Nach Absagen-Flut

Löw mit Kader-Sorgen: Weiterer Ausfall - Zwei Neue in der Startelf

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Deutsche Fußball-Nationalmannschaft

Vor den Länderspielen sorgt eine Absagen-Flut für Kader-Probleme bei Jogi Löw. Der Bundestrainer erklärt nun wie er das Spiel gegen Argentinien angehen will. Die PK im Live-Ticker.

16.01 Uhr: Mittlerweile sind auch die Nachnominierten Sebastian Rudy und Robin Koch in Dortmund bei der Mannschaft angekommen. Das Abschlusstraining für das Spiel gegen Argentinien ist für 17.30 Uhr geplant. 

13.32 Uhr: So das war es mit der PK vor dem DFB-Spiel gegen Argentinien. Um 17.30 Uhr steht für die Mannschaft das Abschlusstraining an. Danach will Jogi Löw über die Aufstellung entscheiden.

Für das Spiel gegen Argentinien (am Mittwoch im TV) nannte Bundestrainer Jogi Löw schon einmal zwei Entscheidungen: Die beiden DFB-Neulinge Niklas Stark und Luca Waldtschmidt werden am Mittwoch in der Startelf stehen. Daneben fällt Jonathan Tah wegen einer Grippe ebenfalls aus. Darüber hinaus ist auch Timo Werner gegen die Gauchos nicht einsatzbereit. Er könnte aber gegen Estland wieder eine Option werden. Im Torwart-Streit sucht Manuel Neuer eine Aussprache, allerdings hält Marc-Andre Ter Stegen offenbar nicht viel davon. Von der Partie Deutschland gegen Argentinien berichten wir am Mittwoch im Live-Ticker.

DFB-PK im Live-Ticker: Jogi Löw über Kader-Probleme - weiterer Ausfall

Jogi Löw über...

eine mögliche Rolle Bastian Schweinsteigers, der sein Karriereende bekannt gab, im Trainer-Team: „Jeder hat ein Bild von ihm im Kopf: Blutübersträmt im Maracana, er steht immer wieder auf und gibt alles. Den Siegeswillen von ihm konnte man immer spüren. Er war ein großer Spieler und auch eine große Persönlichkeit. Für ihn haben wir immer einen Platz bei uns.“

...den Torwart-Streit: Mit den Torhütern habe ich nicht gesprochen. Werde ich auch nicht machen vor dem Spiel gegen Argentinien. Da sehe ich aber keine Notwendigkeit - wir haben gerade alle Hände voll zu tun. Danach werden ich oder Andi sicherlich etwas sagen. Aber ich sehe da allgemein keine Notwendigkeit. Ich sehe bei beiden über Jahre ein sehr gutes Verhältnis.

Für mich ist das gerade das allerkleinste Problem. Selbst dahinter haben wir mit Leno, Trapp und Nübel eine sehr gute Situation. Dass der Marc mit der Situation manchmal nicht gut umgehen kann, ist klar. Er spielt bei Barcelona auf höchstem Niveau. Ich habe schon zuvor gesagt: Der Marc wird seine Spiele bekommen. Im Juni war es geplant, er war verletzt und kam nicht. Im September habe ich es vom Training abhängig gemacht. Jeder weiß, er hat in Dortmund ein klasse Spiel gemacht hat und er wird seine Einsätze bekommen.

Manuel Neuer hatte sich bisher stets bewährt. So war er auch Torwart des WM-Finales 2014 als Deutschland mit einem 1:0 durch Mario Götze zum Weltmeister wurde. Seither hat sich allerdings einiges verändert im DFB-Kader um Joachim Löw. Wer von den WM-Helden von 2014 auch heute Abend noch beim Spiel Deutschland-Argentinien spielen darf, lesen sie bei tz.de.* 

...weitere neue Turniere: „Weitere Wettbewerbe einzuführen macht für mich wenig Sinn. Ich denke auch weniger an die Nations League. Aber wenn ich höre, dass Wettbewerbe, wie eine Klub-WM aufgebauscht wird finde ich es für die Spieler nicht förderlich.

Die Spieler sind absolut am Limit angelangt. Wir wollen diese Spieler über eine längere Zeit sehen und nicht verschleißen. Da mache ich mir so ein bisschen Sorgen.

