2:8-Pleite bei Löwen Frankfurt

Am Ende wird's deftig für die Starbulls

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Für Neuzugang und Ex-NHL-Star Krys Kolanos war das Spiel in Frankfurt vorzeitig zu Ende.

Frankfurt - Nach zuletzt zwei Siegen in Folge, darunter dem 4:3-Erfolg gegen Spitzenreiter Bietigheim, sind die Starbulls mit einer deftigen Pleite hart auf dem Boden der Tatsachen gelandet. *NEU: Videos*

Am Sonntagabend unterlagen die erneut stark ersatzgeschwächten Rosenheimer Eishockeyspieler in der Eissporthalle am Bornheimer Hang letztlich sehr deutlich mit 2:8 (0:2, 1:1, 1:5) bei den Löwen Frankfurt und treten damit in Sachen Tabellenplatz weiter auf der Stelle (Rang 12). Dabei hatten die Grün-Weißen vor 3.235 Besuchern zwei recht ordentliche Drittel hingelegt, ehe ihnen im Schlussabschnitt sowohl Kraft als auch die Klasse fehlte, um den Angriffswirbel der Hessen aufzuhalten. Spielentscheidend waren neben der umstrittenen Hinausstellung von Neuzugang Krys Kolanos gegen Ende des zweiten Drittels auch die beiden schnellen Frankfurter Tore zum 4:1 bzw. 5:1 in den ersten 90 Sekunden des Schlussabschnittes.


Dabei hatten die Gastgeber schon zu Beginn einen guten Start erwischt und waren durch "Richie" Müller (4.) und Top-Scorer Matt Pistilli (5.) früh mit 2:0 in Front gegangen. Da musste man schon Schlimmes für die Starbulls befürchten, die neben Dominik Daxlberger, Simon Fischhaber, Christian Neuert und Cameron Burt auch auf Michi Baindl verzichten mussten, der sich gegen Bietigheim wohl erheblich am Arm verletzt hat und einige Wochen ausfallen wird.

Doch die Rosenheimer bissen sich mit einem kleinen Kader in die Begegnung und kamen in der 24. Minute zum Anschlusstreffer, als Tyler Scofield nach einem schönen Zuspiel alleine vor Frankfurts Keeper Brett Jaeger eiskalt verwandelte. Eine Wende war in dieser Phase möglich - bis Mike Card in der 31. Minute unbedrängt in den Slot fahren durfte und eiskalt zum 3:1 für die Löwen einschoss.


Video: Die Highlights der Partie

Umstrittene Hinausstellung von Kolanos

Als kurz vor Drittelende Krys Kolanos durchgebrochen war und dabei heftig in den Frankfurter Goalie hineinprallte, schwammen die Felle für die Gäste langsam aber sicher davon. Denn Schiri Sicorschi unterstellte dem Starbulls-Neuzugang Absicht und schickte ihn vorzeitig zum Duschen, obwohl Kolanos beim Abschluss eindeutig von Frankfurts Verteidiger David Cespiva "gerammt" worden war. Für Jaeger war das Spiel ebenfalls zu Ende: Er musste benommen vom Eis geführt werden und wurde fortan durch Florian Proske ersetzt.

Wer in der Folge noch Zweifel am Frankfurter Erfolg hatte, wurde gleich zu Beginn des Schlussdrittels eines besseren belehrt. Nur 16 Sekunden nach Wiederbeginn holte Matt Tomassoni einen Penalty heraus, den der Verteidiger mit etwas Dusel auch gleich zum 4:1 verwandelte. Als Pistilli nur 74 Sekunden später seinen zweiten Treffer des Abends erzielte, war die Begegnung endgültig entschieden.

Rosenheim steckte zwar nicht auf und konnte durch einen schönen Treffer von Manuel Edfelder nochmal verkürzen (45.), doch am Ende schraubten die Frankfurter das Ergebnis durch Tore von Clarke (45.) und Brett Breitkreutz (57.) sowie Ricco Ratajczyk (55.) noch deutlich nach oben. Fazit: Eine verdiente Starbulls-Pleite, die letztlich zwar um das eine oder andere Tor zu hoch ausfiel, allerdings deutlich machte, dass in dieser Liga derartige personelle Ausfälle von keiner Mannschaft zu kompensieren sind!

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Löwen Frankfurt - Starbulls Rosenheim 8:2 (2:0, 1:1, 5:1)

Tore: 1:0 (4.) Richard Mueller (Patrick Jarrett, Eddy Rinke-Leitans - sechster Feldspieler), 2:0 (6.) Matt Pistilli (Nils Liesegang, Pawel Dronia), 2:1 (24.) Tyler Scofield (Tyler McNeely), 3:1 (31.) Mike Card (Matt Pistilli, CJ Stretch), 4:1 (41.) Matt Tomassoni (Penalty), 5:1 (42.) Matt Pistilli (Nils Liesegang, Brett Breitkreutz - Überzahl-Tor), 5:2 (45.) Manuel Edfelder (Greg Gibson), 6:2 (45.) Clarke Breitkreutz (CJ Stretch, Pawel Dronia), 7:2 (55.) Ricco Ratajczyk (Matt Tomassoni, Richard Mueller), 8:2 (57.) Brett Breitkreutz (Clarke Breitkreutz).

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg).

Strafen: Frankfurt 22 - Rosenheim 11 plus Spieldauerstrafe gegen Krys Kolanos.

Zuschauer: 3.235.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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