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Corey Quirks Serie für die Ewigkeit

OVB
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Corey Quirk schneller als Landshuts Frantisek Mrazek, was aber nichts half: Rosenheim verlor das Derby 2:3 und Quirks sagenhafte Serie endete in Hannover.

Rosenheim - In Hannover blieb Quirk erstmals seit dem 16. Dezember punktlos. Zuvor schaffte er eine Scorerserie von 24 Spielen, in denen er zwölf Tore schoss und 29 vorbereitete.

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Aicher rechnet mit Viertelfinale

Was die Punkterunde angeht, könnte man für das zweite Jahr der Starbulls durchaus konstatieren: Soll erfüllt. Denn nach dem siebten Rang als Neuling ist diesmal Platz vier nach 48 Punktspielen die logische Steigerung. 25 Siegen (22 davon in regulärer Spielzeit) stehen 23 Niederlagen gegenüber, von denen allerdings nur 14 keine Pluspunkte abwarfen. Mit 150 Treffern erzielten die Starbulls 19 mehr als sie zuließen. Zwar erwiesen sich sechs Teams als treffsicherer (Spitze: Heilbronn mit 174 Toren), aber nur ein einziges (Schwenningen 118) erlaubte dem Gegner weniger als die 131 Gegentore von Norm Maracle beziehungsweise Beppi Mayer.

Gegen sechs Kontrahenten haben Franz Steers Jungs eine positive Saisonbilanz, gegen Titelverteidiger Ravensburg sogar eine komplett weiße Weste mit vier glatten Siegen bei 18:6 Toren. Auch gegen Bremerhaven, Crimmitschau und Schwenningen konnte man in allen vier Begegnungen punkten, auch wenn einige davon in der Verlängerung verloren gingen. Ausgeglichen ist die Bilanz gegen Bietigheim und Hannover, negativ nur gegen vier Teams. Was ein bisschen befremdet, ist, dass man ausgerechnet gegen den Viertelfinalgegner (Kaufbeuren) sowie den potenziellen Halbfinalgegner (Landshut) in der Punkterunde die meisten Probleme hatte. In acht Spielen gab es gegen diese beiden keinen einzigen regulären Sieg, nur gegen Kaufbeuren gewann man einmal in Overtime. Fünf Spiele gingen punktlos verloren, bei zweien blieb jeweils ein Zähler. Und: Mit sieben Toren in vier Matches konnte man gegen die Allgäuer nicht einmal zwei Treffer pro Spiel erzielen!

Aber wie es so schön klischeehaft heißt: Im Play-off beginnt alles bei null, so auch Corey Quirks Scoring. In Hannover blieb er erstmals seit dem 16. Dezember punktlos; seine Scorerserie von 24 Spielen, in denen er zwölf Tore schoss und 29 vorbereitete, dürfte, da braucht man kein Prophet sein, ein Ding für die Ewigkeit sein. Er und Patrick Asselin waren aber auch die Haupt-"Schuldigen" daran, dass Grün-Weiß bis zuletzt sogar Chancen auf Rang drei hatte. So kam zum Beispiel von der blauen Linie (in der ersten Saisonhälfte eine große Rosenheimer Stärke) gegen Ende der Punktrunde viel zu wenig. Zahlen gefällig? Topverteidiger Dominic Auger zwei Tore in 18 Spielen, Beppo Frank und Ryan Gaucher je eins in 15 bzw. 19 Matches, und Micky Rohner und Peter Kathan torlos in 17 beziehungsweise 24 Spielen! Und das Duo, das vor Patrick Asselins Ankunft federführend für die Offensive war, die "Goldhelme" Mitch Stephens und Stephan Gottwald, müsste auch dringend den Schalter umlegen: Mit drei Treffern (Gottwald) beziehungsweise zwei (Stephens) in 13 Begegnungen blieben die beiden zuletzt weit unter ihrer sonstigen Produktion! Wie schnell es aber auch wieder in die andere Richtung gehen kann beweist Andrej Strakhov: Nach einer Durststrecke von 16 torlosen Spielen erzielte er drei Treffern in sechs Spielen.

Was gegen Kaufbeuren optimistisch stimmt: Bei den "Special Teams", deren Wirken ja oft den Spielausgang entscheidend beeinflussen kann, haben die Starbulls statistisch die Nase vorn. In Unterzahl ist der Unterschied nicht gravierend (Rosenheim Rang sieben mit 81,6 Prozent, Kaufbeuren zehn mit 79,6 Prozent), doch das drittbeste Powerplay (22,73 Prozent) trifft auf das drittschwächste (16,67 Prozent. In den letzten 13 Rosenheimer Spielen waren Powerplaytore allerdings dünn gesät. Nur je einmal fiel mehr als eins für beziehungsweise gegen die Starbulls. Weitere jüngste Trends: In den letzten 15 Begegnungen ging Rosenheim elfmal im Auftaktdrittel leer aus, andererseits haben sie in den letzten fünf Schlussdritteln kein Gegentor mehr zugelassen. Und irgendwann (vorzugsweise möglichst bald) wird auch die Torflaute von aktuell 96:29 Minuten enden. Denn wie heißt es doch so schön? Im Play-off beginnt alles bei null...

Manfred Eder/Oberbayerisches Volksblatt

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