"Rosenheim hat dreckig gespielt!"

Kevin Gaudet, Norman Hauner
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Bietigheim/Rosenheim - Erst Landshut, jetzt Bietigheim: Wieder hat sich ein Trainer über die angeblich so unfaire Spielweise der Starbulls-Cracks ausgeheult.

Nach der 0:3 (0:1, 0:0, 0:2)-Niederlage im vierten Halbfinale in Rosenheim am Dienstagabend hat sich Steelers-Coach Kevin Gaudet in der heimischen Presse bitterlich über die angeblich so unfaire Spielweise der Rosenheimer Spieler beklagt. "Die Rosenheimer haben dreckig gespielt und sind dreckige Checks gegen uns gefahren. Ihr Plan ist leider aufgegangen", schimpfte der Kanadier bei den Kollegen der Bietigheimer Zeitung. Damit eiferte Gaudet in gewisser Weise seinem Landshuter Kollegen Jiri Ehrenberger nach, der nach dem zweiten Viertelfinale in Rosenheim einen Eklat bei der Pressekonferenz provoziert hatte.


Außerdem beklagte der Bietigheimer Übungsleiter unsaubere Stockschläge seitens der Rosenheimer, die die Schiedsrichter Christian Oswald und Stefan Vogl nicht konsequent unterbunden hätten. Doch selbst wenn man die Starbulls-Spielweise als "giftig" bezeichnen möchte, waren auch die Steelers nicht "untätig": Bei Bryan Schmidt und Ryan del Monte mussten blutende Wunden im Gesicht versorgt werden, Norman Hauner soll sogar einen Zahn verloren haben.

Saisonaus für David Rodman?

Besonders hart trifft die Schwaben allerdings die Verletzung von Star-Stürmer David Rodman, der nach einem harten Zusammenprall mit einem Starbulls-Verteidiger gegen Ende des ersten Drittels benommen auf dem Eis liegengeblieben war. Ein Foul war in dieser Szene allerdings nicht auszumachen. Rodman musste mit einer Gehirnerschütterung ab dem zweiten Spielabschnitt in der Kabine bleiben. Im Ellental wird derzeit sogar darüber spekuliert, ob die Saison für den slowenischen Nationalspieler - genau wie für seinen Bruder Marcel - bereits beendet sein könnte. Damit ist von der vielleicht besten Sturmreihe der Liga derzeit nur noch PJ Fenton einsatzfähig. Außerdem haben einige andere Akteure im ohnehin schon dünnen Steelers-Kader mit dem einen oder anderen "Weh-Wehchen" zu kämpfen.


Ob die Aussagen von Gaudet für den weiteren Verlauf der Serie förderlich sind, wird sich am Freitag, ab 20 Uhr (EgeTrans-Arena), zeigen, wenn die beiden Teams zum fünften Mal die Klingen kreuzen. Für die Starbulls, die auch gestern lange Zeit wieder konsequent wieder mit vier Reihen agierten, spricht auf jeden Fall die Tiefe des Kaders und damit die möglicherweise bessere konditionelle Verfassung.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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