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Auslosung und FIFA-Kandidatensuche: So geht es weiter

Auf dem sportpolitischen Parkett bleibt es bis zur Wahl eines neuen FIFA-Präsidenten spannend. Foto: Ennio Leanza
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Auf dem sportpolitischen Parkett bleibt es bis zur Wahl eines neuen FIFA-Präsidenten spannend. Foto: Ennio Leanza

Es geht spannend weiter im Weltfußball. Bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen treffen die wichtigsten Funktionäre aufeinander. Zudem werden Kandidaten für das Amt des FIFA-Chefs gesucht - auch mit möglichen Konsequenzen für den deutschen Fußball.

Zürich (dpa) - Keine Woche nach der Festlegung des Wahltermins für den neuen FIFA-Präsidenten steht die nächste wichtige Veranstaltung im Weltfußball an. Am Samstag werden in St. Petersburg die Qualifikationsgruppen für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland ausgelost.

Doch auch auf sportpolitischem Parkett bleibt es bis zur Kür des Nachfolgers von Joseph Blatter am 26. Februar spannend. Eine Übersicht der bedeutendsten Themen in den kommenden Monaten für den Weltverband FIFA, die Europäische Fußball-Union UEFA und den Deutschen Fußball-Bund DFB:

LOSE: Nicht mal im ureigenen Hauptquartier ist Blatter vor Kritikern sicher. Bei der Pressekonferenz nach der wegweisenden Exko-Sitzung bewarf ein britischer Komiker den 79 Jahren alten Schweizer symbolträchtig mit Geldscheinen. Trips nach Kanada, Neuseeland oder nun auch zur anstehenden IOC-Session in Malaysia unterlässt Blatter, angesichts der juristischen Untersuchungen in mehreren Ländern wolle er «kein Reise-Risiko eingehen», erklärte er jüngst. Am Samstag darf sich Blatter aber willkommen bei Freunden fühlen - bei der Auslosung in St. Petersburg wird er mit offenen Armen empfangen werden.

NACHFOLGER: Dabei wird Blatter auch auf Michel Platini treffen, der UEFA-Präsident ist in dieser Funktion auch Vorsitzender des WM-Organisationskomitee. Der Franzose will in den kommenden Wochen eine Entscheidung fällen, ob er für das Amt des FIFA-Chefs kandidiert. Eine eigene Aussage in Zürich unterließ er nach der Schlappe im Ringen um das Datum des Wahlkongresses. Europa hatte auf eine Kür vor Weihnachten gedrängt. Sein Sprecher Pedro Pinto machte folgende Rechnung auf: Platini müsse abwägen zwischen seiner «Liebe» zur UEFA und dem Ruf der vermeintlich politischeren Aufgabe bei der FIFA - «das muss er jetzt in Betracht ziehen».

NACHFOLGER II: Sollte sich Platini zu einer Bewerbung entschließen, könnte dies auch Konsequenzen für den DFB haben. Selbst wenn Wolfgang Niersbach betonte, sich «sauwohl» als Chef in der Frankfurter Zentrale zu fühlen, schmeichelt ihm die Rolle als möglicher Kronprinz seines Kumpels Platini. Eigene Ambitionen würde der frühere Sportjournalist nicht einfach so verkünden. Beispielsweise beim Treffen der UEFA-Exekutive am 17./18. September in Malta könnte er sich bitten lassen, das Amt offiziell anzustreben.

REFORM: Noch ist einiges unklar bezüglich der nächsten Kommission, die der FIFA den erhofften Befreiungsschlag aus den Negativschlagzeilen um Korruption und Bestechung bringen soll. Die Task Force «Reformen» soll mit jeweils zwei Vertretern der Verbände aus Asien, Afrika, Europa und Nord- und Mittelamerika sowie je einem Repräsentanten aus Südamerika und Ozeanien bestückt werden. Die Besetzung der Stelle der unabhängigen Person an der Spitze ist ebenso noch offen. FIFA-Kritiker bringen den ehemaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen Kofi Annan ins Spiel. «Da sind Namen im Gespräch, da könnte ich Ihnen noch zwei, drei andere sagen», kommentierte Niersbach die Spekulationen. Bis zum nächsten FIFA-Exko-Treffen am 24./25. September sollen erste Ergebnisse der Kommission vorliegen.

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