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Marsall ist ein Unikat in Grün-Weiß

OVB
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Nicht immer ganz sauber ging es im Sonntag-Heimspiel gegen Bremerhaven zu. Das Bild zeigt einen unfairen Angriff gegen Beppo Frank.

Rosenheim - Es ist kaum zu glauben: Auch nach der "Zwangspause" am Freitag haben die Starbulls Rang drei nicht nur inne, sondern es auch selbst in der Hand, diesen am letzten Punktrunden-Wochenende zu verteidigen.

Schafft man dies, wird der Gegner wahrscheinlich Weißwasser oder Ravensburg heißen, rutscht man noch ab, bekommt man es wohl mit Schwenningen oder dem "Beinahe-Angstgegner" Kaufbeuren zu tun. Bremerhaven, das aus Rosenheim in vier Gastpielen (dreimal mit identischem 2:5-Resultat) noch nie einen Punkt mitnehmen konnte, wird es leider nicht sein.

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Knapp wird es auf alle Fälle werden, so knapp wie fast immer in den letzten Wochen. Am Sonntag gegen Bremerhaven lagen die Starbulls erstmals seit dem 29. Januar wieder einmal mit drei Toren Differenz in Führung - für 42 Sekunden zwischen Empty-Net-Goal und Schlusspfiff. Damals hieß es 3:0 gegen Crimmitschau, und das 3:0 fiel drei Minuten vor Schluss. Einen Drei-Tore-Rückstand gab es in diesem Zeitraum auch nur ein einziges Mal, nämlich am 3. Februar beim 1:4 gegen Bietigheim, damals gar nur für eineinhalb Minuten, ebenfalls nach einem Empty-Netter. Drei Treffer ins leere Tor in dieser Saison gegen die Starbulls, dagegen bereits sechs für Franz Steers Jungs, und alle von verschiedenen Schützen. Diesmal war Marcus Marsall an der Reihe, der nach wie vor ein "Unikat" im grün-weißen Dress ist, nämlich der einzige Spieler mit mehr als vier Scorerpunkten, der alle diese Punkte (inzwischen sind es stattliche 28) bei personellem Gleichstand erzielt hat, ohne einen einzigen Powerplay-Punkt! An der Seite von Corey Quirk und Patrick Asselin hat er sich zu einem regelmäßigen Scorer entwickelt. Im Vorjahr sah das etwas anders aus: Da galt er trotz aller Schnelligkeit und allem Einsatz in der Punktrunde als "Chancentod" (Bilanz: ein Tor und elf Assists in 48 Spielen), ehe er nach der Verletzung von Tommi Hannus plötzlich zum Vollstrecker mutierte und mit vier plus vier maßgeblich am sensationellen "Sweep" gegen Heilbronn beteiligt war.

Erst zum dritten Mal in diesem Kalenderjahr (und zum elften Mal in der gesamten Saison) fielen übrigens fünf Rosenheimer Tore. Fünf Gegentore (ohne Penaltyschießen) oder mehr kassierten die Starbulls in dieser Saison erst fünfmal. Aufgrund dieser Defensiv-Disziplin haben Rohner, Senger & Co. bereits achtmal Spannen von mehr als sechzig Minuten ohne Gegentor überstanden. Und erst vor Wochenfrist gab es gar (wieder das Penalty-Shootout ausgenommen) zwischen Weißwassers Ausgleich und dem späten Führungstor in Garmisch sogar 66:50 Minuten überhaupt kein Tor - was der Spannung aber keinen Abbruch tat, denn langweilig ist es bei einem Starbulls-Match eigentlich nie!

An Corey Quirk kommt man in der Statistik derzeit nicht vorbei. Abgesehen von seiner Scorerserie von 23 Spielen (die gerne im Play-off andauern darf) ein Detail aus der Rubrik "Prompte Antwort". Vor zwei Wochen stand an dieser Stelle zu lesen, dass Quirk vor der 18. Spielminute noch kein einziges Tor erzielt hatte, am Sonntag traf er bereits nach 34 Sekunden! Vielleicht wurden da ungute Erinnerungen wach, denn als die Starbulls das letzte Mal nach rund einer halben Minute bereits in Führung lagen, verloren sie noch 1:4 gegen Bietigheim. Wieder einmal nicht zu überzeugen vermochte das so wichtige Powerplay, allerdings auf beiden Seiten. Betrachtet man die Fakten, dass die Pinguins über die ganze Saison hinweg das erfolgreichste Powerplay der Liga spielen (und Rosenheim nach aktuellem Stand das dritterfolgreichste), fragt man sich unwillkürlich, wie wohl Teams wie Dresden oder Crimmitschau in Überzahl agieren, die prozentual nur rund halb so oft gegnerische Strafzeiten ausnutzen!

Was noch mehr befremdet, ist allerdings das momentane Zuschauer-(Des)interesse. Da haben die Starbulls in 13 der letzten 15 Spiele, wo sie in einen heißen Kampf um die Tabellenränge drei bis sechs verwickelt waren, gepunktet, zweimal in beeindruckender Weise verloren geglaubte Spiele mit reiner Willenskraft noch herumgerissen und lediglich zweimal den Fauxpas begangen, Zwei-Tore-Führungen zu verspielen, und was ist die Konsequenz? Vor einer Woche beim Spitzenspiel gegen Schwenningen mit 1929 der viertschwächste Besuch, dieses Mal waren es mit 1963 nur unwesentlich mehr.

Manfred Eder (Oberbayerisches Volksblatt)

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