Wieder fehlte nicht viel!

Robert Schopf
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Wieder fehlte den Starbulls (im Bild Robert Schopf, links) nicht viel zu einem Auswärtssieg in Bietigheim.

Bietigheim - Das erinnerte stark an Spiel eins: Wieder fehlten den Starbulls nur Nuancen zu einem Auswärtscoup im Play Off-Halbfinale in Bietigheim.

Vor 2.745 Zuschauern verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend das dritte Spiel der Serie in der EgeTrans-Arena denkbar knapp mit 3:4 (0:2, 2:0, 1:2) und liegen damit in der Gesamtrechnung jetzt mit 1:2 zurück. Dabei zeigten die Grün-Weißen nach einer verschlafenen ersten Viertelstunde eine ansprechende Leistung und drehten einen 0:2-Rückstand sogar zwischenzeitlich in eine 3:2-Führung. Dann allerdings führten ein Bietigheimer Zwischenspurt, eigene Fehler und die eine oder andere unpassende Schiedsrichter-Entscheidung aber doch wieder zu einem Sieg für die Gastgeber.


Bietigheim begann enorm druckvoll

Die Württemberger begannen die Begegnung extrem druckvoll und brannten in den ersten Minuten ein wahres Offensivfeuerwerk ab. Der Lohn war eine schnelle 2:0-Führung: Zuerst hatte Robin Just nach Zuspiel von Marcus Sommerfeld viel zu viel Platz, umkurvte Pasi Häkkinen und schob ein (7.). Gut zwei Minuten später fiel der zweite Treffer, als die Starbulls hinter dem eigenen Tor die Scheibe verloren. Der Pass kam sofort in den Slot, wo Rene Schoofs mit einer schnörkellosen Direktabnahme erfolgreich war. Es dauerte in der Folge noch ein paar Minuten, ehe die Oberbayern endlich in der Partie angekommen waren. Und direkt mit der Sirene wäre dann auch fast noch der Anschluss gefallen, doch Keeper Joey Vollmer konnte die Schüsse von Max Renner und Matt Caruana entschärfen.

Starkes zweites Starbulls-Drittel

Die Serie gegen Bietigheim:

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Der zweite Abschnitt stand dann allerdings ganz im Zeichen der Gäste. SBR-Trainer Franz Steer hatte seiner Truppe in der Kabine offenbar „den Marsch geblasen“, die fortan das Ruder übernahm. Erstmals Grund zum Jubeln hatten die knapp 200 mitgereisten Rosenheimer Anhänger in der 31. Minute, als Caruana mit einem Schlagschuss aus der linken Außenposition ins lange Eck erfolgreich war. Nun wollten die Gäste mehr – und sie sollten mehr bekommen: Dreieinhalb Minuten später war es Greg Squires, der einen Penalty eiskalt zum 2:2-Ausgleich versenkte. Warum die Bietigheimer in dieser Szene auch noch reklamierten, blieb schleierhaft, da der Puck beim vorangegangenen Angriff eigentlich schon im Kasten von Joey Vollmer gelegen hatte, doch die Schiedsrichter aus unerklärlichen Gründen bereits abgepfiffen hatten.


Zick verstärkt Hoffnungen

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Und gleich zu Beginn des Schlussabschnitts verstärkten sich die Starbulls-Hoffnungen, diesmal etwas Zählbares aus dem Ellental mitzunehmen, vehement: 24 Sekunden waren gespielt, als Fabian Zick frei zum Abschluss kam und die Scheibe herrlich in den linken Winkel schlenzte – 2:3, und wieder war die erste Rosenheimer Reihe dafür verantwortlich (41.). Doch die Schwaben kamen im Stile einer absoluten Spitzenmannschaft zurück. Häkkinen konnte einen Schuss von Florian Schnitzer nicht festhalten, was Mark Heatley in der 45. Minute zum 3:3-Ausgleich nützte. Der Siegtreffer fiel in der 50. Minute, als Doug Andress im Powerplay erfolgreich war. Ärgerlich aus Gästesicht war allerdings, dass der Torschütze zu diesem Zeitpunkt aber gar nicht auf dem Eis hätte stehen dürfen, weil dieser sich 20 Sekunden zuvor ein glasklares Foul geleistet hatte, dass die Referees allerdings nicht geahndet hatten. In der Schlussphase konnte man den Grün-Weißen das Bemühen dann zwar nicht absprechen, doch die Gastgeber brachten die knappe Führung relativ sicher nach Hause.

Zeit zum Nachdenken über die sonntäglichen „Ärgernisse“ bleibt jedoch nicht, denn in den Play Offs wird bekanntlich fast jeden zweiten Tag gespielt: Bereits am Dienstagabend, 19.30 Uhr, geht es im Kathrein-Stadion mit dem vierten Spiel der Serie weiter – eine richtungsweisende Begegnung für beide Klubs.

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 4:3 (2:0, 0:2, 2:1)

Tore: 1:0 (7.) Robin Just (Mark Heatley, Ralf Herbst), 2:0 (9.) Rene Schoofs (Robin Just, Tomas Gulda), 2:1 (31.) Matthew Caruana (Michael Fröhlich, Gregory Squires), 2:2 (34.) Gregory Squires (Penalty), 2:3 (41.) Fabian Zick (Matthew Caruana, Gregory Squires), 3:3 (45.) Mark Heatley (Florian Schnitzer, Marcel Neumann), 4:3 (50.) Doug Andress (Chris St. Jaques, David Rodman - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Eric Daniels (Gelsenkirchen) und Sven Fischer (Hamburg).

Strafen: Bietigheim 2 - Rosenheim 10.

Zuschauer: 2.745.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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