Gericht weist DEB-Klage gegen ESBG ab

München - Das Münchner Landgericht hat eine Klage des Deutschen Eishockeybundes (DEB) gegen die ESBG abgewiesen. Auch die Starbulls sind davon indirekt betroffen.

Das Landgericht München I hat am Montag die Feststellungsklage des Deutschen Eishockey Bund e.V. (DEB) im Bezug auf die Stimmenanteile bei der Eishockey Spielbetriebsgesellschafts mbH (ESBG) abgewiesen.


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HINTERGRUND:

Der Eishockey-Kooperationsvertrag

Der Verband hatte im September eine renommierte, auf Gesellschaftsrecht spezialisierte Kanzlei beauftragt, um gemeinsam mit dem SC Riessersee und dem ESV Kaufbeuren die Stimmrechtsverteilung innerhalb des ESBG vor dem Münchner Landgericht zu klären. „Die Frage der Stimmrechtsbeschneidung, die im Rahmen der letzten Gesellschafterversammlung vollzogen wurde, bedarf einer Klärung, um geordnete Verhältnisse für die Zukunft herzustellen. Ohne klare Regelungen und das Einhalten von Vorschriften ist keine strukturelle Kontinuität zu erreichen“, erklärte der Deutsche Eishockey Bund e.V. in seiner Pressemitteilung vom 5. September 2012 die Gründe für diesen rechtlichen Schritt.

Nach dem Urteil am Montag, welches allen Partien zugestellt wurde, muss der Deutsche Eishockey Bund e.V. für die Kosten des Verfahrens aufkommen. Dabei hatte sich der Verband, auf dessen Seite mit Riessersee und Kaufbeuren lediglich zwei Zweitliga-Klubs befanden, nach der Verhandlung im Dezember des vergangenen Jahres noch als „Punktsieger“ gesehen, doch die Richterin in München widersprach nun mit dem Urteil dem Rechtsverständnis des Klägers und gab damit der ESBG-Seite recht, auf der auch die Starbulls Rosenheim stehen.


Klagt DEB nun gegen konkrete Beschlüsse?

Hintergrund des Streits ist, dass ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger bereits im Juli 2012 auf der Gesellschafterversammlung die Stimmanteile des Verbandes (DEB) von 360 auf 20 beschnitten hatte. Ob der DEB nun gegen konkrete Beschlüsse der ESBG (zum Beispiel die Entscheidung vor Saisonbeginn, Bremerhaven in der zweiten Liga zu belassen) klagen kann, war nicht Bestandteil dieses Verfahrens und müsste nun im Fall der Fälle durch weitere Gerichtsverfahren geklärt werden.

Das ist aber sicherlich nicht im Sinne des Sports! Dementsprechend gilt es nun, dass alle Beteiligten auf ESBG-Seite in den kommenden Wochen und Monaten die Zukunft der zweithöchsten deutschen Eishockey-Spielklasse im positiven (sportlichen) Sinne und nicht durch Rechtswege weiter gestalten, hieß es in einer Pressemitteilung der Gesellschaft am Mittag.

Pressemitteilung Eishockey Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) / redro24

Quelle: rosenheim24.de

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