Starbulls mit längerem Atem

Rosenheim – Es war irgendwie nicht einfach, aber letztlich doch verdient. Die Rede ist vom Starbulls-Heimsieg am Sonntagabend gegen die Gäste aus Sachsen.

Vor 2.028 Zuschauern setzten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler letztlich mit 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) gegen die Dresdner Eislöwen durch und haben damit ihre Position unter den ersten Acht der Tabelle untermauert. Mit diesem Erfolg haben die Starbulls ihren Vorsprung auf die Nicht-Play Off-Plätze jetzt auf 12 Zähler ausgebaut. Bis es so weit war, mussten die Grün-Weißen am Familientag allerdings ein hartes Stück Arbeit verrichten.

Im ersten Drittel konnten die Hausherren zunächst nicht wirklich Druck aufbauen, weil es Dresden klug verstand, das Spiel der Starbulls in die Breite anstatt in die Tiefe zu verlagern. Dementsprechend waren Torchancen eher Mangelware, wobei Matt Caruana die Grün-Weißen früh in Führung hätte bringen können. Bei seinem Versuch fehlten nur Zentimeter. Auf der Gegenseite bewahrte der fehlerfreie Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen seine Farben mit einem tollen Save gegen Sami Kaartinen vor einem Rückstand und hielt auch in der restlichen Spielzeit alles, was zu halten war. Er war damit ein Garant für den Erfolg der Rosenheimer.


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In der Kabine fand Franz Steer dann anscheinend die richtigen Worte für seine Mannen, denn im zweiten Drittel ging endlich die Post ab. Die Rosenheimer setzten den Gegner jetzt enorm unter Druck, doch zunächst wollte trotz bester Chancen von Greg Squires, Dominic Auger und Caruana kein Treffer fallen. Außerdem griff immer wieder Schiedsrichter Bastian Haupt ins Spielgeschehen ein, der mit etlichen haarsträubenden Fehlentscheidungen negativ auffiel. In der 33. Minute war aber die verdiente Führung fällig, als Häkkinen Squires auf der rechten Seite mit einem langen Pass in Szene setzte. Der Amerikaner zog ins gegnerische Drittel und bediente mit einem scharfen Querpass Michi Fröhlich, der Dresdens AHL-Neuzugang Alex Richards im Kasten mit einem Schuss aus spitzem Winkel „alt“ aussehen ließ – 1:0 für Rosenheim. Die Sachsen antworteten allerdings nur 65 Sekunden später, als Kaartinen nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Rosenheimer Kasten mit einem verdeckten Schuss den Ausgleich markierte.

Die Entscheidung musste also im Schlussabschnitt fallen, wo sich letztlich absolut positiv bemerkbar machte, dass die Starbulls bis zur 50. Minute konsequent – auch in Unterzahl – mit vier Reihen agierten. Deswegen konnten die Innstädter am Ende zusetzen, wie Norman Hauner in der 51. Minute, der im Mitteldrittel ein sehenswertes Solo startete und Richards mit einem erstklassigen Schlenzer aus halbrechter Position in den Winkel keine Abwehrchance ließ – 2:1. Die Gäste versuchten in der Folge zwar noch einmal alles, doch gegen die sichere Abwehr der Rosenheimer gab es kein Durchkommen. Vielmehr gelang den Gastgebern in der Schlussminute die Entscheidung „short handed“, als Ryan del Monte nach einem Scheibengewinn auf Caruana ablegte, der den Puck aus dem eigenen Drittel zum 3:1 in die verwaisten Dresdner Maschen schlenzte.


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Logischerweise war Eislöwen-Trainer Thomas Pospiesch trotz eines anständigen Auftrittes seiner Mannschaft nicht zufrieden: „Komplimente haben wir in der letzten Zeit öfters bekommen. Doch leider reichen ein bis zwei Tore in dieser Liga nicht, um Spiele zu gewinnen. Langsam wird die Luft für uns im Hinblick auf die Play Offs dünner!“ Steer konnte sich dagegen über die maximale Punktausbeute an diesem Wochenende freuen: „Anfangs sind wir nicht richtig an die Gegenspieler hingekommen und konnten deswegen zunächst keinen Druck aufbauen. Im zweiten Drittel ist dann aber Musik ins Spiel gekommen und wir hatten gute Chancen. Am Ende hatten wir dann aufgrund unserer vier Reihen mehr Speed und Power als der Gegner!“ Während alle anderen Klubs nun Länderspiel-Pause machen, geht es für die Starbulls mit dem Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse weiter, das nach dem Ausfall am 25. Januar jetzt am Freitag um 19.30 Uhr im Kathrein-Stadion angepfiffen wird.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)

Tore: 1:0 (33.) Michael Fröhlich (Greg Squires, Pasi Häkkinen – Überzahl-Tor), 1:1 (34.) Sami Kaartinen (Hugo Boisvert, Stanislav Jasecko), 2:1 (51.) Norman Hauner (Dominic Auger, Beppo Frank – Überzahl-Tor), 3:1 (60.) Matt Caruana (Ryan del Monte – Unterzahl-Tor, Empty Net Goal).

Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten).

Strafen: Rosenheim 18 – Dresden 12.

Zuschauer: 2.028.

Martin Weidner

Quelle: rosenheim24.de

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