Starbulls verschlafen zwei Drittel

Bietigheim - Grün-Weiß mit zwei Gesichtern: Erst waren sie nicht richtig auf dem Eis, zeigten dann große Moral und hatten am Ende Pech beim 2:3.

Die Starbulls zeigten am Freitag zwei Gesichter: In den ersten beiden Dritteln konnte das Team nicht an die Leistungen der ersten vier Spiele gegen Bietigheim anknüpfen! Viele Scheibenverluste, schwaches Powerplay, wenige Torchancen, inkonsequente Defensivarbeit - sie waren einfach nicht richtig auf dem Eis!


Die Führung der Steelers war verdient, auch wenn der ansonsten gute Pasi Häkkinen beim 2:0 unglücklich aussah.

Dann aber schien die Wende zu kommen, noch in der letzten Minute des 2. Drittels. Nach starker Vorarbeit von Greg Squires machte Matt Caruana den Anschlusstreffer. Wieder zeigten die Starbulls große Moral, holten einen 0:2 Rückstand in Bietigheim auf. In der 48. Spielminute fiel der Ausgleich und erneut schlug Caruana zu!


Die Steelers schienen platt zu sein, spielten sie doch nur mit drei Reihen. Doch noch einmal mobilisierten sie ihre letzten Kräfte und stemmten sich gegen die neuen Kräfteverhältnisse auf dem Eis.

Dramatik pur dann in der Verlängerung: Sommerfeld umspielte in der 64. Minuten Pasi Häkkinen, verpasst es aber die Scheibe ins leere Tor einzuschieben. Wenig später (65.) traf Doug Andress nur den Außenpfosten. Riesenglück für Rosenheim! Beeindruckend woher die Steelers ihre Kraft holten!

Dann die spielentscheidende Szene: Großchance für Grün-Weiß, dann ein katastrophaler Scheibenverlust beim Neuaufbau an der blauen Linie und die Steelers Schoofs und St.Jacques stehen frei vor Häkkinen - da fällt das 3:2 (74.).

Nun müssen die Starbulls am Sonntag daheim wieder in der Serie ausgleichen und ein siebtes Entscheidungsspiel in Bietigheim erzwingen!

Der Finalgegner steht schon fest: die Wild Wings gewannen zu Hause 4:1 gegen Ravensburg und zogen ins Endspiel ein.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Tore:

1:0 (15:03) Marcus Sommerfeld (René Schoofs, Robin Just)

2:0 (36:28) Tomas Gulda (Doug Andress, Ralf Herbst)

2:1 (39:12) Matthew Caruana (Gregory Squires, Bryan Schmidt)

2:2 (47:33) Matthew Caruana (Fabian Zick, Pasi Häkkinen)

3:2 (73:58) Chris St.Jacques (René Schoofs)

Statistik:

Zuschauer: 2.744

Schiedsrichter: Florian Zehetleitner

Vorbericht:

In dieser Woche versuchte Bietigheims Trainer Kevin Gaudet noch die Starbulls zu verunsichern. Er beschwerte sich über die zu harte Spielweise der Rosenheimer und bekam eine entsprechende Antwort: Dass man bei den Starbulls unfair spiele, ließen Trainer Franz Steer und auch der Vorstand nicht auf sich sitzen. Im verbalen Schlagabtausch haben die Steeler eindeutig den Kürzeren gezogen.

Doch nun muss sich auf dem Eis entscheiden, wer nach einem bisher ausgeglichenen Play-off-Halbfinale den Einzug ins Finale schafft. Nach vier Spielen steht es 2:2 und beide Teams konnten das eigene Stadion jeweils als Sieger verlassen. Vier Siege sind notwendig, um die Serie zu gewinnen. Daher kann zwar in diesem Spiel noch nicht die Entscheidung fallen, aber mit einem Sieg rückt das Finale zum greifen nahe.

Beide Teams sind durch Verletzungen geschwächt, wie das Oberbayerische Volksblatt meldet. Auf Rosenheimer Seite fällt weiterhin Angreifer Andrej Strakhov aus. Er hat noch immer Rückenprobleme. Laut Bietigheimer Zeitung müssen die Gastgeber gleich auf vier Spieler verzichten. Der neueste Ausfall ist Angreifer David Rodman. Auch soll der Einsatz von Stammtorhüter Jochen Vollmer fraglich sein, da ihn Leistenprobleme plagen.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Foelsner Christian

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