoffe, es war nur ein schlechtes Jahr“, sagte Ferguson lapidar. Es war ein schwacher Trost, dass den neureichen Stadtrivalen City das gleiche Schicksal ereilte - City schied gegen Sporting Lissabon aus. “A City United in Misery“ (Eine Stadt vereint im Unglück), titelte die “Daily Mail“ mit Wortwitz.

Sir Alex Ferguson: Seine besten Sprüche

Sir Alex Ferguson: Seine besten Sprüche

„Flickt ihn verdammt nochmal zusammen!“ (Ferguson zu einem Physio, nachdem er David Beckham einen Schuh an den Kopf gekickt hatte. Beckham erlitt bei der Attacke eine Platzwunde über dem Auge) © Getty
„Ich will Liverpool von ihrem verdammten Ast zu hauen.“ (Bei seinem Amtsantritt 1986 über den damaligen Rekordmeister) © Getty
„Am Ende dieses Spiels wird der Europacup nur sechs Fuß von Euch entfernt stehen - und ihr werdet ihn nicht einmal anfassen dürfen. Und viele von Euch werden nie mehr so nah rankommen. Wagt es ja nicht, hier nachher reinzukommen, ohne alles gegeben zu haben.“ (Aus Fergusons Halbzeitansprache im Endspiel der Champions League 1999 gegen Bayern München) © Getty
„Ich kann es nicht glauben, ich kann es nicht glauben! Fußball, verdammte Hölle!“ (Nach dem Last-Minute-Sieg gegen die Bayern in Barcelona) © Getty
„Das hält die F***** von den Medien draußen.“ (Über das neue Trainingszentrum) © Getty
„Wenn mir ein Italiener sagt, dass das auf dem Teller Pasta ist, schaue ich unter der Soße nach, um sicher zu gehen. Die sind die Erfinder der Vernebelungstaktik.“ © Getty
„Wenn er auch nur einen Inch größer wäre, wäre er der beste Innenverteidiger Englands. Sein Vater ist 6 Fuß, 2 Inches groß - ich checke mal den Milchmann.“ (Über Gary Neville) © Getty
„Er hat mich Boss und Großer Mann genannt, als wir nach dem Hinspiel unseren Drink nahmen. Es würde aber helfen, wenn seine Huldigungen von einem guten Glas Wein begleitet werden würden. Was er mir gab, war Lack-Entferner.“ (Über Jose Mourinho) © Getty
„Manchmal hat man eben einen lauten Nachbarn. Daran kann man nichts ändern, die werden halt immer laut sein. Was willst du machen? Du kannst nur deinen Fernseher anschalten und ihn etwas lauter machen.“ (Über Manchester City) © Getty
„Pippo Inzaghi wurde im Abseits geboren.“ © Getty
„Er könnte in einem leeren Haus einen Streit anfangen.“ (Über Dennis Wise) © Getty
„Er bekommt eine Umarmung und einen Kuss von mir. Vielleicht sogar zwei.“ (Über Teammanager-Kollege Sam Allardyce) © Getty
„Sie glauben doch nicht etwa, dass wir mit dieser Bande einen Vertrag schließen? Denen würde ich nicht einmal einen Virus verkaufen.“ (Über das Interesse von Real Madrid an Cristiano Ronaldo) © Getty
„Ich habe Calderons große Aussage gelesen, wonach die Sklaverei vor vielen, vielen Jahren abgeschafft worden sei. Ob die das Franco erklärt haben? Jesus Christus! (Über Ramon Calderon, Präsident von Real Madrid, ebenfalls im Zuge des Ronaldo-Transfers) © Getty
„Die haben echt Eier, kann ich Ihnen sagen.“ (Über die Glazers, Besitzer von Manchester United) © Getty
„Ich mache sicher keinen auf Bobby Robson und bin noch mit 70 Manager. Es geht darum zu wissen, wann es gut ist.“ (Im Oktober 2008) © Getty
„Wahrscheinlich reiten wir irgendwann gemeinsam in den Sonnenuntergang.“ (Über seinen Lieblingsfeind Arsene Wenger vom FC Arsenal) © Getty
„Ich bin so ein verdammt talentierter Kerl. Vielleicht fange ich an zu malen, oder sowas.“ (Auf die Frage, was er nach seinem Abschied vom Fußball tun werde) © Getty
„Es ist völlig egal, wer geht. Der Name von Manchester United wird ewig bleiben.“ © Getty
„Es ist völlig egal, wer geht. Der Name von Manchester United wird ewig bleiben.“ © Getty
„Das geht Dich einen Scheißdreck an! Ich frag Dich ja auch nicht, ob Du immer noch in diesen Schwulenbars abhängst.“ (Zu einem Journalisten, der ihn fragte, ob er vorhabe, im Sommer 2006 zur WM nach Deutschland zu reisen) © Getty
„Sie sollten nicht versuchen, in das Gehirn eines Verrückten zu schauen.“ (Über sich selbst) © Getty
„Ja, das können Sie - indem Sie sich ins Knie ficken und sterben.“ (Zum Sportchef des Daily Mirror auf die Frage, ob dieser etwas tun könne, um das Verhältnis des Blattes zu Ferguson zu normalisieren) © Getty