...wer führt die Mannschaft: „ter Stegen natürlich, auch Niklas Süle übernimmt Verantwortung. Natürlich auch Joshua Kimmich, der schon durch seine Körpersprache auf dem Platz immer shcon voran geht. Die Spieler sind jetzt natürlich besonders gefragt.“

DFB-PK im Live-Ticker: Zwei Neulinge dürfen von Anfang an ran

...Tah fällt aus - schlägt Niklas Starks Stunde?: „Seine Stunde schlägt morgen. Das auf jeden Fall. Das hatte ich aber auch schon länger geplant, weil er eine stabile und sehr solide Leistung gezeigt hat. Er ist ein Spieler, der auch schon in jungen Jahren sehr viel organisiert und spricht. Das gefällt mir. Er wird morgen auf jeden Fall spielen. Ich plane auch Luca Waldschmidt von Anfang an ein. Ansonsten muss ich auch das Abschlusstraining abwarten. Heute gibt es das erste gemeinsame Training und dann muss ich mich danach noch mit meinen Trainern zusammensetzen und beraten.“

...die Erfahrungen gegen Argentinien: „Was die Turniere betrifft habe ich sehr gute Erinnerungen an Argentinien. Wir haben die letzten Jahre eigentlich alle Spiele gewonnen - was die Turniere betrifft.

DFB-PK im Live-Ticker: Löw über Kader-Sorgen und junge Spieler

...den Umbruch und die Zielsetzung: „Wir haben einen Umbruch eingeleitet und mein Entschluss im März war, dass man die Mannschaft sich in diesen Spielen einspielen zu lassen. Wir haben wahnsinnig wenig Möglichkeiten zu trainieren. Manchmal bleiben Dinge, wie etwa Standardsituationen manchmal auf der Strecke. Jetzt haben wir Spieler, die relativ, manche ganz neu sind. Das macht die Sache im Hinblick auf 2020 schon schwieriger. Wir wollten 2019 nutzen, um uns einzuspielen. Das werden wir jetzt nicht können. Von daher müssen wir sehen, dass wir das im Frühjahr noch hinbekommen. Da kann man sicher noch vieles tun, aber optimal ist es natürlich nicht gelaufen. Nach der Sommerpause gab es schon einen Bruch und so viele Absagen hat es glaube ich noch nie gegeben.“

...warum Rudy nachnominiert wurde: „Er hat gute Spiele gemacht und: Er kennt unsere Abläufe schon. Da war es mir wichtig, wenn wir zwei nachnominieren und ohnehin eine sehr junge Mannschaft hat, dass man dann einen erfahrenen Spieler, wie Rudy hat, der die Abläufe kennt und sofort mithelfen kann.

...zur angespannten Personal-Situation: „Die personelle Situation stellt sich folgendermaßen dar. Koch und Rudy sind nachnominiert und kommen heute Nachmittag. Timo Werners Erkältung ist etwas abgeklungen und er wird morgen zu uns kommen. Für morgen fällt er aus. Wir planen mit ihm ab Donnerstag.

Ebenfalls fehlen wird und Jonathan Tha. Er hat auch eine Erkältung mitgebracht und das ist über Nacht schlimmer geworden. Er wird morgen auch nicht spielen.

Reus ist ebenfalls angeschlagen. Er hat ein bissschen Knie-Probleme. Nichts bedenkliches. Er wird heute das Abschlusstraining mit machen. Dann wird man sehen, ob es Sinn macht ihn mogen einzustzen.

Es sind schon sehr viele Ausfälle. Von daher wird es schwierig ganz große Erwartungen an die Mannschaft zu haben in Sachen Eingespieltheit. Was man erwarten kann ist, dass sie seriös und mit viel Einsatz zu Werke geht.“

13.07 Uhr: So die Fragen an Brandt sind durch - jetzt kommt Jogi Löw zum Rednerpult.

DFB-PK im Live-Ticker: Julian Brandt mit diesem Spieler hat er „blindes Verständnis“

Julian Brandt (dar)über...

