Erstes Spiel nach Corona-Quarantäne

Starke Rosenheimer Restart-Leistung in Regensburg bleibt unbelohnt

Regensburg - Die Starbulls Rosenheim haben trotz einer sehr guten Leistung eine Überraschung verpasst und mussten sich im Auswärtsspiel den Eisbären Regensburg knapp mit 1:2 geschlagen geben.

Gegen den voll im Saft stehende Tabellenführer versäumten es die erstmals nach knapp drei Wochen wieder zu einem Spiel angetretenen Starbulls lange Zeit, ihre zahlreich vorhandenen Chancen zu nutzen. Auch der gute Torwart Andreas Mechel konnte nicht verhindern, dass die Rosenheimer Eishockeyspieler im zweiten Drittel mit 0:2 in Rückstand gerieten. Nach dem verdienten Anschlusstreffer drängten die Starbulls in den Schlussminuten auf den Ausgleich, doch die gastgebenden Eisbären brachten die Führung mit Glück und Geschick über die Zeit und feierten somit den siebten dreifachen Punktgewinn in ihrem siebten Spiel der laufenden Saison in der Eishockey-Oberliga Süd.



Die Starbulls mussten neben ihrem verletzten Kapitän Michael Baindl auch auf Kevin Slezak und Simon Heidenreich verzichten. Debüt im Rosenheimer Dress feierten aber zwei mit Förderlizenz ausgestattete Akteure von Kooperationspartner ERC Ingolstadt. Der 22-jährige Deutsch-Finne Samuel Soramies stürmte neben Kyle Gibbons und Curtis Leinweber, der 21-jährige Garret Pruden verteidigte an der Seite von Tobias Draxinger.

Dass die Starbulls aus Quarantänegründen fast drei Wochen kein Spiel bestreiten konnten und auch fast 14 Tage mit dem Mannschaftstraining aussetzen mussten, war ihnen kaum anzumerken. Im ersten Drittel hatten die Grün-Weißen gegenüber dem unangefochtenen Tabellenführer sogar leichte optische Vorteile und ein halbes Dutzend guter Torchancen. Nach einer Viertelstunde Spielzeit musste Eisbären-Torwart Peter Holmgren gefährliche Schüsse von Tobias Draxinger und Pruden entschärfen, dann verfehlte Kilian Steinmann das Regensburger Gehäuse aus kurzer Distanz denkbar knapp (17.). Aber auch Starbulls-Keeper Andreas Mechel war gefordert, rettete zweimal stark gegen den jeweils raffiniert abschließenden Regensburger Toptorjäger Nikola Gajovsky.


Das Unentschieden nach den ersten 20 Spielminuten war durchaus leistungsgerecht. Und das wäre es auch nach dem zweiten Drittel gewesen. Doch während die Starbulls im weiterhin sehr intensiv geführten Spiel ihre Chancen durch Soramies (21.), Draxinger (23.) und Alexander Höller (23. und 29.) ausließen, netzten die Gastgeber ein. Nach einem Diagonalpass von Lars Schiller, der die Rosenheimer Defensive aushebelte, vollstrecke Lukas Heger aus kurzer Distanz zum 1:0 (26.). Danach kassierten die Starbulls mehrere unnötige Strafzeiten und wurden dafür bestraft. Zwar verteidigten sie viele Unterzahlminuten mit teils zwei Spielern weniger auf dem Eis leidenschaftlich und dank der Mithilfe vom starken Torwart Mechel zunächst auch erfolgreich. Doch als Regensburg wieder komplett, der Druck aus der langen Überzahlphase jedoch noch akut war, lenkte Xaver Tippmann einen Querpass aus kurzer Distanz technisch stark zum 2:0 in die Maschen (33.)

Tobias Meier hatte den Rosenheimer Anschlusstreffer auf der Schlägerschaufel, scheiterte aber aus Nahdistanz an einem sensationellen Reflex von Torwart Holmgren (34.), der kurz vor der zweiten Pause auch noch mehrere gefährliche Rosenheimer Überzahlchancen zunichte machte. Gut zehn Minuten vor der Schlusssirene konnten die Starbulls ihre vierte Überzahlmöglichkeit dann aber in einen Torerfolg ummünzen. Leinweber spielte den perfekten Querpass und Soramies drückte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 2:1 über die Linie (50.). Und wenige Sekunden später hätte Enrico Henriquez-Morales nach einem Regensburger Abwehrschnitzer fast den Ausgleichstreffer zum 2:2 besorgt.

Die Partie lebte in der Schlussphase von der Spannung. Bei einem Regensburger Powerplay brannte es vor dem Rosenheimer Tor lichterloh. Und die konsequent agierende Abwehr der Hausherren ließ kaum noch gefährliche Starbulls-Abschlüsse zu – bis Soramies mit Anbruch der vorletzten Spielminute frei auf Holmgren zufahrend im ersten Spiel für die Starbulls fast seinen zweiten Treffer erzielt hätte. Im sich anschließenden Rosenheimer Powerplay ersetzte Trainer John Sicinski seinen Torwart Mechel durch einen sechsten Feldspieler. Doch trotz mehrerer gefährlicher Schüsse fand die Scheibe nicht mehr den Weg ins Regensburger Tor.

Die nächste Chance, wieder zu punkten, haben die Starbulls Rosenheim am Sonntag. Zu Gast im ROFA-Stadion – Spielbeginn 17 Uhr – ist dann der SC Riessersee. Das Spiel kann per Internet-Livestream verfolgte werden. Dieser Service der kommentierten Übertragung aus mehreren Kamerapositionen mit Zeitlupenwiederholungen, Zusammenfassungen der Höhepunkte nach den Dritteln sowie Interviews und Statistiken ist für 8 Euro über das Online-Portal www.sprade.tv buch- und abrufbar.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (M.H.)

Rubriklistenbild: © Peter Lion/Starbulls Rosenheim

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