Ärgerliche Gegentreffer für die Starbulls

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Vor allem im ersten Drittel brannte es immer wieder lichterloh vor dem Starbulls-Kasten.
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Landshut - Es war spannend, es war eng, doch am Ende hat es aus Starbulls-Sicht nicht mehr ganz gereicht. Die Grün-Weißen mussten am Abend eine bittere Derbypleite einstecken.

Vor rund 5.000 Zuschauern im Eisstadion am Gutenbergweg unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am Donnerstagabend denkbar knapp mit 4:5 (0:1, 2:2, 2:2) beim Erzrivalen EV Landshut. Die Partie war nach einem starken Auftaktdrittel der Gastgeber bis zur letzten Sekunde umkämpft, allerdings müssen sich die Oberbayern den Vorwurf gefallen lassen, mehrere unnötige Gegentore zu zum Teil „unpassenden“ Zeitpunkten kassiert zu haben.

Druckvoller Beginn des EVL

Landshut begann im ersten Drittel enorm druckvoll. Rosenheim konnte kaum einmal für Entlastung sorgen. Folgerichtig kamen die Hausherren auch zu einigen klaren Torchancen. Glück hatten die Gäste gleich in ihrem ersten Unterzahlspiel, als die Scheibe bereits nach wenigen Sekunden im Starbulls-Netz zappelte. Doch Schiri Bastian Haupt, der vor dem Spiel lange im Stau stand und weswegen das Match rund 20 Minuten später begann, hatte ein Torraumabseits gesehen und verweigerte dem Treffer die Anerkennung (10.).

Die Rot-Weißen blieben aber tonangebend und schlugen dann kurz vor dem ersten Wechsel doch noch zu. Marcus Götz hatte dem am Boden liegenden Ludwig Wild völlig unnötigerweise einen Stockschlag verpasst und saß deswegen auf der Strafbank, als Andi Geipel von der blauen Linie abzog und Ty Morris den Schläger reinhielt. Gegen den abgefälschten Schuss war Patrick Ehelechner machtlos, 1:0 für Landshut (19.).

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Nach dem ersten Wechsel schlugen die Starbulls aber sofort zurück. Micky Rohner kurvte hinter dem Tor herum und bediente den im Slot lauernden Andrej Strakhov, der direkt abzog – 1:1 (23.). Rosenheim war nun deutlich besser im Spiel, wurde dann aber durch den Referee ausgebremst, der Strakhov eine fragwürdige Strafe wegen Hakens aufbrummte. Landshut nützte dies sofort und Andreas Gawlik traf im Powerplay aus spitzem Winkel zur neuerlichen EVL-Führung (28.). Als die Niederbayern durch Max Daubner in der 36. Minute sogar auf 3:1 davonzogen, schienen die Felle für die Rosenheimer kurzzeitig schon davon zu schwimmen. Ganz wichtig war deswegen, dass Mario Trabucco per Penalty in der 39. Minute auf 3:2 verkürzte, nachdem ein Landshuter die Scheibe im eigenen Torraum per Hand unspielbar gemacht hatte.

DEL2-Derby: EV Landshut gegen Starbulls

"Kalte Dusche" nach 10 Sekunden

Im letzten Drittel waren die Starbulls noch gar nicht richtig auf dem Eis, da gab es schon die kalte Dusche: Direkt vom Bully weg stürmten Patrick Jarrett und PJ Fenton nach vorne, ein Querpass auf Tobias Draxinger, ein Schuss in den Winkel – 4:2 für Landshut, genau 10 Sekunden nach Wiederbeginn! Doch nur 44 Sekunden später hofften die gut 800 mitgereisten Rosenheimer Fans wieder, als Rohner nach Vorlage von Tyler McNeely aus spitzem Winkel traf. Der Ex-Rosenheimer Pasi Häkkinen im EVL-Kasten sah da alles andere aus gut aus (41.).

Anschließend hatten die Innstädter durch Fabian Zick, Robert Schopf und Strakhov dickste Chancen zum Ausgleich, doch das Tor fiel wieder auf der anderen Seite, als die Starbulls in der Vorwärtsbewegung die Scheibe verloren und Jarrett schließlich im Nachsetzen erfolgreich war (50.). In der Schlussphase brachte Fabian Zick seine Farben durch ein Unterzahl-Tor zwar noch einmal heran, doch in einem am Ende offenen Schlagabtausch wollte den Starbulls kein fünfter Treffer mehr gelingen.

Das Spiel in der Statistik:

EV Landshut – Starbulls Rosenheim 5:4 (1:0, 2:2, 2:2) 

Tore: 1:0 (19.) Ty Morris (Andreas Geipel, Andreas Gawlik – Überzahl-Tor), 1:1 (23.) Andrej Strakhov (Michael Rohner, Stephan Gottwald), 2:1 (28.) Andreas Gawlik (Ty Morris, Lukas Vantuch – Überzahl-Tor), 3:1 (36.) Maximilian Daubner (Patrick Jarrett, PJ Fenton), 3:2 (39.) Mario Trabucco (Penaltyschuss), 4:2 (41.) Tobias Draxinger (PJ Fenton, Patrick Jarrett), 4:3 (41.) Michael Rohner (Tyler McNeely, Max Hofbauer), 5:3 (50.) Patrick Jarrett (PJ Fenton, Kyle Doyle), 5:4 (52.) Fabian Zick (Max Renner, Andrej Strakhov – Unterzahl-Tor).

Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten).

Strafen: Landshut 8 – Rosenheim 12.

Zuschauer: 4.998.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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