Die bisherigen Spiele im Überblick

Pokal: Bremen, Gladbach und Braunschweig scheitern

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Bielefelds Mannschaft jubelt nach dem 1:0-Treffer gegen Braunschweig

Köln - Die Fußball-Bundesligisten Werder Bremen, Borussia Mönchengladbach und Eintracht Braunschweig haben sich in der ersten Runde des DFB-Pokals blamiert.

Bremen unterlag wie schon in den vergangenen zwei Jahren bei einem Drittligisten. Beim 1. FC Saarbrücken musste sich das Team des neuen Trainers Robin Dutt mit 1:3 (1:1, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben.

„Der Unmut unserer Fans ist verständlich. Wir wollten mit einem positiven Gefühl in die Liga starten. Wir haben uns in den Zweikämpfen nicht gewehrt und in der Offensive zu leicht den Ball verloren“, sagte Clemens Fritz.

Gladbach bot beim Drittligisten SV Darmstadt eine schwache Leistung. Nach 120 Minuten ohne Tor unterlag der fünfmalige deutsche Meister im Elfmeterschießen mit 4:5. Branimir Hrgota setzte den letzten Elfmeter an die Unterkante der Latte. „Unser Hauptproblem ist, dass wir uns zu wenig Chancen erspielen. Da ist zu wenig Bewegung drin. Jetzt müssen wir trainieren, trainieren, trainieren“, sagte Gladbachs Abwehrchef Martin Stranzl.

Braunschweig verlor bei Zweitligist Arminia Bielefeld mit 1:2 (0: 1) und feierte eine misslungene Generalprobe für die erste Bundesliga-Saison seit 28 Jahren.

Hertha BSC, der SC Freiburg, Hannover 96 und der FSV Mainz 05 mussten lange um ihr Weiterkommen zittern. Hertha gewann beim aufopfernd kämpfenden Regionalligisten VfR Neumünster erst in Nachspielzeit der Verlängerung mit 3:2 (2:2, 2:1). Für die Entscheidung sorgte Sami Allagui (120.+1) mit einem Foulelfmeter.

Hannover hatte beim Regionalligisten SC Victoria Hamburg seine Mühe und wurde beim 2:0 (0:0) erst durch Treffer von Artur Sobiech (69.) und Szabolcs Huszti (90.+3) erlöst.

Am Samstag schrammte der SC Freiburg beim Regionalligisten TSG Neustrelitz an einer Blamage vorbei und siegte dank eines Doppelpacks von Neuzugang Hendrick Zuck erst nach Verlängerung mit 2:0 (0:0). Trainer Christian Streich musste danach sogar ehrlich eingestehen: „Neustrelitz war heute besser.“ Auch der FSV Mainz 05 hatte beim Viertligisten Fortuna Köln große Probleme, ein spätes Tor (87.) des eingewechselten Eric Maxim Choupo-Moting sicherte den, für Coach Thomas Tuchel „dreckigen und schmutzigen“, 2:1 (1: 1)-Sieg.

Vorjahresfinalist VfB Stuttgart siegte dank eines Doppelpacks von Vedad Ibisevic (40. und 76./Foulelfmeter) mit 2:0 (1:0) bei Fünftligist BFC Dynamo Berlin. Der Hamburger SV gewann am Ende locker beim Fünftligisten Schott Jena mit 4:0 (0:0).

Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen setzte sich beim Regionalliga-Aufsteiger SV Lippstadt 6:1 (3:1) durch, Zehn-Millionen-Neuzugang Heung-Min Son erzielte nach der Pause sein erstes Pflichtspieltor für die Rheinländer. Eine starke zweite Hälfte bescherte 1899 Hoffenheim einen 9:0 (0:0)-Erfolg beim fünftklassigen Amateur-Klub SG Aumund-Vegesack und verhinderte nach dem 0:4 beim Viertligisten Berliner AK im vergangenen Jahr eine weitere Blamage. Standesgemäß setzte sich auch der VfL Wolfsburg mit 3:1 (1:0) beim Zweitliga-Aufsteiger Karlsruher SC durch.

Borussia Dortmund reichte ein glanzloses 3:0 (0:0)-Sieg beim Regionalligisten SV Wilhelmshaven zum Weiterkommen. Trotz der 71 Minuten Wartezeit auf den ersten Treffer bewahrte Coach Jürgen Klopp die Ruhe: „Ich habe mir nie große Sorgen gemacht.“ Wichtigste Erkenntnis des BVB war wohl, dass der immer noch abwanderungswillige Torjäger Robert Lewandowski trotz seiner Unzufriedenheit trifft, der Pole setzte den Schlusspunkt. Eintracht Frankfurt gewann beim Regionalligisten SV Illertissen 2:0 (1:0).

Bereits am Freitag war der FC Augsburg als erster Bundesligist in die zweite Runde eingezogen. Gegen den hochambitionierten Drittligisten RB Leipzig gewann das Team von Trainer Markus Weinzierl souverän 2:0 (1:0).

Zweitligist Fortuna Düsseldorf unterlag bei Viertligist SC Wiedenbrück mit 0:1 (0:0), Liga-Konkurrent FC St. Pauli zog beim Drittligisten Preußen Münster mit 0:1 (0:1) den Kürzeren. Drittligist VfL Osnabrück sorgte derweil am Freitag für die erste kleine Überraschung der Pokal-Saison: Die Niedersachsen setzten sich gegen das klassenhöhere Erzgebirge Aue 3:0 (2:0) durch. Der 1. FC Kaiserslautern hatte dagegen mit dem Sechstligisten Neckarsulmer Sport-Union beim 7:0 (2:0) nur wenig Mühe, Liga-Rivale Energie Cottbus musste beim 1:0 (0:0) beim Regionalligisten 1. FC Magdeburg lange zittern. Der VfL Bochum gewann 3:1 (2:0) beim Oberligisten Bahlinger SC, auch der FC Ingolstadt nach einem 4:1 (2:0) bei den Sportfreunden Baumberg aus der Oberliga und Bundsliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth nach einem 2:0 (1:0) bei der TSG Pfeddersheim stehen in der zweiten Runde.

Der 1. FC Köln mühte sich beim 2:0 (0:0) beim Viertligisten Eintracht Trier ebenso wie der VfR Aalen beim 2:0 (0:0) über den bayrischen Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim lange. 1860 München musste am Freitag beim Drittligisten 1. FC Heidenheim sogar ins Elfmeterschießen, in dem Keeper Gabor Kiraly mit zwei gehaltenen Strafstößen ein 4:3 (1:1, 1:1, 0:0) rettete.

SID

DFB-Pokal-Sensationen seit 1990

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