"Es gibt keine Alternative zum DEB!"

Franz Reindl
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DEB-Generalsekretär Franz Reindl geht auf die ESBG und deren Geschäftsführer Alexander Jäger los.

München - Das Eishockey-Sommertheater geht in die nächste Runde. Jetzt wehrt sich der DEB in Person von Franz Reindl vehement gegen den Plan der Zweitligisten, eine DEL2 zu gründen.

Wie berichtet, will die Mehrheit der Zweitliga-Vereine, darunter auch die Starbulls Rosenheim, das deutsche Profi-Eishockey zukünftig unter das Dach der DEL verlagern – notfalls auch mit der Gründung einer neuen Gesellschaft (anstelle der ESBG). Darüber sind sich neun der bislang 13 Klubs einig. „Eine Rückkehr zum DEB wird es nicht geben“, sagte Starbulls-Vorstand Willi Graue auch schon den OVB-Heimatzeitungen. Und Graue muss es wissen, denn er war auch bei der jüngsten Sitzung in Hannover mit dabei, wo die Vereinsvertreter aus der zweiten Liga bereits konkrete Eckpfeiler der möglichen neuen Liga (DEL II) absteckten.


Dass man beim Deutschen Eishockey-Bund (DEB) über diesen Plan nicht begeistert ist, ist nachvollziehbar. Deswegen hatte man den Klubs angeboten, bis zum 15. Mai unter sein Dach zurückzukehren. Jetzt setzt DEB-Generalsekretär Franz Reindl im Münchner Merkur dem Ganzen verbal noch einen drauf: „Zu unserem Angebot gibt es keine Alternative. Wer nicht mitmacht, kann zum Beispiel in der Werdenfelser Hockey-Liga antreten, aber nicht bei uns. Wir werden hart bleiben!“ Dass die Fronten mehr als verhärtet sind, zeigt sich auch an Reindl´s Aussage über ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger, der für ihn der Ursprung der Misere ist: „Er kämpft um seinen Job. Wenn die zweite Liga unter unserem Dach spielt, ist er (Anm. der Red.: Alexander Jäger) den nämlich los.“

Dass manche Funktionäre allerdings ziemlich realitätsfremd sind, zeigt auch die Tatsache, dass der DEB offenbar allen Ernstes eine zweite Liga ins Rennen schicken will, auch wenn sich dafür zunächst nur Riessersee und Kaufbeuren – nach unseren Informationen die beiden einzigen Klubs, die den neuen Weg der ESBG-Klubs nicht mitgehen wollen – anmelden würden. „Das wäre der schlimmste Fall, aber zu lösen“, so Reindl. Für diesen Fall plant der DEB offenbar Gespräche und eine mögliche Qualifikationsrunde mit Klubs aus der Oberliga.


Wie der Streit letztlich ausgeht, ist aktuell offen. In jedem Fall ist zum alljährlichen sommerlichen „Schmierentheater“ eine weitere Episode dazugekommen.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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