WM im Zeichen der Wiedergutmachung

Christoph Ullmann
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Christoph Ullmann (r.) beim Spiel gegen Schweden

Berlin - Diesmal soll alles besser werden: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft will bei der WM in Schweden und Finnland nicht noch weiter abstürzen, auch für mehrere Protagonisten geht es um Wiedergutmachung.

Sportlich wie organisatorisch wollen vor allem die Gastgeber in Stockholm und Helsinki beim Wiedersehen nach der WM 2012 einiges draufpacken. Auch die eishockey-verrückten Kanadier müssen sich steigern.


Vor allem aber die vom Olympia-Aus gebeutelte deutsche Auswahl muss dringend mehr zeigen als zuletzt. „Wir werden auf den Punkt da sein, wo wir hinwollen“, verspricht Nationalspieler Christoph Ullmann vor dem Auftaktmatch am Freitag (19.15 Uhr/Sport1) gegen Finnland. Die Truppe von Coach Pat Cortina steht unter Druck: Deutschland kämpft um nicht weniger als den Platz in der Elitegruppe.

„Unser erstes Ziel muss es sein, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben“, unterstrich Verbandschef Uwe Harnos. Auch der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, hat sich von den Viertelfinal-Träumereien der vergangenen Jahre erstmal verabschiedet. „Safety first“, mahnte der frühere Auswahlprofi. Dabei sind erstmals seit der grandiosen Heim-WM 2010 und Platz vier wieder zwei Profis aus der NHL im WM-Kader: Christian Ehrhoff und Marcel Goc sollen die Truppe von allen Abstiegsängsten befreien und vielleicht sogar zu einer Überraschung führen. „Wir wollen die Teams, die unser Level haben, schlagen, und dann schauen wir, was möglich ist“, sagte Stürmer Goc den „Eishockey News“.


Finnland und Russland dürfte er damit nicht gemeint haben - gegen die beiden Top-Teams bestreitet die DEB-Auswahl ihre Auftaktpartien in der Hartwall Arena von Helsinki. Während die Russen voll Vorfreude an den Ort ihres Vorjahrestriumphes zurückkehren, werden die Finnen mit Wut im Bauch an den Start gehen. Die Suomis waren 2012 im Halbfinale an den Russen gescheitert und hatte gegen Tschechien dann sogar die Bronzemedaille verpasst. Auch Co-Gastgeber Schweden ging im Vorjahr leer aus, verpasste gar erstmals seit 2000 das Halbfinale. Ob der „Heimfluch“ auch 2013 anhält? Letztmals hat 1986 eine Mannschaft im eigenen Land den WM-Titel geholt, nämlich die Russen in Moskau.

Auf ein glückliches Abschneiden der heimischen Teams dürften auch die Organisatoren in den beiden Vorrunden-Spielorten Stockholm und Helsinki hoffen - sonst werden die Hallen wieder nicht voll. Ein Fiasko wie 2012, als bei Partien wie Deutschland gegen Italien fast die ganze Arena leer blieb, soll unbedingt vermieden werden. Das neue Organisationskomitee in Stockholm, wo am 18. und 19. Mai die Halbfinals und das Endspiel ausgetragen werden, habe „einen herausragenden Job gemacht“, lobte Weltverbandschef René Fasel jüngst. Wobei es eigentlich nur darum ging, die extrem überteuerten Ticketpreise von 2012, „die viele Fans verschreckt haben“, zu senken - was auch geschehen ist.

In Anbetracht der eher geringeren Star-Dichte ist dieser Schritt wohl noch nötiger gewesen als ursprünglich gedacht. Wegen der später als sonst beginnenden Playoffs in der nordamerikanischen NHL werden viele Kufen-Hochkaräter der WM fernbleiben - etwa die letztjährigen Gold-Garanten Jewgeni Malkin, Pawel Dazjuk und Alexander Owetschkin aus Russland. Auch die Schweden müssen vermutlich auf Leistungsträger wie Superstar Henrik Zetterberg verzichten, dem letztjährigen Überraschungsteam aus der Slowakei wird Kapitän Zdeno Chara fehlen.

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Immerhin: Team Kanada reist ausschließlich mit Profis aus der besten Liga der Welt nach Skandinavien. Solch eine NHL-Dichte hat den Nordamerikanern 2012 aber auch nichts genutzt: Der 24-malige Weltmeister schied im Viertelfinale aus. Auf Überraschungen darf man sich auch dieses Mal gefasst machen. Vielleicht sind es die Deutschen, die positiv auffallen. Dann wären die Blamagen bei der WM 2012 und der Olympia-Qualifikation 2013 immerhin etwas vergessen.

dpa

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