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Der wichtigste Sieg gegen Landshut

OVB
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Gerhard Baldauf (links) erzielte heute vor 30 Jahren in Landshut das entscheidende Tor zum 4:3-Sieg. Fünf Tage später durfte er die Meisterschale in der Hand halten. Rechts Toni Maidl.

Rosenheim - Einen besseren Termin für das heutige Derby zwischen den Starbulls Rosenheim und dem EV Landshut hätte der Spielplangestalter der 2. Eishockey-Bundesliga nicht wählen können:

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Live-Ticker ab 19.30 Uhr

Genau heute vor 30 Jahren, am 9. März, 1982, gelang den Rosenheimer Eishockeyspielern der bisher wichtigste Sieg gegen die Niederbayern. Mit einem 4:3-Erfolg im Halbfinale der deutschen Meisterschaft schafften die Rosenheimer um ihren Kapitän Hans Zach und den Super-Torhüter Karl Friesen sensationell den Einzug in das Finale.

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Das Derby elektrisiert die Fans

Sensationell deshalb, weil die Landshuter nach der Doppelrunde 25 Punkte (damals gab es nur zwei Punkte für einen Sieg) vor den Rosenheimer Kufencracks lagen und mit Erich Kühnhackl, Alois Schloder, die Laycock-Brüder und Top-Torjäger Helmut Steiger Ausnahmekönner in ihren Reihen hatten. Damals ebenfalls im Landshuter Team: Verteidiger Franz Steer (44 Spiele/kein Tor/23 Assists), der heute als verantwortlicher Trainer hinter der Rosenheimer Bande steht. Er erinnert sich: "Das war brutal für uns. Nach diesem Spiel hatte ich meinen letzten Rausch."

Im Modus "Best of three" gewannen die Rosenheimer das erste Spiel in Landshut mit 5:0, verloren anschließend in Rosenheim vor offiziell 6700 Zuschauer (inoffiziell waren es mindestens 7500) trotz einer schnellen 2:0-Führung mit 3:6, ehe am Dienstag, 9. März, 1982 der große Coup gelang. Der damalige OVB-Sportchef Hans Mosner schrieb in seiner Vorschau von den Landshuter Brunnenvergiftern, "die vor dem Spiel die Stimmung anheizen wollen." Das las sich in der Landshuter Zeitung folgendermaßen: "Als Rosenheim auf die Verliererstraße kam, liefen einige Sportbund-Spieler Amok, spielten schmutziges Eishockey und benahmen sich wie Rabauken." Mosner schrieb: "Der Verfasser muss wohl ein anderes Spiel gesehen haben. Außer einem Foul von Kokoschka war nichts gewesen. Erwähnenswert waren höchstens die mehrfachen Cross-Checks von Alois Schloder."

Die Rosenheimer Spieler blieben ruhig und besonnen, kassierten nur zwei Strafminuten und setzten sich im Landshuter Hexenkessel mit 4:3 durch. Der spätere OVB-Sportchef Edgar Scholtz schrieb: "Die Rosenheimer kämpften wie die Löwen, schossen wie gelernte Kanoniere und spielten diszipliniert wie gedrillte Kadetten." Muss man mehr über dieses Spiel vor über 8000 Zuschauern sagen?

Hans Zach und Christian Kokoschka schossen Rosenheim mit 2:0 in Führung, Landshut glich aus, Jamie Masters gelang das 3:2 und nach dem erneuten Ausgleich zum 3:3, erzielte Gerhard Baldauf, das Tor das Landshuter Meisterträume platzen ließ und dem Sportbund Rosenheim den Weg zum ersten Titel ebnete. Fünf Tage später stand nach zwei Siegen gegen Mannheim der Sensationsmeister SBR fest und in Rosenheim begann damit ein Eishockey-Märchen und es folgten zwei weitere Titel 1985 und 1989.

Hans-Jürgen Ziegler (Oberbayerisches Volksblatt)

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