Hauptsache gewonnen!

Ryan del Monte machte den einzigen Treffer der Partie.
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Ryan del Monte machte den einzigen Treffer der Partie.

Kaufbeuren – Es war ein unangenehmes Spiel auf ungewohntem Terrain, doch letztlich bewältigten die Starbulls ihre Aufgabe im Allgäu erfolgreich. **Neu: Pressekonferenz**

Vor 1.214 Zuschauern setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend mit dem „Fußballergebnis“ von 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) beim ESV Kaufbeuren durch und haben damit die Landshut Cannibals in der Tabelle wieder überholt. Das Spiel in Kempten – die Kaufbeurer Halle ist ja nach wie vor gesperrt – wurde lange Zeit von den Grün-Weißen dominiert und daher war der Sieg unter dem Strich auch verdient.


Nach einem munteren Beginn mit Chancen auf beiden Seiten bekamen die Starbulls, die bis auf Max Renner (krank) in Bestbesetzung auflaufen konnten, die Partie im Laufe des ersten Drittel immer besser in den Griff und nahmen das Gehäuse von Johannes Wiedemann, der Stammkeeper Stefan Vajs im ESV-Kasten ersetzte, unter Beschuss. Den Lohn gab es in der 16. Minute, als ein toller Spielzug über Beppo Frank und Fabian Zick auf der Kelle von Ryan del Monte endete, der die Scheibe unhaltbar für Wiedemann in die Maschen lenkte. Im Gegenzug wäre den Jokern allerdings fast der Ausgleich gelungen, als der Nachschuss von Louke Oakley nur Millimeter über die Querlatte segelte.

Das zweite Drittel begannen die Starbulls mit zwei ganz ansehnlichen Powerplay-Situationen und Chancen für Matt Caruana und del Monte, ehe die Begegnung ein wenig härter wurde, wobei Schiedsrichter Eugen Schmidt einige Fouls der Gastgeber geflissentlich übersah. Nach einer Break-Möglichkeit für Caruana musste der Referee aber kurz darauf eingreifen, als Marcus Marsall nach einer Stock-Attacke von Dennis Kearney blutete – Spieldauerstrafe für den Kaufbeurer! Aus dieser Überzahlsituation machten die Rosenheimer dann aber nichts mehr Nennenswertes, dennoch ging die grün-weiße Führung in einer jetzt nur noch unterdurchschnittlichen Partie aber immer noch in Ordnung.


In den letzten 20 Minuten konnten die Starbulls dann endlich auch auf die lautstarke Unterstützung ihrer Fans bauen, die nach einer Buspanne mit weit über zwei Stunden Verspätung jetzt endlich im Allgäu eingetroffen waren. Sie sahen nun ein Match, in dem die Gäste zunächst ein zweites Tor hätten machen müssen. Beim Versuch von Andrej Strahkov fehlten nur Zentimeter, Norman Hauner traf nur den Pfosten und als auch Caruana und Greg Squires die Scheibe nicht unterbringen konnten, hätte sich dies im Finish beinahe noch gerächt. Carl Hudson traf für die Allgäuer die Latte und Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen verhinderte mit Riesenparaden gegen Oakley und Dominic Krabbat den Ausgleich.

Kein Wunder, dass Starbulls-Coach Franz Steer, der wieder konsequent vier Reihen einsetzte, hinterher erleichtert war: „Hauptsache, wir haben dieses Spiel gewonnen! Zu Beginn des letzten Drittels hätten wir aber ein zweites Tor machen müssen!“ Weiter geht es für die Starbulls übrigens erst am Dienstag (20 Uhr) mit dem Nachholspiel bei den Dresdner Eislöwen, denn am morgigen Sonntag sind die Grün-Weißen zum letzten Mal in dieser Saison spielfrei.

Das Spiel in der Statistik:

ESV Kaufbeuren – Starbulls Rosenheim 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)

Tor: 0:1 (16.) Ryan del Monte (Fabian Zick, Beppo Frank).

Schiedsrichter: Eugen Schmidt (Bielefeld).

Strafen: Kaufbeuren 11 plus Spieldauerstrafe für Dennis Kearney – Rosenheim 6.

Zuschauer: 1.214.

Die Pressekonferenz:

mw

Quelle: rosenheim24.de

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