Ein Blitztor und ein Hammer

Rosenheim - Ein Blitztor, ein „Hammer“, Leidenschaft und defensive Konsequenz waren die Schlüssel zum Starbulls-Erfolg in Spiel vier gegen Bietigheim. *NEU: Video*

Vor 2.819 Zuschauern im Kathrein-Stadion gewannen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) gegen die Gäste aus dem Ellental und haben die Best of Seven-Serie damit auf 2:2 ausgeglichen. Starbulls-Trainer Franz Steer war von der Leistung seiner Mannschaft sehr angetan: „Unsere Special Teams haben heute das Spiel entschieden und unser Unterzahlspiel war überragend!"

Blitztor von Fröhlich

Außerdem begann die Partie (nach einer Gedenkminute für den verstorbenen Alt-Bürgermeister Dr. Stöcker) für die Innstädter geradezu ideal. Nach 27 Sekunden musste Markus Gleich auf die Strafbank und nach exakt 41 Sekunden klingelte es erstmals im Kasten von Matthias Lange, der diesmal für Joey Vollmer zwischen den Steelers-Holmen stand: Beppo Frank hatte abgezogen und den Abpraller passte Dominic Auger sofort zu Michi Fröhlich, der dem Schlussmann aus kurzer Entfernung keine Chance ließ – 1:0 (1.). Danach entwickelte sich ein offenes Spiel, wobei die Starbulls zunächst vier Minuten in Unterzahl spielen mussten. Ryan del Monte hatte in dieser Phase aber eine Riesenchance zum zweiten Treffer.


SBR-Trainer Franz Steer im Interview bei Radio Charivari:

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Die Starbulls-Defensive arbeitete auch nach dem ersten Wechsel hervorragend weiter. Was durchkam, wurde Beute des diesmal wieder sehr sicheren Starbulls-Keepers Pasi Häkkinen. Bietigheim konnte sich kaum entscheidend in Szene setzen, was auch daran lag, dass mit David Rodman gegen Ende des ersten Drittels ein absoluter Schlüsselspieler verletzt ausfiel (wurde nach einem Zusammenprall benommen vom Eis geführt). Gästetrainer Kevin Gaudet setzte fortan fast nur noch auf zwei Reihen, was den Rosenheimern läuferische Vorteile und zwei weitere Riesenchancen durch Matt Caruana und Greg Squires einbrachte. Tore fielen im Mittelabschnitt jedoch nicht.

Wahnsinnshammer von Squires

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Das sollte sich allerdings in den letzten 20 Minuten ändern. Rosenheim verteidigte weiterhin fehlerlos und wurde in der 49. Minute erlöst, als Squires die Scheibe aus halbrechter Position mit einem „Wahnsinnshammer“ ins obere Eck nagelte. Keeper Lange dürfte den Puck erst gesehen haben, als er hinter ihm im Netz zappelte. In der Schlussphase waren die Gäste aus dem Norden Stuttgarts zwar optisch überlegen, doch die Oberbayern ließen nichts mehr anbrennen. Im Gegenteil: In der Schlussminute setzten sie sogar noch einen drauf, als Ryan del Monte den Puck zum 3:0-Endstand im mittlerweile leeren Steelers-Kasten unterbrachte.


Die Freude über den letztlich klaren Sieg war vor allem bei den Fans groß, kommen sie doch dadurch auf alle Fälle in den Genuss eines weiteren Heimspiels (Sonntag, 18 Uhr). Mannschaft und Trainer haben jedoch mehr vor: Bereits in Spiel fünf (Freitag, 20 Uhr, EgeTrans-Arena) wollen sie nach Möglichkeit den „Break“ ziehen, um damit einen weiteren Schritt in Richtung Finaleinzug zu machen.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers 3:0 (1:0, 0:0, 2:0)

Tore: 1:0 (1.) Michael Fröhlich (Dominic Auger, Beppo Frank - Überzahl-Tor), 2:0 (49.) Gregory Squires (Fabian Zick, Matthew Caruana), 3:0 (60.) Ryan del Monte (Michael Baindl, Matthew Caruana - ENG).

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren) und Stefan Vogl (München).

Strafen: Rosenheim 10 - Bietigheim 8.

Zuschauer: 2.819.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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