Starbulls erzwingen Spiel 7

Rosenheim - Die Starbulls führten bereits 3:0 und machten es dann spannend. Am Ende gewannen sie aber doch. Damit kommt es nun am Dienstag zum großen Showdown. *NEU: Video*

Die Tore des Spiels im Video:

Vor 3.487 Zuschauern im Kathrein-Stadion setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler im sechsten Play Off-Halbfinale letztlich mit 4:2 (2:0, 1:0, 1:2) gegen die Bietigheim Steelers durch und haben damit den erneuten Ausgleich in der Serie (3:3) erzwungen. Damit fällt die Entscheidung, wer ab Freitag im Finale gegen die SERC Wild Wings antritt, erst am Dienstag im alles entscheidenden siebten Spiel in der EgeTrans-Arena (20 Uhr). Insgesamt haben sich die Grün-Weißen dieses "Endspiel" aber mehr als verdient, da sie nach holprigem Beginn drei Powerplaytore erzielten und die Gäste damit gebührend für ihre teilweise überharte und hinterlistige Spielweise bestraften.

Nach Nervosität zwei Powerplay-Tore

Anfangs war den Hausherren angesichts der Wichtigkeit der Partie - eine Niederlage hätte das Saisonende bedeutet - eine gewisse Nervosität nicht abzusprechen. Bietigheim startete nicht schlecht und hatte zwei, drei kleinere Gelegenheiten, ehe Fabian Zick in der 5. Minute in Unterzahl nach schönem Zusammenspiel mit Ryan del Monte die Riesenchance zur Führung für Rosenheim liegen ließ.


Lesen Sie dazu auch:

Das Spiel in der Statistik

Bericht der Steelers

Die Starbulls steigerten sich jedoch anschließend und machten gegen Ende des Drittels bereits zwei wichtige Schritte Richtung Heimsieg. Nach einem Bandencheck mit Verletzungsfolge von Mark Heatley gegen Michi Baindl musste der Bietigheimer bereits früh zum Duschen. Es dauerte anschließend genau 22 Sekunden, ehe Michi Fröhlich den Puck nach Vorlage von Dominic Auger und Greg Squires zum 1:0 unter die Latte schaufelte (15.). Zwei Zeigerumdrehungen später kam es noch besser, als Matt Caruana in doppelter Überzahl den zweiten Treffer für die Oberbayern nachlegte.

Bietigheim teilweise "hinterlistig"

Im Mittelabschnitt passierte zunächst nicht viel, ehe die Gäste aus dem Landkreis Ludwigsburg anscheinend beschlossen, es mal mit richtig unfairen Mitteln zu probieren. Als Marcel Neumann del Monte von hinten mit dem Kopf voraus in die Bande rammte, kassierte dieser völlig zurecht ebenfalls eine Spieldauerdisziplinarstrafe (29.).


Starbulls-Coach Franz Steer im Gespräch mit Radio Charivari:

o-ton

Hoch her ging es dann in Minute 34, als sich nach einer unfairen Aktion von PJ Fenton bereits eine kleinere Keilerei entwickelte. Abseits des Geschehens leistete sich dann Chris St. Jaques einen Stockstich gegen Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen, der daraufhin auf dem Eis liegenblieb. Warum St. Jaques nach Beendigung der anschließenden heftigen Schlägerei nur zwei Minuten anstatt einer Matchstrafe bekam, bleibt das Geheimnis der Referees. Rosenheim gab die Antwort jedoch sportlich, indem Caruana noch in der gleichen Minute den dritten Treffer für die Innstädter nachlegte (34.).

Spannung nach 3:0-Führung

In den letzten 20 Minuten wähnten sich einige im Rosenheimer Lager vielleicht schon etwas zu sicher. Denn wie ist es sonst zu erklären, dass Bietigheim noch einmal bis auf 3:2 herankam? Erst drosch Robin Just die Scheibe nach einem Abpraller technisch versiert aus der Luft ins kurze Eck (46.) und in der 53. Minute gelang Philipp Quinlan sogar der Anschlusstreffer. Aber eigentlich war dies kein klassisches Powerplay-Tor, weil der Bietigheimer nach einem Pass aus der eigenen Hälfte mit Tempo frei vor Häkkinen auftauchte und diesen per Rückhand überwand. Da stimmte die Zuordnung bei den Starbulls nicht. In der Schlussphase probierten die Württemberger noch einmal alles, doch als Squires in der Schlussminute mit der Scheibe am Schläger quasi ins leere Tor (Matthias Lange, der im letzten Drittel für Joey Vollmer den Kasten hütete, war 80 Sekunden vor dem Ende zur Bank gelaufen) fuhr, war die Partie entschieden.

"Anfangs hatten wir viele Scheibenverluste und sind nicht so richtig ins Spiel reingekommen. Dann aber hat Bietigheim die Rechnung für die vielen Strafen bekommen", analysierte Starbulls-Trainer Franz Steer das sechste Aufeinandertreffen der beiden Klubs binnen 12 Tagen. Das letzte und entscheidende Match steht nun am Dienstag auf dem Plan - und hoffentlich gelingt es den Starbulls dann im vierten Anlauf, den von allen so ersehnten Auswärtssieg (und damit den Finaleinzug) zu "ziehen".

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)

Tore: 1:0 (15.) Michael Fröhlich (Dominic Auger, Gregory Squires - Überzahl-Tor), 2:0 (17.) Matthew Caruana (Gregory Squires, Beppo Frank - Überzahl-Tor 2), 3:0 (34.) Matthew Caruana (Michael Fröhlich, Gregory Squires - Überzahl-Tor 2), 3:1 (46.) Robin Just (Achim Moosberger, Florian Schnitzer), 3:2 (53.) Philipp Quinlan (Florian Schnitzer - Überzahl-Tor), 4:2 (60.) Gregory Squires (Michael Fröhlich, Bryan Schmidt - ENG).

Schiedsrichter: Marcus Brill (Zweibrücken) und Ramin Yazdi (Neuss).

Strafen: Rosenheim 12 plus 10 plus Spieldauerstrafe für Beppo Frank - Bietigheim 28 plus 10 für Tomas Gulda plus Spieldauerstrafen für Mark Heatley und Marcel Neumann.

Zuschauer: 3.487.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © re

Kommentare