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Große Trauer

Modeschöpferin Laura Biagiotti gestorben

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Zwei Gegentore bei eigener Überzahl

"Viel zu naiv und den Plan nicht umgesetzt!"

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Rosenheim - Die eigenen Chancen nicht genützt, zwei Gegentore bei eigener Überzahl bekommen und Patzer in der Defensive eingebaut - die Stimmung bei den Starbulls war nach der Pleite gegen Bietigheim wenig weihnachtlich.

3.141 Besucher im Kathrein-Stadion sahen am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht nur eine tolle Fan-Choreografie und eine 3:6 (1:3, 1:2, 1:1)-Niederlage der Rosenheimer Eishockeyspieler gegen die Bietigheim Steelers, sondern auch ein Spiel, das aus Sicht der Gastgeber einfach zum Haare raufen war. Und zwar deshalb, weil die Starbulls zwar viel mehr Schüsse abfeuerten als der Gegner (34:23), aber andererseits in der Defensive und bei eigener Überzahl haarsträubende Fehler machten, die ein Spitzenteam wie der Tabellenzweite Bietigheim eiskalt ausnützte.

0:3 nach 13 Minuten

Deswegen fand Trainer Franz Steer nach dem Spiel auch ungewohnt deutliche Worte. "Die ersten beiden Gegentore sind sehr ärgerlich. Das habe ich 20 Mal angesprochen, dass Bietigheim jeweils aus dieser Position schießt." Die Torschützen waren Jason Pinizzotto (4.) im Powerplay und Rene Schoofs (12.) nur Sekunden nach dem Ablauf einer Strafe gegen Simon Fischhaber. Das Muster war dabei immer dasselbe: Nach einem Pass hoch in den Slot stand der Torschütze jeweils sträflich frei und konnte sich die Ecke quasi aussuchen.

Wer dachte, es könnte aus Sicht der Gastgeber, die zu Beginn eigentlich einen tollen Start mit drei dicken Chancen hatten, nicht mehr schlimmer werden, sah sich getäuscht. Nur 53 Sekunden später kassierten die Grün-Weißen in eigener Überzahl einen schnellen Konter. David Wrigley stürmte nach einem starken Pass von Justin Kelly auf und davon und tanzte Lukas Steinhauer aus - 0:3 (13.).

Video: Die Highlights der Partie

CJ Stretch sorgte zwar noch im ersten Drittel für den ersten Rosenheimer Treffer (17.), doch die Patzer in der Starbulls-Defensive rissen auch im Mittelabschnitt nicht ab. Diesmal war es Kelly, der „short handed“ zum 1:4 einnetzte (25.). Wieder hatten die Starbulls im Powerplay viel zu sorglos agiert. Immerhin zeigten die Rosenheimer nun eine gute Reaktion, auch wenn zunächst eine doppelte Überzahl-Situation ungenützt blieb. Nach dem neuerlichen Anschlusstreffer durch Mondo Hilger, es war sein erstes Saisontor, folgte die vielleicht beste Phase der Starbulls in diesem Spiel. "Unser Torwart Andi Mechel hat da einige Big Saves gezeigt. Hier hätte durchaus das 3:4 fallen können - und dann wäre es ein anderes Spiel gewesen", musste Bietigheims Coach Kevin Gaudet hinterher einräumen.

Deutliche Warnung von Steer

Es kam aber anders. Nur drei Minuten nach dem 2:4 stellten die Schwaben den Drei-Tore-Abstand wieder her, als Wrigley seinen zweiten Treffer des Abends markierte (35.). David Vallorani brachte seine Farben zu Beginn des Schlussdrittels zwar ein drittes Mal auf zwei Tore heran, doch wer glaubte, dass die Gäste, die nur mit 13 Feldspielern angereist waren, dadurch noch einmal in Schwierigkeiten geraten würden, sah sich getäuscht. Und in der 51. Minute waren dann auch die letzten Zweifel am insgesamt verdienten Sieg der effizienten Steelers ausgeräumt, als Dennis Palka zum 3:6-Endstand traf.

Starbulls vs. Bietigheim

"Bietigheim hat aus seinen Chancen die Tore gemacht, wir nicht. Wir waren viel zu naiv", schimpfte Steer und schickte gleich noch eine deutliche Warnung hinterher: "Wir haben unseren Plan nicht umsetzen können. Von einigen Spielern bin ich extrem enttäuscht. Wenn ich einen rausschmeissen muss, dann schmeiss ich einen raus!" So weit wird es hoffentlich nicht kommen, aber Fakt ist, dass die Starbulls die Fehler schleunigst abstellen müssen, wenn sie beim nächsten Auswärtsspiel am Montag bei den Lausitzer Füchsen (19.30 Uhr) einen zählbaren Erfolg verbuchen wollen.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik: 

Tore: 0:1 (4.) Jason Pinizzotto (David Wrigley, Justin Kelly - Überzahl-Tor), 0:2 (12.) Rene Schoofs (Yannick Baier, Frederik Cabana), 0:3 (13.) David Wrigley (Justin Kelly, Max Prommersberger - Unterzahl-Tor), 1:3 (17.) CJ Stretch (Wade MacLeod, Dominik Daxlberger - Überzahl-Tor), 1:4 (26.) Justin Kelly (David Wrigley - Unterzahl-Tor), 2:4 (32.) Mondo Hilger (Michael Rohner, Andrej Strahkov), 2:5 (35.) David Wrigley (Adam Borzecki, Justin Kelly), 3:5 (42.) David Vallorani (Tyler McNeely, Manuel Edfelder), 3:6 (51.) Dennis Palka (Frederik Cabana). 

Schiedsrichter: Felix Winnekens (Berlin). 

Strafen: Rosenheim 10 - Bietigheim 12. 

Zuschauer: 3.141. 

mw

Quelle: rosenheim24.de

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