Diebald: "Uns fehlen 10.000 Zuschauer!"

Richard Diebald, Kathrein-Stadion
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Rosenheim - Sportlich gibt es bei den Starbulls auch heuer so gut wie nichts zu meckern. Etwas anders sieht es bei den Zuschauerzahlen aus.

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Unter anderem auch darüber hat sich der dritte Starbulls-Vorstand Richard Diebald in seinem Interview mit Radio Charivari unterhalten. „Wie sich das Jahr wirtschaftlich darstellt, besprechen wir bei der nächsten Vorstandssitzung. Was wir aber jetzt schon wissen, ist, dass uns im Vergleich zur Hauptrunde der Vorsaison 10.000 Zuschauer fehlen. Mich wundert dabei etwas, dass es offenbar nicht möglich war, als amtierender Vizemeister mehr Leute zu motivieren, ins Stadion zu gehen", so der Rosenheimer Unternehmer.


"In der Vorrunde fehlten 10.000 Zuschauer"

In den Play Off-Spielen gegen Landshut und Bietigheim (je drei Heimspiele) stellte sich die Lage etwas erfreulicher dar. „In den Play Offs sind die Zahlen von Viertel- und Halbfinale im Vergleich zum Vorjahr besser gewesen. Was mich allerdings wundert, ist, dass das Stadion trotz reduzierter Kapazität im entscheidenden Spiel gegen Landshut nicht ausverkauft war. Ich hätte mir gewünscht, dass bei diesem Spiel 500 oder 600 Leute vor dem Stadion stehen, die rein wollten, aber nicht mehr rein hätten dürfen", so Diebald.

Ob sich das Defizit auf den Etat für die kommende Spielzeit auswirkt, konnte Diebald aktuell noch nicht sagen: „Wir müssen uns jetzt die Zahlen anschauen und sehen, wie viel Geld wir möglicherweise noch durch die Play Offs kompensieren konnten. Aufgrund dieser Daten werden wir dann einen Etat für die kommende Saison entwickeln. Wir der aussieht und ob das dann eine stärkere oder schwächere Mannschaft sein wird, kann ich heute noch nicht sagen."


Daten auswerten, dann Etat entwickeln

Bleibt die Frage, wie es am besten gelingt, den Eishockey-Sport in Rosenheim noch attraktiver darzustellen und wieder mehr Fans in die Mangfall-Arena zu locken. „Wir haben es heuer schon mit verschiedenen Aktionen probiert (Anm. der Red.: Familientag, Fan-Aktion mit Obi). Das Ganze war aber im Prinzip nicht zielführend. Auch das „Volle Hütte-Spiel“ war heuer das schlechtbesuchteste aller Zeiten. Möglicherweise gründet dies darin, dass es bei Einführung ein Hype war und dieser jetzt etwas abgeklungen ist. Man muss sich Gedanken über die Gründe dafür machen", sagte Diebald, der sich mit seinen Kollegen Willi Graue und Karl Aicher darüber sicherlich austauschen wird.

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Showdown endet mit Saisonaus

Langfristig konkurrenzfähig können die Starbulls allerdings wohl nur mit einem neuen Stadion bleiben. Darin wären dann auch VIP-Logen vorhanden, womit man zahlungskräftige Kundschaft anlocken könnte. Dass dies ein essentieller Einnahmefaktor sein kann, zeigt sich aktuell am Beispiel Bietigheim, die seit Dezember 2012 in ihrer neuen EgeTrans-Arena spielen. Diebald: "Ich habe mich einmal mit dem Bietigheimer Vorstand unterhalten und gefragt, was die mit ihrem neuen VIP-Bereich erlösen. Nur, damit man sich die Größenordnung einmal vorstellen kann: Die Summe ist von der Höhe vergleichbar mit dem gesamten Etat für unsere erste Mannschaft."

Stadion: Finanzierbarkeit hat oberste Priorität

In Sachen Stadion-Neubau bleibt Diebald dennoch realistisch: „Ein neues Stadion wäre sehr schön und eine zweite Eisfläche ist eigentlich unabdingbar. Doch Priorität hat natürlich die Finanzierbarkeit. Das muss die Stadt entscheiden! Wenn es aber machbar ist, sollte man es tun, weil ich hier auch Synergie-Effekte für die Stadt sehe!“

Anm. der Red.: Das Interview führte Christian Baab für Radio Charivari und kann in voller Länge bei Soundcloud abgerufen werden. Freundlicherweise hat uns Christian Baab die Genehmigung dafür erteilt, Auszüge davon zu veröffentlichen.

Quelle: Radio Charivari/redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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