Nach EU-Urteil

Barca und Real: Nun doch keine Steuernachzahlung in Millionenhöhe

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Der FC Barcelona und Real Madrid können isch freuen: Ihnen bleibt eine Steuernachzahlung vorerst erspart.

Den spanischen Fußball-Renommierklubs FC Barcelona und Real Madrid bleibt eine Steuernachzahlung in Millionenhöhe nach einem Urteil eines EU-Gerichts erspart.

Ein EU-Gericht erklärte am Dienstag einen Beschluss der EU-Kommission für nichtig, wonach Barca und Real aufgrund einer besonderen Steuerregelung von einer "staatlichen Beihilfe" profitiert hätten. Betroffen sind auch Athletic Bilbao und CA Osasuna.

Nach einem spanischen Gesetz von 1990 waren alle spanischen Profisportvereine gezwungen, sich in Sport-Aktiengesellschaften umzuwandeln, um ein verantwortungsvolleres Management ihrer Tätigkeit zu fördern. Eine Ausnahme war allerdings für Vereine vorgesehen, die in den Steuerjahren vor der Verabschiedung des Gesetzes einen Überschuss erwirtschaftet hatten. Sie konnten bis zum Jahr 2016 einen niedrigeren Einkommenssteuersatz beanspruchen.

Im Juli 2016 hatte die EU-Kommission dies als rechtswidrige staatliche Beihilfe eingestuft. "Die vier Vereine haben in den vergangenen Jahren ohne jegliche Rechtfertigung von dem geringeren Steuersatz profitiert", lautete damals das Argument. Laut EU-Gericht habe die Kommission "bei ihrer Einschätzung und Bewertung aber Fehler" gemacht.

Der ehemalige Real-Star Cristiano Ronaldo kam dagegen weniger glimpflich davon. Er akzeptierte eine teure Steuernachzahlung und eine Bewährungsstrafe.

Barca und Real haben damit eine Sorge weniger und können sich komplett auf die beiden anstehenden Clasicos freuen.

SID

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