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Torjägerin Celia Sasic beendet ihre Karriere

Celia Sasic beendet ihre Profi-Karriere. Foto: Laura Lewandowski
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Celia Sasic beendet ihre Profi-Karriere. Foto: Laura Lewandowski

Bei der WM in Kanada trumpfte Celia Sasic noch als Torjägerin auf, elf Tage nach dem verlorenen Match um Platz drei kündigte die 27-Jährige ihr Karriereende an. Sie will sich künftig Familie und Beruf widmen.

Frankfurt/Main (dpa) - Familie statt Fußball: Nationalspielerin Celia Sasic hat im Alter von 27 Jahren überraschend ihre Karriere beendet. Sie verkündete ihren Entschluss elf Tage nach der WM in Kanada, bei der sie als beste Torjägerin mit dem «Goldenen Schuh» ausgezeichnet worden war.

«Fußball begleitet mich schon mein ganzes Leben und wird auch immer ein Teil von mir sein. Nichtsdestotrotz habe ich mich nun dazu entschieden, neue Wege zu gehen und meine aktive Laufbahn im Profifußball zu beenden», teilte Sasic, die zuletzt für den 1. FFC Frankfurt spielte, auf ihrer Facebook-Seite mit.

Bereits im Mai hatte Sasic beim Bundesligisten aus Frankfurt ihren Vertrag zum Saisonende gekündigt und unmittelbar vor dem Triumph im Finale der Champions League (2:1 gegen Paris St. Germain) für Spekulationen gesorgt. Ihre Absichten für die Zukunft hat die Schwiegertochter des früheren Zweitliga-Trainers Milan Sasic nun gelüftet: «Ich freue mich jetzt auf eine ganze Menge neuer Dinge, die vor mir liegen. Mein Studium beenden, mich beruflich orientieren, eine Familie gründen und vieles mehr.»

Ihr Verein reagierte darauf mit großem Respekt aber auch viel Wehmut. «Eine außergewöhnliche Frau trifft zu einem außergewöhnlichen Zeitpunkt eine außergewöhnliche Entscheidung», sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. «Man muss erstmal den Mut haben, eine solche Entscheidung zu treffen. Sie hätte schließlich noch viel erreichen können.» Dietrich stand nach eigenen Angaben «bis zuletzt mit ihrem Berater in Kontakt. Wir wussten daher, dass es nur zwei Möglichkeiten für sie gab: Entweder noch ein Jahr beim FFC Frankfurt dranzuhängen oder eben die Karriere zu beenden. Dass sie sich jetzt so entschieden hat, ist schade für den Frauenfußball insgesamt.»

Mit 14 Saisontoren hatte Sasic in ihrer letzten aktiven Spielzeit einen Champions-League-Rekord aufgestellt. Bei der WM in Kanada gelangen der Angreiferin sechs Treffer und eine Torvorlage. Beim WM-Match um Platz drei gegen England (0:1) bestritt sie ihr 111. Länderspiel. Insgesamt kam sie auf 63 Tore im Nationaltrikot. Neben den Europameister-Titeln 2009 und 2013 gewann Sasic, die unter ihrem Mädchennamen Okoyino da Mbabi 2005 ihr Länderspieldebüt absolvierte, mit den DFB-Frauen auch Olympia-Bronze 2008 in Peking.

Für Olympia 2016 in Rio de Janeiro steht Sasic jedoch nicht mehr zur Verfügung. «Ich bedauere die Entscheidung von Celia, kann sie aber auch nachvollziehen, denn Fußball ist nicht alles im Leben, und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man andere Prioritäten setzen muss», sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Mit Sasic hatte Neid schon 2004 die U19-WM in Thailand gewonnen. «Sie war immer ein Vorbild, auf und neben dem Platz. Mit ihr haben wir wichtige Spiele gewonnen, sie hat Verantwortung übernommen und ihre Rolle als Führungsfigur optimal ausgefüllt», meinte die Trainerin.

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