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Eishockeystadt?

Rosenheim - Die Starbulls Rosenheim spielen gut und erfolgreich. Und was ist der Lohn dafür? Nichtbeachtung durch die Fans! Ein Kommentar von Hans-Jürgen Ziegler:

Hans-Jürgen Ziegler

Die Rosenheimer Eishockeyspieler gewinnen, sie haben sich kurz vor Beginn der Play-off-Runde auf Platz drei vorgearbeitet, sie spielen beeindruckendes Eishockey, hatten die gesamte Saison über so gut wie keinen Einbruch und haben, wenn überhaupt, in 23 Heimspielen vielleicht zweimal enttäuscht. Und was ist der Lohn für die Rosenheimer Kufenflitzer? Nichtbeachtung durch die Fans der so hochgelobten Eishockeystadt Rosenheim.

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Die Starbulls sind vielleicht auf dem Weg zum Meistertitel und keiner merkt's! Die Verantwortlichen haben vor der Saison mehr Geld in die Hand genommen, um für die schwere zweite Saison nach dem Aufstieg gerüstet zu sein. Der Plan ist aufgegangen - die von Franz Steer zusammengestellte Mannschaft ist top. Sie bietet attraktives und offensives Eishockey, sie ist charakterstark, und sie hat mit Norm Maracle, Corey Quirk, Mitch Stephens und Patrick Asselin auch noch außergewöhnliche Spieler in ihren Reihen um die Rosenheim die ganze Liga beneidet. Da stellt man sich die Frage: An was liegt es, dass Rosenheim in der Zuschauergunst ligaweit nur auf Platz sechs liegt - hinter Hannover, hinter Bremerhaven und hinter Dresden, die tabellen- und leistungsmäßig nicht annähernd an die Starbulls herankommen? Ist es der ungeliebte Sonntag, an dem manchmal Bayern München zeitgleich im Pay-TV übertragen wird? Ist es das schöne Ausflugswetter? Ist es die Frühjahrsmüdigkeit? Nein, alles nur Ausreden. Bayern hat schon am Samstag verloren, das Wetter am Sonntag war mehr als durchwachsen, und gegen die eventuelle Frühjahrsmüdigkeit wäre ein Besuch im kühlen Eisstadion bei einer rasanten Sportart genau das richtige Mittel.

Tatsache ist, dass durch die schwache Zuschauerresonanz ein Riesenloch in die Kasse der Starbulls gerissen wurde. Es fehlen pro Spiel 350 Zuschauer, was umgerechnet auf 24 Spiele einen Verlust von knapp 80.000 Euro bedeutet. Dieses Minus wird sich der Verein kein zweites Mal leisten. Die Folgen für die nächsten Jahre: schwächere Mannschaft, schlechtere Platzierungen, noch weniger Zuschauer, Oberliga! Natürlich kann der Zuschauerschnitt mit dem Freitag-Heimspiel gegen Landshut noch etwas geschönt werden, aber bei dem momentanen Desinteresse (damit sind nicht die treuen 1900 Fans, die immer kommen, gemeint) stellt sich eine weitere Frage: Werden am Freitag etwa mehr Landshuter als Rosenheimer im Stadion sein?

Hans-Jürgen Ziegler (Oberbayerisches Volksblatt)

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