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Steer: "Waren einfach nicht effektiv genug!"

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Beppo Frank stand nach überstandener Blutvergiftung in Hannover für die Starbulls wieder auf dem Eis.

Hannover - Kein Glück, fehlende Schussgenauigkeit und zwei Eigenfehler waren das „Gemisch“, das für die Starbulls-Niederlage am Hannoveraner Pferdeturm verantwortlich war.

Vor 3.040 Zuschauern an einer der Kult-Spielstätten des deutschen Eishockeys, dem Stadion am Pferdeturm, verloren die Rosenheimer am Freitagabend mit 1:2 (0:1, 1:1, 0:0) bei den Hannover Indians und sind damit in der Tabelle auf den vierten Platz zurückgefallen. „Wir haben hier nicht schlecht gespielt. Das hat teilweise ganz gut ausgesehen. Nur in der Offensive haben wir im Slot zu wenig gute Schussmöglichkeiten erzwungen“, meinte Starbulls-Coach Franz Steer kurz vor der 700 Kilometer langen Heimreise nach Oberbayern.

Service:

Die weiteren Freitagsspiele in der Statistik

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Bericht der Hannover Indians

Zweieinhalb Stunden zuvor hatten die Gastgeber auf einer schlechten Eisfläche furios begonnen und gleich zwei, drei gute Gelegenheiten. In der 7. Minute war dann die Führung fällig, als Max Meirandres in der neutralen Zone die Scheibe gegen Patrick White verloren hatte. Dessen Querpass fand zunächst keinen Abnehmer, doch der Kanadier setzte nach und bediente Jimmy Kilpatrick, der Beppi Mayer, der den kranken Pasi Häkkinen fehlerfrei vertrat, aus kurzer Distanz zum 1:0 überwand. DJ Jelitto und Kilpatrick verpassten in der Folge weitere Treffer für die Großstadt-Indianer, ehe sich die Starbulls im zweiten Teil des ersten Drittels endlich besser zurechtfanden. Die beste Gelegenheit für die Grün-Weißen hatte Bryan Schmidt nach einem Konter über Greg Squires. Doch bei seinem Abschluss fehlten die berühmten Zentimeter.

Zum Mittelabschnitt gab es für die Starbulls die nächste Hiobsbotschaft: Norman Hauner musste mit einer Knieverletzung (Steer: „Es besteht Verdacht auf Innenbandriss!“) in der Kabine bleiben. Für ihn rückte Fabian Zick in die Reihe mit Stephan Gottwald und Ryan del Monte. Insgesamt standen nach den Ausfällen von Häkkinen, Marsall, Hanselko, Senger und Daxlberger jetzt nur noch 15 Feldspieler zur Verfügung. Das sollte die Starbulls aber nicht am Ausgleich in Minute 23 hindern: Im Powerplay kam die Scheibe über Beppo Frank und Michi Fröhlich zum emsigen Matt Caruana, der im linken Bullykreis alle Zeit der Welt hatte und die Scheibe herrlich in den rechten Winkel schlenzte – 1:1. Doch die Freude darüber währte nur fünfeinhalb Minuten. Dann kassierten Squires und vor allem Dominic Auger mehr als dämliche Strafzeiten, die Hannover zu einem richtigen „Duseltor“ nützte: Dave Reid zog von der blauen Linie eigentlich völlig harmlos ab und traf dabei Top-Scorer White am Schlittschuh. Von dort sprang der Puck genau vor die Kelle des nordamerikanischen Angreifers, der nur noch ins quasi leere Tor einschieben musste – 2:1 (29.). Fröhlich, Squires und Andrej Strahkov hatten in der Folge zwar ganz gute Möglichkeiten zum erneuten Ausgleich, doch ein Tor fiel nicht mehr, weil entweder das fehlende Glück oder Torwart Peter Holmgren im Weg waren.

Pressekonferenz: Die Stimmen der Trainer

Im letzten Drittel konnte man den Rosenheimern dann das Bemühen zwar nie absprechen, aber während in der Defensive meist gut und konsequent gearbeitet wurde, lief es an diesem Abend in der Offensive einfach nicht rund. Die Starbulls-Schüsse, meist aus ziemlich ungefährlichem Winkel abgefeuert, stellten Holmgren eigentlich nie vor große Probleme und im Slot selbst kam es zu viel zu wenigen zwingenden Aktionen seitens der Gäste. Schmidt hatte mit einem Schuss an den Außenpfosten Pech und damit die beste Gelegenheit, ehe die Steer-Truppe in den letzten knapp zwei Minuten alles riskierte und Mayer zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Doch der erhoffte Erfolg wollte sich nicht einstellen, so dass es beim knappen, aber insgesamt nicht unverdienten Heimsieg für Hannover blieb.

„Wir haben richtig gut begonnen und hätten anfangs auch höher führen können“, analysierte Indians-Coach Christian Künast, während Kollege Steer mit leicht nachdenklichem Gesichtsausdruck wohl schon während der Pressekonferenz überlegte, wie er angesichts der Personalmisere seine (derzeit nur drei) Reihen am Sonntag (18 Uhr, Kathrein-Stadion) gegen Ravensburg zusammenstellt: „Wir müssen abwarten und schauen, wer spielen kann. Ich hoffe jetzt auf die Rückkehr von Simon Wenzel, der hoffentlich in ein, zwei Wochen so weit ist. Heute waren wir einfach nicht effektiv genug. Aber wir werden uns jetzt voll auf Sonntag konzentrieren und hoffentlich dort das Spiel ziehen."

Das Spiel in der Statistik:

Hannover Indians - Starbulls Rosenheim 2:1 (1:0, 1:1, 0:0)

Tore: 1:0 (7.) Jimmy Kilpatrick (Patrick White), 1:1 (23.) Matt Caruana (Beppo Frank, Michael Fröhlich - Überzahl-Tor), 2:1 (29.) Patrick White (Dave Reid, Jimmy Kilpatrick - Überzahl-Tor 2).

Schiedsrichter: Reik van Gameren (Berlin).

Strafen: Hannover 8 plus 10 für Jimmy Kilpatrick - Rosenheim 16.

Zuschauer: 3.040.

mw

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