Woran lag's? Kann England, das nur noch mit dem FC Chelsea in der Champions League vertreten ist, international nicht mehr mithalten? War's Überheblichkeit? Womöglich gar Absicht, um sich voll auf den Titel-Zweikampf gegeneinander in der Premier League zu konzentrieren?

“Wir waren neidisch, als wir gesehen haben, dass United verloren hat und wollten auch verlieren“, scherzte City-Trainer Roberto Mancini über diese Theorie. Seinem Team war allerdings auch weniger ein Vorwurf zu machen als dem geradezu indisponiert erscheinenden United. “Tapferes City - deklassiertes United“, titelte die “Sun“.

Die “Citizens“ lagen nach dem 0:1 im Hinspiel in Lissabon nach der ersten Halbzeit bereits wieder 0:2 zurück - aber dann bewies das Team tolle Moral und schaffte wenigstens noch einen - wenn auch wertlosen - 3:2-Sieg. Mancini übte Selbstkritik. Nach dem Weiterkommen gegen Portugals Branchenprimus FC Porto habe er Sporting unterschätzt, gab der Italiener zu: “Ich habe in der Vorbereitung einen Fehler gemacht. Ich dachte, das würde leicht.“

United fiel nach der 2:3-Heimpleite im Hinspiel im Baskenland gar nichts ein. Die Quittung: 1:2. Den unbändigen Siegeswillen, mit dem sie in der Liga Spiele drehen, hatten sie in England gelassen. Und Wayne Rooneys Einzelaktionen wie das 1:2-Anschlusstor reichen auf Dauer nicht. Kein Wunder, dass englische Medien dieser Tage über einen Wechsel des Ex-Dortmunders Nuri Sahin von Real Madrid zu den “Red Devils“ spekulieren. Kreativität im Mittelfeld ist bitter nötig.

“Wir dürfen uns über das Resultat nicht beklagen“, fand Ferguson und redete den Liga-Siebten Spaniens stark (“welch unglaubliche Energie“). “Fergie“ wünschte den Basken die Europa-League-Trophäe. Für United bleibt es der einzige Titel, der in der Sammlung noch fehlt.

Unter dem Strich bleibt als Gutes: Die Manchester-Rivalen können sich nun voll auf die Meisterschaft konzentrieren - kein lästiger Donnerstag-Sonntag-Rhythmus mehr. United (derzeit zwei Punkte vor City) will seinen 20. Meistertitel - Scheichclub City seinen ersten seit 1968. Der große Showdown steigt am 30. April im direkten Duell.

dpa

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