...Kai Havertz: „Kai ist ein Spieler, der immer spielen möchte. Natürlich ist es etwas anders, weil wir nicht mehr miteinander trainieren und uns täglich sehen. Wenn man dann wieder auf dem Platz steht, sieht man doch, dass noch vieles funktioniert. Es gibt schon ein blindes Verständnis.“

...was man gegen Argentinien erwarten kann: „Die Situation jetzt ist eine, die ich auch noch nicht so hatte. Für den Trainer ist es auch nicht einfach. Wenn man viele Absagen hat, muss man immer sehen, wie man es auf die schnelle hinkriegt eine Mannschaft zu haben, die kompakt spielt. Was man erwarten kann ist Einsatz. Dass aber nicht alles klappen wird, ist klar. Es werden Fehler passieren, das muss man der Mannschaft zugestehen.“

... zur Situation beim BVB und der DFB-Auszeit vom Bundesliga-Stress: „Situation in Dortmund ist natürlich etwas angespannt. Man ist nicht richtig glücklich. Es ist jetzt aber auch nicht alles besch***. Man sollte nicht anfangen den Kopf hängen zu lassen. Natürlich ist es schön, wenn du mittendrin mal einen Tapetenwechsel hast und zur Nationalmannschaft kommst. Und solche Spiele, wie jetzt, kann es für mich und Marco auch ein gutes Zeichen sein und wir den Schwung dann mit nach Dortmund nehmen können.“

...zum Spiel gegen Argentinien un die Erinnerung an das WM-Finale: „Als der Schlusspfiff kam, war kompletter Ausnahmezustand. Ich habe in Köln gewohnt. Immer wenn ich Argentinien höre, muss ihc immer an diesen Tag denken.“

13 Uhr: Es geht gleich weiter mit Julian Brandt.

DFB-Pressekonferenz im Live-Ticker: ter Stegen zum Torhüter-Streit mit Manuel Neuer

ter Stegen in der Pk...

...Sieht er eine reelle Chance Nummer eins zu werden? „Der Bundestrainer hat seine Aussage getätigt. Ich will jetzt mit Leistung punkten. Über die Spiele im Klub und in der Nationalmannschaft möchte ich mich zeigen und ihm die Entscheidung so schwer wie möglich machen. Ab dem Moment bin ich nicht mehr der, der entscheidet. Es ist schon so, das Manu einen Vorteil hat. Das Einzige was ich machen kann, ist mein Bestes zu geben. Ich möchte mich bestmöglich vorbereiten und im Fall der Fälle möchte ich immer da sein und zur Stelle sein.“

...Stellt er sich darauf ein Nummer zwei zu sein? „Jeder möchte um seinen Platz kämpfen und sein persönliches Ziel erreiche. Das Wichtige ist, dass man sich dabei auf die Leistung beschränkt - Alles zu geben, um die Nummer 1 zu sein - das ist mein persönliches Ziel. Aber über allem steht das gemeinsame Ziel und das ist ein erfolgreiches Turnier zu spielen.“

„Keiner weiß was in einem dreiviertel Jahr passiert oder in drei Jahren - wie dann auch der Gesundheitszustand von Spielern ist.Aber so weit nach vorne sehe ich nicht. Ich mache mir Gedanken, um die nahe Zukunft.“

DFB-PK im Live-Ticker: ter Stegen zum Torhüter-Streit und Bayern-Attacken: „Ein Wort zu viel“

...Über die Attacke der Bayern-Bosse aus München: „Ich mache mir da nicht viele Gedanken darüber. Ich habe gut daran getan mich die letzten Wochen auf den Fußball zu konzentrieren. Alles was danach gesagt wurde, war glaube ich ein Wort zu viel. Wir sind im Profisport - jeder möchte spielen und sein Bestes geben. Die Konkurrenz-Situation ist normal. Ich konzentriere mich auf meine Leistung.“

...über die Stabilität trotz Ausfällen: „Das hat ja jetzt wneiger mit dem Umbruch allgemein zu tun. Morgen wird es eine Konstellation sein, die so noch nicht über 90 Minuten zusammengespielt haben. Trotzdem wird jeder sein Bestes geben.

