Aus im Pokal

Leverkusen blamiert sich gegen Kaiserslautern

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Die Lauterer Chris Löwe (l-r), Torschütze Ruben Yttergard Jenssen, Markus Karl und Enis Alushi feiern das 1:0 gegen Leverkusen.

Leverkusen - Nach einer peinlichen DFB-Pokal-Pleite gegen Kaiserslautern ist für Bayer Leverkusen der Tanz auf drei Hochzeiten in dieser Saison vorzeitig beendet.

Der Tabellenzweite der Bundesliga musste sich im Viertelfinale gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Kaiserslautern im heimischen Stadion mit 0:1 (0:0) nach Verlängerung geschlagen geben und kann sich nun auf die Meisterschaft und die Champions League konzentrieren.

Die Lauterer, die durchaus verdient zum zehnten Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals einzogen, dürfen hingegen weiter von der Bundesliga-Rückkehr und ihrem dritten Cup-Erfolg nach 1990 und 1996 träumen.

Den Siegtreffer für die Pfälzer, die letztmals 2003 in der Runde der letzten Vier gestanden haben, erzielte Ruben Jenssen in der 114. Minute. Zuvor hatte der eingewechselte Lauterer Mahamadou Idrissou mit einem Foulelfmeter (98.) das Tor verfehlt. Der Erfolg beschert dem letzten verbliebenen Zweitligisten im Pokalwettbewerb zudem rund zwei Millionen Euro in die Kasse.

„Das ist bitter. Der FCK hat zu recht gewonnen. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wer so spielt hat es nicht verdient weiterzukommen. Wir müssen erkennen, dass es mit 90 Prozent nicht geht. Laufbereitsschaft und Kampfbereitschaft stimmten nicht. Jetzt müssen wir am Samstag gegen Schalke 04 Reaktion zeigen“, sagte Bayer-Kapitän Simion Rolfes.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Vor 25.244 Zuschauern war nur selten ein Klassenunterschied auszumachen. Die Pfälzer spielten vom Start weg mutig nach vorne und stellten den Champions-League-Achtelfinalisten vor große Probleme, wenngleich echte Torchancen Mangelware blieben.

Leverkusen agierte seinerseits vor der Pause ziemlich ideenlos und konnte sich gegen den Tabellendritten des Unterhauses vor dem Seitenwechsel lediglich eine gute Möglichkeit erspielen.

Nach Vorarbeit von Kapitän Simon Rolfes scheiterte Eren Derdyiok in der 14. Minute am glänzend reagierenden FCK-Schlussmann Tobias Sippel. Derdiyok musste anschließend in der 34. Minute wegen einer Knieblessur frühzeitig ausscheiden und wurde durch Stefan Kießling ersetzt. Der Bundesliga-Torschützenkönig sollte eigentlich für das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstagabend gegen Schalke 04 geschont werden.

Mit Kießling wurde es aber auch nicht besser, da er ebenso wie zuvor Derdiyok kaum verwertbare Anspiele erhielt. Weder der schwache Nationalspieler Sidney Sam noch Heung Min Son konnten sich im offensiven Mittelfeld in Szene setzen.

Gute Defensive der Pfälzer

Auch im zweiten Durchgang bissen sich die Hausherren immer wieder an der guten Defensive der Pfälzer fest, die sich ihrerseits auf Konter verlegten. Bis auf zwei harmlose Schüsse des quirligen Alexander Ring (52.) brachte der zweimalige Pokalsieger aber auch nichts Nennenswertes in der Offensive zustande.

Das Bild änderte sich auch in der Verlängerung nicht. Leverkusen wirkte im Angriff unkonzentriert und fand kaum Lücken in der Defenive der Gäste. Einen Blackout der Leverkusener nutzte schließlich Jenssen umso konsequenter zum 1:0 für die Roten Teufel.

Ein ordentliches Debüt bei den Gastgebern feierte auf der linken Seite der Viererkette der Mexikaner Andres Guardado, der in der Winterpause vom FC Valencia gekommen war. Ebenso wie der Neuzugang absolvierte bei Bayer auch einmal mehr Ömer Toprak eine gute Partie. Beim FCK verdienten sich Chris Löwe und Ring die Bestnoten.

Von Jürgen Zelustek und Ralph Durry

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