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Dortmund "schießt" sich für die Bayern warm

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Neven Subotic (l.) und Felipe Santana.

Dortmund - Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund „schießt“ sich mit dem umstrittenen Computer-Kriegsspiel Call of Duty auf das Topduell bei Bayern München warm.

Neven Subotic und Felipe Santana sitzen vor einer Spielkonsole. Die Profis von Borussia Dortmund „schießen“ sich mit dem umstrittenen Computer-Kriegsspiel Call of Duty für ihre Bundesliga-Spiele warm - auch vor dem Topduell am Samstagabend (18. 30 Uhr/Sky und Liga total!) beim FC Bayern München. „Wir demütigen uns gegenseitig und üben Zweikämpfe. So machen wir uns heiß auf unsere Fußball-Gegner“, sagte Subotic.

Der souveräne Tabellenführer bezieht seine Motivation auch aus der virtuellen Welt, teilweise wird in Mannschaftsstärke geballert. „Es waren schon mal zwölf unserer Spieler dabei. Wir öffnen die Lobby zum Spiel, dann kann jeder mitmachen. Es gibt kaum einen, der keine Spielkonsole bei uns besitzt“, sagte Subotic der Sport Bild.

 Ausgerechnet Call of Duty ist allerdings höchst umstritten. Es gehört zu den sogenannten Shooter- oder Killer-Spielen. In zahlreichen Ländern steht das Spiel auf dem Index. Der 17 Jahre alte Amokläufer von Winnenden vertrieb sich seine Zeit ebenfalls mit Call of Duty.

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In der Realität feuert die Borussia verbale Spitzen Richtung München ab. „Unser Aufwand beträgt für die Spieler nur 34 bis 35 Millionen Euro - die Bayern zahlen für den Kader 110 bis 120 Millionen Euro. Umso stolzer können wir auf unsere Saison sein“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Nationalspieler Kevin Großkreutz ätzte über die Atmosphäre in der Münchner Allianz-Arena: „Bayern hat sehr viele - so nenne ich sie immer - Erfolgsfans. Die BVB-Fans dagegen gehen durch dick und dünn und stehen immer zum Verein.“

Dabei kann die Borussia relativ gelassen nach München reisen. 10 Punkte Vorsprung beträgt der Vorsprung auf Verfolger Bayer Leverkusen, 13 Zähler liegt Dortmund vor den Bayern. Zudem wurde mit Nationalspieler Marcel Schmelzer ein weiterer der jungen Leistungsträger längerfristig an den Verein gebunden. Das Gerüst für die Zukunft steht.

„Ich mache mir keine Sorgen, dass uns ein Leistungsträger verlässt. Es wird auch keiner unserer Spieler zum FC Bayern abgegeben“, stellte Watzke klar. Und Großkreutz betonte: „Grundsätzlich wird diese Mannschaft lange zusammen spielen. Da haben wir uns die Treue versprochen.“

Einen herben personellen Rückschlag musste der BVB jedoch am Dienstag verkraften. Weidenfeller verletzte sich im Training bei einem Zusammenstoß mit Hummels am linken Knie. Sollte sich der Verdacht auf einen Innenbandriss bestätigen, würde der 30-Jährige bis zu sechs Wochen lang ausfallen. In München wird mit großer Sicherheit der Australier Mitchell Langerak sein Liga-Debüt feiern.

DFB-Präsident Theo Zwanziger sieht den BVB weiterhin als größten Titelanwärter. „Die Mannschaft hat Stärke bewiesen, sie ist ein richtiges Team, mit großen Einzelspielern“, sagte Zwanziger dem SID in Berlin am Rande der Premiere des Kino-Films „Der ganz große Traum“. Der DFB-Boss hat die Bayern aber noch nicht abgeschrieben: „Sie haben jetzt wieder ihre Mannschaft komplett zusammen. Mit dem FC Bayern ist jetzt zu rechnen.“

So sieht es auch Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der fest von einem Sieg gegen Dortmund ausgeht. „Ein Unentschieden oder eine Niederlage halte ich für vollkommen ausgeschlossen“, sagte Hoeneß der Bild-Zeitung: „Wir sind die bessere Mannschaft. Im eins gegen eins haben die Dortmunder keine Chance. Basta.“

sid

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