...zusätzlichen Druck weil er nach dem Torwart-Streit nun im Kasten steht: „Nein ich fühle mich nicht mehr unter Druck gesetzt. Das ist ein Spiel in dem ich mein bestes geben werde - wie sonst auch. Ich glaube, dass wir trotz der Ausfälle viel Qualität haben, die wir auf den Platz bringen werden. Für jeden ist es eine Möglichkeit, jeder möchte sich präsentieren. So ist das auch bei mir.“

zum Verhältnis zu Manuel Neuer: „Wir sind absolut professionell mit der Situation. Klar, jeder möchte seinen Platz in der Nationalmannschaft haben und geben unser Bestes.Wir haben ein gutes Verhältnis. Wir haben keine großartigen Ausfälle. Wir werden uns unterstützen, egal in welcher Situation.“

zu einer Aussprache mit Manuel Neuer: „Wir sprechen jeden Tag und haben ein gutes, professionelles Verhältnis. Es gibt jetzt keine große Notwendigkeit da nochmal zu reden.“

12.46 Uhr: ter Stegen zu den Länderspielen allgemein: „Ich bin mit dem Gefühl hierher gekommen einen Punkt gewonnen zu haben. Wir sind vor Kurzem hier gewesen, hatten jetzt noch nicht viel Zeit uns vorzubereiten. Aber ich freue mich auf die Länderspiel-Reise.“

12.45 Uhr: So jetzt geht es los. Grund für die Verspätung offiziell eine Besprechung im Hotel. Der erste Gast am Rednerpult ist Marc-André ter Stegen.

12.38 Uhr: Noch ist niemand da bei der Pressekonferenz. Wir warten geduldig und sind auch gespannt, was ter Stegen zu sagen hat. Er wird gegen Argentinien im Tor stehen, während er gegen Estland erneut auf der Bank Platz nehmen muss.

12.33 Uhr: Bundestrainer Jogi Löw gibt gleich eine Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Argentinien. Mit dabei sein werden auch Julian Brandt und Marc-André ter Stegen. Gleich geht es los.

DFB mit Kader-Sorgen: Jogi Löw gibt Antworten - die Pressekonferenz im Live-Ticker

Update vom 8. Oktober, 11.48 Uhr: Bundestrainer Jogi Löw muss mit einer echten Flut an Absagen vor dem Testspiel gegen Argentinien und dem Quali-Spiel gegen Estland klar kommen. Wie er gegen die Gauchos auf die Ausfälle reagieren will, erklärt der Bundestrainer am Dienstag ab 12.30 Uhr in einer Presskonferenz. Wir begleiten diese hier im Live-Ticker.

Mit dabei sein werden auch Julian Brandt und Marc-André ter Stegen. Der Barca-Keeper wird gegen Argentinien im Tor stehen.

Insgesamt zwölf etablierte DFB-Kicker fehlen Jogi Löw aktuell. Übrig bleibt nun diese Nationalmannschatfsauswahl:

Tor

Manuel Neuer (Bayern München), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (FC Arsenal)

Abwehr

Robin Koch (SC Freiburg), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfed/Angriff

Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Juventus Turin), Serge Gnabry (Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Sebastian Rudy (TSG Hoffenheim), Suat Serdar (FC Schalke 04), Marco Reus (Borussia Dortmund), Luca Waldschmidt (SC Freiburg), Timo Werner (RB Leipzig)

Sorgen um DFB-Kader - Bierhoff hat anderen Blickwinkel: „DAS wird uns jetzt nicht passieren“

Update vom 8. Oktober, 10.29 Uhr: DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht in der Verletzungsmisere bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft eine Chance. "Wir vertrauen den Spielern, die noch verfügbar sind. Man hat dadurch auch die Möglichkeit, mal den einen oder anderen Spieler über 90 Minuten zu testen und ihm eine Plattform zu geben", sagte Bierhoff in der TV-Sendung "100 Prozent Fußball" bei Nitro.

Das Duell mit Argentinien am Mittwoch in Dortmund sei gerade für die jungen Spieler eine "Messlatte, um zu wissen, wo man international steht", ergänzte er: "Häufig ist es ja so, dass immer fünf, sechs Spieler ein bisschen enttäuscht abreisen. Das wird uns jetzt nicht passieren."

"Natürlich bereitet das ein bisschen Sorgen, dass für den Neuaufbau der Mannschaft die Zeit nicht da ist, alles einzustudieren, zusammen zu wachsen und Zeit hier miteinander zu verbringen", sagte Bierhoff. Alle Dazugeholten seien aber Topspieler.

