Der heutige Gegner Garmisch wollte den Ex-Rosenheimer verpflichten - Am Sonntag kommt Dresden

Das vierte Auswärtsspiel

Dominic Auger (links) und Matt Caruana wollen am Wochenende wieder Starbulls-Siege bejubeln.
+
Dominic Auger (links) und Matt Caruana wollen am Wochenende wieder Starbulls-Siege bejubeln.

Rosenheim - Am Freitag müssen die Starbulls gegen Riessersee ran. Dann sind es bereits vier Auswärtsspiele hintereinander, bevor sie am Sonntag gegen Dresden spielen.

Die wichtigste und wenig überraschende Nachricht vorab: Der Eishockey-Zweitligist Starbulls Rosenheim wird in dieser Saison keinen neuen Spieler mehr holen. "Ich bin kein Trainer, der kurz vor Transferende noch einen Schnellschuss macht und damit alles durcheinanderwirbelt. Das bringt uns nichts", erklärte Starbulls-Coach Franz Steer vor den beiden Spielen heute, Freitag, 20 Uhr, beim SC Riessersee und am Sonntag, 18 Uhr, zu Hause gegen die Dresdner Eislöwen.


Bietigheim, zweimal Schwenningen und heute Riessersee - die Starbulls traten zuletzt viermal hintereinander auswärts an, ehe am Sonntag endlich wieder ein Heimspiel mit Familientag stattfindet. Der letzte Auftritt vor eigenem Publikum liegt mittlerweile 14 Tage zurück. Beim 6:2-Sieg gegen Crimmitschau boten die Rosenheimer ihr bisher wohl stärkstes Heimspiel, und an diese Leistung wollen die Steer-Schützlinge am Sonntag anknüpfen.

Vorher steht allerdings heute, 20 Uhr, das Derby beim SC Riessersee an. Gegen die Garmischer haben die Starbulls in dieser Saison eine blütenweiße Weste aufzuweisen: 3:0, 7:0 und 4:3 gewannen die Rosenheimer die bisherigen Spiele, wobei besonders der 7:0-Erfolg in Garmisch beeindruckend war. Trotzdem warnt Steer seine Truppe vor dem Tabellenletzten: "Das wird keine einfache Partie. Unter dem neuen Trainer Toni Krinner scheinen die Garmischer stabiler zu sein". Allein die Ergebnisse gegen die drei Spitzenteams Bietigheim, Schwenningen und Bremerhaven zeigen deutlich, dass man Riessersee nicht unterschätzen darf. Auch wenn die drei Spiele knapp verloren gingen - die Garmischer hielten hervorragend mit und hatten Bietigheim bei einer 5:2-Führung vor dem letzten Drittel am Rande einer Niederlage, doch am Ende siegte Bietigheim 6:5. Seit Krinner die Garmischer übernommen hat, kassierten die Garmischer in drei Spielen nur sechs Gegentore. "Ich weiß zwar noch nicht, wie sie unter Krinner spielen, aber das sieht nach Zach-Schule aus", erklärte Franz Steer, der glaubt, dass die Garmischer hinten Beton anrühren und auch zu Hause auf Konter spielen.


Ob die Garmischer bis gestern, 24 Uhr, noch einen Kontingentspieler für den nach England abgewanderten Adam Henrich verpflichten konnten, stand bei Redaktionsschluss nicht fest. Drei Spieler haben den Garmischern kurzfristig abgesagt, darunter auch der Ex-Rosenheimer Torjäger Dylan Stanley, der in der 2. italienischen Liga lieber von Bozen nach Neumarkt wechselte.

Voraussichtlich gleich mit zwei neuen Ausländern kreuzen dagegen die Dresdner Eislöwen am Sonntag in Rosenheim auf. Sicher mit dabei ist Stürmer Dylan Gyori, der zuletzt bei den Hannover Indians spielte und seine beste Saison in Deutschland beim EHC München in der DEL-Spielzeit 2010/2011 absolvierte, als ihm in 52 Spielen 14 Tore und 18 Assists gelangen. Von dieser Form ist der 33-jährige Kanadier allerdings weit entfernt. Für den verletzten Torhüter Kellen Briggs hat Dresden gestern den 25-jährigen US-Amerikaner Alec Richards vom AHL-Club Rockford IceHogs verpflichtet. In dieser Saison brachte es Richards bisher in Rockford auf elf Einsätze bei einem Gegentorschnitt von 3,50 und einer Fangquote von 87,4 Prozent. Schmerzlich fehlen wird den Eislöwen dagegen Stürmer Patrick Jarrett, der nach einem Kieferbruch auf unbestimmte Zeit ausfällt, was die Chancen der Starbulls auf einen Heimsieg natürlich erhöht. "Er und Sami Kaartinen sind die Schlüsselspieler bei Dresden", weiß Coach Franz Steer, der fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. Neben dem nach wie vor verletzten Niko Senger fehlt heute nur noch Beppo Frank, der allerdings nach seiner Sperre (drei Spiele plus ein Spiel auf Bewährung) am Sonntag gegen Dresden wieder dabei ist.

Für die Starbulls geht es in den beiden Spielen darum, keinen Boden mehr im Kampf um einen Platz unter den ersten vier zu verlieren. Noch ist Rosenheim (58 Punkte) bei zwei Spielen weniger auf Tuchfühlung mit Bremerhaven (3.) und Ravensburg (beide 63 Punkte). Das Führungs-Duo Bietigheim und Schwenningen ist den Starbulls und allen anderen Teams bereits enteilt.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare