"Riesenlob" von Steer nach 4:3 gegen Heilbronn

Scofield schluckt Schmerzmittel - und trifft doppelt!

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Tyler Scofield glänzte gegen Heilbronn mit zwei Treffern.

Rosenheim - Die Starbulls kriechen personell derzeit richtig auf dem Zahnfleisch. Doch nach der 0:5-Pleite am Freitag in Kaufbeuren rangen sie am Sonntag im Kellerduell das Tabellenschlusslicht nieder. *NEU: Videos*

Vor 2.060 Besuchern im Emilo-Stadion setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler letztlich mit 4:3 (0:0, 3:3, 1:0) gegen die Heilbronner Falken durch und haben damit ihren Vorsprung auf die Franken und damit den letzten Tabellenplatz auf acht Punkte ausgebaut. Die Grün-Weißen ließen sich dabei auch von einem zweimaligen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und kamen letztlich über zwei Powerplay-Treffer und zwei Doppelpacks von Tyler Scofield und Greg Classen zum Erfolg.


Wieder viele Ausfälle bei Rosenheim

Wie groß die personelle Not bei den Starbulls derzeit ist, zeigte sich schon vor Spielbeginn bei einem Blick auf den Spielberichtsbogen: Verletzungsbedingt fehlten Michi Baindl, Simon Fischhaber, Christian Neuert und Cameron Burt. Kurzfristig meldete sich dann auch noch Joseph Lewis krankheitsbedingt ab. Coach Franz Steer stellte zudem Max Vollmayer diesmal in der Abwehr auf, so dass die dritte Sturmreihe von Leopold Tausch und den beiden Youngstern Simon Heidenreich und Yannick Wenzel gebildet wurde.

Das erste Drittel bot weitestgehend nur Eishockey-Magerkost: Nach einem Lattentreffer von Kevin Lavallee vergab auf der Gegenseite Manuel Edfelder eine gute Chance zur Starbulls-Führung. Brisant wurde es in Minute 15, als Marvin Krüger die Scheibe ins Starbulls-Tor befördert hatte. Schiri Oswald versagte nach Konsultation des Videobeweises dem Treffer jedoch die Anerkennung - Schlittschuh-Tor!


Video: Die Highlights der Partie

Ab dem zweiten Drittel geht's rund

Wesentlich ereignisreicher verlief der zweite Spielabschnitt. Zunächst brachte Lavallee die Falken nach Zuspiel von Cam Reid in Überzahl aus spitzem Winkel in Führung (22.). Doch schon 39 Sekunden später sorgte Rosenheims Topscorer Tyler Scofield für den Ausgleich, indem er gegen die viel zu offen agierenden Gäste seinen "Turbo" einschaltete, sich ein Zuspiel von Tyler McNeely schnappte und seinen Alleingang allein vor dem Gästekeeper erfolgreich abschloss (23.). 

Als die Starbulls dann zum ersten Mal in dieser Partie in Überzahl agieren konnten, dauerte es ganze vier Sekunden, ehe Scofield erneut zuschlug - 2:1 für Grün-Weiß (30.). Dass auch die Falken Überzahl spielen können, zeigte sich zwei Zeigerumdrehungen später, als Henry Martens die Scheibe aus kurzer Distanz über die Linie drückte (32.). Ein Patzer von Greg Classen eröffnete den Gästen schließlich ein "Zwei-auf-Eins", das Steven Bär letztlich jedoch selbst abschloss und zum 2:3 für die Gäste traf (35.). Classen machte seinen Fauxpas aber noch vor der Sirene wieder wett, als bei einem Schuss von Peter Lindlbauer erst Gästekeeper Hare die Sicht nahm und dann im Nachsetzen per Rückhand zum 3:3 verwandelte (39.).

Lob von Trainer Steer

43 Sekunden nach Anpfiff des letzten Drittels stand Classen erneut goldrichtig, um einen Schuss von Kolanos am langen Pfosten zum 4:3 über die Torlinie zu lenken. Damit hatten die Starbulls auch ihre zweite von zwei Überzahlsituationen in dieser Partie in einen Treffer umgemünzt. Anschließend vergeigten die Gastgeber mehrfach große Möglichkeiten, um die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Deswegen wurde es in der Schlussphase nochmal eng, als Heilbronn alles auf eine Karte setzte. Doch Starbulls-Torwart blieb sowohl zweimal gegen Martens als auch gegen Tyler Gron und Jordan Heywood jeweils Sieger. Trainer Franz Steer zollte seiner Mannschaft hinterher ein großes Kompliment: "Ich muss dem Team ein Riesenlob aussprechen. Neben den fehlenden Spielern waren viele angeschlagen, mussten mit Schmerzmitteln spielen. Tyler Scofield hat nach dem Spiel am Freitag gar nicht mehr gehen können, da ist diese Leistung schon Wahnsinn. Großen Respekt auch für die dritte Reihe und Torwart Timo Herden."

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Heilbronner Falken 4:3 (0:0, 3:3, 1:0)

Tore: 0:1 (22.) Kevin Lavallee (Cam Reid, Kyle Helms), 1:1 (23.) Tyler Scofield (Tyler McNeely), 2:1 (30.) Tyler Scofield (Max Vollmayer - Überzahl-Tor), 2:2 (32.) Henry Martens (Justin Kirsch, Jonathan Harty - Überzahl-Tor), 2:3 (35.) Steven Bär (ohne Assist), 3:3 (39.) Greg Classen (Peter Lindlbauer), 4:3 (41.) Greg Classen (Krys Kolanos, Michael Rohner - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren).

Strafen: Rosenheim 6 - Heilbronn 4.

Zuschauer: 2.060.

mw/Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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