Trotz der Probleme will die DFB-Elf den Klassiker gegen Argentinien laut Bierhoff "positiv gestalten". Vier Tage später in der EM-Qualifikation in Tallinn gegen Estland sei für den Tabellenführer der Gruppe C ein Sieg Pflicht: "Es soll nicht abgehoben oder hochnäsig klingen, aber zu gewinnen ist natürlich der Anspruch."

DFB-Kader: Die Ausfälle und Löws Nachnominierungen

Bundestrainer Joachim Löw musste bereits im Vorfeld auf zehn Nationalspieler um die Topstars Toni Kroos und Leroy Sane verzichten. Zudem fällt Timo Werner (Grippe) aus, der Einsatz von Ilkay Gündogan (muskuläre Probleme) ist unwahrscheinlich. Nach Nadiem Amiri (Leverkusen) nominierte Löw daher in Suat Serdar (Schalke) und Robin Koch (Freiburg) zwei weitere Neulinge nach. Auch Sebastian Rudy (Hoffenheim) wurde dazugeholt. Im 21-köpfigen Kader stehen mit Luca Waldschmidt (Freiburg) und Niklas Stark (Hertha) zwei weitere Akteure, die noch kein Länderspiel bestritten haben.

Löw überrascht bei Nachnominierung: Ein Debütant gegen die Absagen-Flut

Update vom 7. Oktober, 17.19 Uhr: Der DFB hat zwei Spieler für die kommenden Länderspiele gegen Argentinien und Estland nachnominiert: Sebastian Rudy (29, 27 Länderspiele) von der TSG 1899 Hoffenheim und Robin Koch (23, kein Länderspiel) vom SC Freiburg. Ob der grippegeplagte Timo Werner noch zur Mannschaft stoßen wird, ist laut der Mitteilung des DFB noch offen. Aktuell umfasst der Kader 21 Spieler.

Abwehrspieler Koch wurde von Löw erstmals nominiert. Der 23-Jährige vom SC Freiburg hat bisher fünf Einsätze für die U21 absolviert. Der Sohn des ehemaligen Kaiserslautern-Profis Harry Koch gehörte zum Team, das im Sommer bei der Europameisterschaft Platz zwei belegt hatte. Für Rudy ist es eine Rückkehr. Der 29 Jahre Mittelfeldspieler absolvierte bisher 27 Länderspiele und zählte zuletzt im November 2018 zum DFB-Aufgebot.

Zuvor hatte Löw bereits den 22-jährigen Suat Serdar von Schalke 04 nachnominiert. Zu den Ausfällen gehören unter anderen der Gladbacher Matthias Ginter und Toni Kroos von Real Madrid.

Update vom 7. Oktober, 13.16 Uhr: Bundestrainer Joachim Löw wird auf die weiter verschärften Personalprobleme der deutschen Fußball-Nationalmannschaft reagieren und seinen Kader erneut ergänzen. "Ich war Sonntag nur am Telefon und habe schlechte Nachrichten bekommen. Deshalb müssen wir wahrscheinlich nachnominieren, das wird nicht ausbleiben", sagte Löw bei der Ankunft in Dortmund, wo die DFB-Auswahl am Mittwoch auf Argentinien trifft.

Mit Timo Werner und Ilkay Gündogan sind zumindest für die erste Begegnung zwei weitere Spieler fraglich. "Timo Werner hat einen grippalen Infekt, da ist auch nicht sicher, ob er Montag oder Dienstag trainieren kann", sagte Löw. Gündogan kam zwar ebenfalls am Montag an, hat aber laut Löw "eine leichte muskuläre Verletzung".

Zuvor hatte der Bundestrainer bereits zehn Absagen kassiert, unter anderem fehlen ihm Leroy Sane und Toni Kroos verletzt. "Ich finde es sehr schade, weil unsere junge Mannschaft, wenn sie sich entwickeln will, eingespielt sein muss", sagte Löw zu den vielen Ausfällen: "Das tut uns weh. Das ist ungewöhnlich hart für uns, wir müssen von vorne beginnen. Das sind nicht die besten Voraussetzungen. Aber ich möchte nicht lamentieren, das ist auch eine Chance für andere, junge Spieler."

