Faden riss nach dem ersten Drittel

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Rosenheim - Den Auftakt nach der Länderspiel-Pause hatten sich die Starbulls anders vorgestellt. Gegen den „Angstgegner“ setzte es wieder eine Pleite!

Video: Die Tore des Spiels

Vor nur 1.973 Besuchern im Kathrein-Stadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler letztlich mit 3:4 (2:0, 0:3, 1:1) den Lausitzer Füchsen und sind damit – bedingt durch die Siege der Konkurrenz – auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen. Weißwasser hat hingegen seinen Ruf als „Angstgegner“ untermauert: Seit 2010 gewannen die Füchse bereits zum sechsten Mal in Rosenheim. Allerdings war die Niederlage so unnötig wie ein Kropf, denn im ersten Drittel waren die Starbulls klar Herr im Haus und führten verdient 2:0. Doch nach der ersten Pause riss der Faden zum Teil völlig und im zweiten Drittel drehten die Sachsen mit einem Dreifachschlag das Match. Da half es letztlich auch nichts, dass Robin Weihager, der zuletzt einen Durchhänger hatte, zwei Treffer gelangen und die Kontingentspieler Shawn Weller und Kim Staal nach ihren Verletzungen zurückgekehrt waren.

Frühe 2:0-Führung für Rosenheim

Starbulls-Coach Franz Steer musste dafür weiter auf Fabian Zick (Bluterguss) und kurzfristig auch auf Dominic Auger mit einer Hüftverletzung verzichten. Das tat der anfangs sehr ordentlichen Leistung der Heimmannschaft aber zunächst keinen Abbruch. Zwar wirkte manches Zuspiel unsicher, doch in der vierten Minute bediente Weller im Powerplay den völlig freien Weihager, der die Scheibe aus kurzer Distanz an Füchse-Keeper Dustin Strahlmeier vorbei in die Maschen jagte – 1:0.

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Und es kam noch besser für den Amerikaner: In der 10. Minute lauerte er nach einem Versuch von Norman Hauner am langen Pfosten und drückte den Abpraller vom Keeper zum 2:0 ins Kreuzeck. Anschließend hatten Weller, Staal, Tyler McNeely und Max Renner dickste Gelegenheiten zum dritten (oder sogar vierten) Rosenheimer Treffer, was in dieser Phase eventuell schon die Vorentscheidung bedeuten hätte können.

Wende im Mitteldrittel

Weißwasser, das gegen Ende des Auftaktdrittels durch Thomas Götz einen Pfostenschuss verzeichnen konnte, wurde nach der ersten Pause deutlich aktiver. Durch taktische Umstellungen war es Gästetrainer Dirk Rohrbach außerdem gelungen, das Starbulls-Forechecking quasi zum Erliegen zu bringen. In Überzahl gelang Weißwasser dann in Minute 29 auch der Anschlusstreffer – was gewissermaßen der Anfang vom Ende aus Rosenheimer Sicht war. Danny Pyka zog von der blauen Linie ab und traf an Freund und Feind vorbei zum 2:1.

Starbulls vs. Weißwasser

Vier Zeigerumdrehungen später verloren die Hausherren hinter dem eigenen Tor die Scheibe, die sofort zu Sean Fischer gespielt wurde, der frei vor Pasi Häkkinen mit der Rückhand vollendete – 2:2 (34.). In der 35. Minute führten die Gäste dann erstmals, als Lukas Pozivil die Scheibe aus eigentlich unmöglichem Winkel Richtung Tor schlenzte und diese durch viel „Verkehr“ vor Häkkinen irgendwie den Weg in die Maschen fand.

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Wer im Schlussabschnitt auf eine erneute Wende hoffte, wurde schnell eines Besseren belehrt: Nach einem Schuss von Casey Piero-Zabotel setzte Verteidiger Sebastian Klenner energisch nach und verwandelte den Abpraller von Häkkinen zum aus Gästesicht eminent wichtigen 2:4 (44.). Das Bemühen konnte man den Grün-Weißen in der letzten Viertelstunde zwar nicht absprechen, doch außer Weihagers zweitem Treffer, der eine Vorlage von McNeely per Direktabnahme verwertete, waren nur selten noch wirklich zwingende Szenen dabei. Die vielleicht noch beste Möglichkeit hatte Marinus Kritzenberger, der den Puck aber aus aussichtsreicher Position gut einen Meter über den Querbalken jagte.

Steer: "Schuld waren wir selber!"

So blieb es am Ende bei der knappen Niederlage für die Starbulls, die die kommende Aufgabe am Sonntag bei den Eispiraten Crimmitschau (17 Uhr) – wieder ein unangenehmer Gegner aus der unteren Tabellenregion – gewiss nicht einfacher macht. Das Fazit von Steer fiel dementsprechend nüchtern aus: „Schuld waren wir schon selber! Erst haben wir viele Chancen ausgelassen, dann haben wir die Zweikämpfe nicht mehr angenommen und sind falsch gelaufen!“

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Lausitzer Füchse 3:4 (2:0, 0:3, 1:1)

Tore: 1:0 (4.) Robin Weihager (Shawn Weller – Überzahl-Tor), 2:0 (10.) Shawn Weller (Norman Hauner), 2:1 (29.) Danny Pyka (Lukas Pozivil, Christoffer Kjärgaard – Überzahl-Tor), 2:2 (33.) Sean Fischer (Philipp Pinter, Mike Mieszkowski), 2:3 (35.) Lukas Pozivil (Scott King, Danny Pyka), 2:4 (44.) Sebastian Klenner (Casey Piero-Zabotel, Scott King), 3:4 (55.) Robin Weihager (Tyler McNeely).

Schiedsrichter: Tobias Wehrli (St. Gallen/Schweiz).

Strafen: Rosenheim 14 – Weißwasser 6.

Zuschauer: 1.973.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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