Zuletzt verletzte sich auch Abwehrspieler Matthias Ginter. Doch ein

Hummels-Comeback hat Löw nich tim Kopf.

DFB-Kader: Nächste Schock-Diagnose - auch Ginter fehlt Jogi Löw

Update vom 7. Oktober, 12.44 Uhr: Wegen einer Schulterluxation mit Kapselbandverletzung konnte wie erwartet auch Matthias Ginter nicht zum Treffpunkt der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Dortmund reisen. Eine MRT-Untersuchung am Montag bestätigte den Verdacht auf eine schwerere Verletzung, wie Borussia Mönchengladbach mitteilte. Wegen der Ausrenkung des Schultergelenks muss Ginter länger pausieren. Der Abwehrspieler war am Sonntagabend beim 5:1-Sieg der Gladbacher gegen den FC Augsburg in der 81. Minute unglücklich auf der Schulter gelandet.

Für Bundestrainer Joachim Löw ist es bereits der zehnte Ausfall für das Testspiel am Mittwoch in Dortmund gegen Argentinien und das EM-Qualifikationsspiel vier Tage später in Tallinn gegen Estland.

Verpasster Anruf: So kurios lief die DFB-Nominierung von Serdar und Amiri

Update vom 7. Oktober, 11.36 Uhr: Der Kader der Nationalmannschaft für die beiden Spiele gegen Argentinien und Estland steht. Etwas kurios verlief dabei die Nominierung der beiden DFB-Debütanten Nadiem Amiri und Suat Serdar ab. Bundestrainer Jogi Löw hatte die beiden offenbar per Telefon nicht erreicht und musste dadurch auf einen Rückruf warten. 

Der Schalker Serdar sagte zum SID: „Ich hatte einen verpassten Anruf, weil ich noch beim Training war, beim Auslaufen. Dann habe ich zurückgerufen, Jogi war dran und hat mir die glückliche Nachricht überbracht.“ Der Freude über die Nachricht war dadurch aber ungetrübt: „Das war unbeschreiblich, das kann man gar nicht gleich realisieren“, so Serdar.

Und auch bei Leverkusens Amiri rief nicht Jogi Löw an, sondern zunächst sein Assistent Marcus Sorg: „Er hat gesagt, ich soll mal den Bundestrainer anrufen, weil der meine Telefonnummer nicht hat“, so Amiri. Da stellt sich nur die Frage, warum Sorg die Nummer hatte und sie nicht einfach an Löw weitergab.

DFB-Kader: Weiterer Spieler muss absagen - Bundestrainer nominiert zweiten Debütanten

Update vom 6. Oktober, 14.50 Uhr: Die Liste der Verletzten DFB-Spieler wird noch länger. Nachdem sich am Sonntagsvormittag Jonas Hector für die kommenden beiden Spiele der Nationalmannschaft Bundestrainer Löw nominierte daraufhin mit Suat Serdar (Schalke 04) einen zweiten Debütanten neben Leverkusens Nadiem Amiri nach. Ihm stehen damit 20 Spieler zur Verfügung.

Kroos musste wegen einer Muskelblessur im linken Oberschenkel passen, die er sich am Samstag beim 4:2 mit Real Madrid gegen den FC Granada zugezogen hatte. 

DFB-Kader: ter Stegen beginnt nächstes Spiel - Neuling Amiri erklärt, wie er von Berufung erfuhr

Update vom 6. Oktober, 12.38 Uhr: Wie erfährt man als Neuling überhaupt davon, dass man ins Nationalteam berufen wird. Nadiem Amiri hat es nun erklärt. „Co-Trainer Marcus Sorg hat sich bei mir gemeldet und gesagt, ich soll mal den Bundestrainer anrufen, weil der meine Telefonnummer nicht hat“, sagte der Spieler von Bayer Leverkusen. „Da habe ich schon ein bisschen Hoffnung gehabt und habe gleich nach dem Training angerufen.“

Mit der ersten Nominierung sei für ihn ein Traum in Erfüllung gegangen. „Ich habe immer darauf gehofft“, sagte der 52-malige Junioren-Nationalspieler am Samstag nach dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig.

Derweil steht fest, dass Bundestrainer Joachim Löw auf weitere Spieler für die Länderspiele verzichten muss. Wegen „neuromuskulärer Probleme“ steht Jonas Hector nicht zur Verfügung. Es ist der achte Ausfall für den Bundestrainer. Möglicherweise kommt mit Toni Kroos ein weiterer Spieler hinzu, auf den Löw verzichten muss. Der Mittelfeldspieler zog sich eine Adduktorenverletzung zu. Ob er zur Verfügung steht, blieb zunächst offen.

DFB-Kader: ter Stegen darf nächstes Spiel beginnen - Überraschender Neuling dabei

Erstmeldung vom 4. Oktober: München - Joachim Löw hat die Hackordnung in der pikanten Torhüterfrage schon bei der Kader-Nominierung für die anstehenden Länderspiele zementiert. Wie der Bundestrainer am Freitag bekannt gab, wird Herausforderer Marc-Andre ter Stegen das deutsche Tor im Testspiel gegen ein geschwächtes Argentinien ohne Weltstar Lionel Messi am 9. Oktober in Dortmund hüten. Kapitän Manuel Neuer darf vier Tage später im wichtigen EM-Qualifikationsspiel in Estland (beide 20.45 Uhr/RTL) ran.

Löw beruft Neuling Nadiem Amiri

"Für die beiden Spiele habe ich gemeinsam mit Andy Köpke entschieden, dass Marc in Dortmund und Manu in Tallinn spielen wird. Das haben wir auch mit beiden Spielern so besprochen", sagte Löw. Er habe "mehrfach betont, dass Manuel Neuer auch mit Blick auf die Europameisterschaft unser Kapitän und somit für uns aktuell auch unsere Nummer eins ist - wenn nichts Außergewöhnliches passiert." Als einziger Neuling steht etwas überraschend der Leverkusener Nadiem Amiri (22) im wegen zahlreicher Ausfälle nur 21 Profis umfassenden Kader. Der frühere Hoffenheimer gehörte zur U21, die im Sommer das EM-Finale erreicht hatte, das sie trotz Amiris Treffer 1:2 gegen Spanien verlor. Amiri habe beim Turnier "und in den Spielen mit seinem Klub gute Leistungen gezeigt und sich eine Berufung verdient", sagte Löw.

Löw muss auf gleich sieben Spieler verzichten

Ter Stegen kam letztmals gegen Serbien (1:1) im März in Wolfsburg zum Einsatz, als er Neuer wie abgesprochen zur Halbzeit ersetzte. Nach dem jüngsten Lehrgang im September mit Spielen gegen die Niederlande (2:4) und in Nordirland (2:0) hatte er seinem Unmut über sein Reservistendasein Luft gemacht. Neuer konterte, und Bayern-Präsident Uli Hoeneß griff den DFB scharf an, drohte sogar mit Boykott.

Löw muss auf gleich sieben Spieler verzichten. Leroy Sane, Antonio Rüdiger, Leon Goretzka, Nico Schulz, Julian Draxler, Thilo Kehrer und Kevin Trapp sind verletzt oder nach Verletzungen noch nicht wieder einsatzfähig. Dennoch hat der Tabellenführer der Gruppe C in Tallinn den nächsten Dreier auf dem Weg zur EM 2020 fest eingeplant. Gegen Argentinien, das ohne seine Top-Stars Messi (gesperrt), Sergio Agüero und Angel di Maria antritt, soll sich Löws verjüngte Elf weiter einspielen. 

Der U21-Nationalspieler Salih Özcan wurde derweil von einem Richter wüst beschimpft, da er nicht zu einer Verhandlung erschienen war. 

Das DFB-Aufgebot für die Länderspiele

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona), Bernd Leno (FC Arsenal)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Marcel Halstenberg (RB Leipzig), Jonas Hector (1. FC Köln), Lukas Klostermann (RB Leipzig), Niklas Stark (Hertha BSC), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld/Angriff: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Juventus Turin), Serge Gnabry (Bayern München), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Joshua Kimmich (Bayern München), Toni Kroos (Real Madrid), Marco Reus (Borussia Dortmund), Luca Waldschmidt (SC Freiburg), Timo Werner (RB Leipzig)

SID/dpa/dg

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