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Im Penalty-Schießen verloren

OVB
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Alex Piskunov traf völlig verdient zum 1:1-Ausgleich für die Löwen in Dorfen.

Waldkraiburg - Der EHC Waldkraiburg hat auch sein zweites Spiel des Play-down-Halbfinales gegen den ESC Dorfen verloren - mit 2:3 im Penalty-Schießen.

Mit 2:3 unterlag die Mannschaft von Interimstrainer Rainer Zerwesz nach Penalty-Schießen und steht mit 0:2 in der "Best-of-five-Serie" schon früh mit dem Rücken zur Wand.

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Schon vor Anpfiff der Partie dürfte sich in Dorfen mindestens einer gefreut haben: Der Kassenwart am Eingang. Denn mit 550 Zuschauern - die Hälfte dürfte aus Waldkraiburg gewesen sein - war das Dr. Rudolph-Stadion prächtig gefüllt und bildete eine würdige Kulisse für dieses Derby, bei dem bekanntlich noch viel mehr auf dem Spiel stand und steht.

Trotz aller Brisanz gab es zwischen den rivalisierenden Fanlagern aber keine ernsten Vorkommnisse. Waldkraiburgs Interimstrainer Rainer Zerwesz, mit 413 DEL- und 133 Erstligaspielen reichlich erfahren und etatmäßiger Coach der Schülermannschaft der "Löwen", konnte in der kurzen Zeit, seit er die erste Mannschaft vom zurückgetretenen Jan Smolko übernommen hatte, zwar nur wenig verändern, doch die Rückkehr zu den Reihen-Formationen vom Saisonbeginn sollte sich auszahlen.

Ganz anders als noch zwei Tage zuvor, beim blamablen 2:6 gegen Dorfen im "Heimspiel" in Rosenheim, kämpften die "Löwen" von Beginn an aufopferungsvoll. Sie betrieben damit gegenüber ihren Fans die nötige Wiedergutmachung, nach dem katastrophalen und emotionslosen Auftritt in Spiel eins.

Das erste Drittel, in dem beide Teams auf Augenhöhe agierten, mit leichten Vorteilen für die "Eispiraten", konnten die Hausherren auch mit 1:0 für sich entscheiden: in einer 5:3-Überzahl traf Chad Anderson nach gut acht Spielminuten (8:23).

Ein knapper Rückstand, doch der Auftritt macht Mut für die möglichen restlichen Spiele: "Ich wurde am Samstag ins kalte Wasser geschmissen, und in der kurzen Zeit kann man nicht viel verändern. Es war wichtig, dass die Jungs das Freitagsspiel vergessen. Jeder wusste, was er zu tun hat und die Spieler haben das auch gut umgesetzt. Von der ersten Minute an wollten sie das Spiel gewinnen und sich in Dorfen nicht kampflos ergeben, das hat man gesehen. Darum muss ich meiner Mannschaft wirklich ein Kompliment machen, dass sie Dorfen einen so guten Kampf geliefert hat", meinte EHC-Coach Zerwesz nach der Partie zufrieden.

Zufrieden konnte er besonders mit den letzten 34 Minuten sein. Gerade im zweiten Drittel waren die "Löwen" die klar bessere Mannschaft und trafen mit Alex Piskunov auch völlig verdient zum 1:1-Ausgleich (29:14). Die Spielweise des EHC nötigte selbst Dorfens Coach John Samanski ein Lob ab: "Waldkraiburg war da weit, weit besser. Das war Einbahnstraßeneishockey und so etwas geht nicht, vor allem nicht zu Hause", so der Kanadier. Und das sollte sich auch im letzten Drittel fortsetzen, zumindest zum Teil. 14 Sekunden nach Wiederanpfiff gingen die "Löwen" mit Jürgen Lederer erstmals in der Play-down-Serie in Führung (40:14). Ein kurioser Treffer, denn der Abpraller nach Lederers Schuss von Keeper Andi Tanzer prallte vom fallenden Lederer zurück ins Tor.

In der Folge sahen de Zuschauer eine dramatische Schlussphase mit wieder erstarkenden Dorfenern und Chancen auf beiden Seiten, wobei wieder einmal die Verwertung der Gelegenheiten ein Manko des EHC war. Die "Eispiraten" nutzen schließlich erneut eine Überzahl zum Ausgleich, wieder traf Kontingentspieler Anderson (54:42).

Die Schlussoffensive des EHC Waldkraiburg konnte dann nicht wie geplant stattfinden, nachdem Jürgen Lederer offenbar das Temperament durchging, er nicht wirklich unabsichtlich mit Keeper Tanzer zusammenstieß und folgerichtig zwei Minuten zum Abkühlen auf die Strafbank musste.

Es folgte das von den "Löwen" ungeliebte Penalty-Schießen, welches die Hausherren für sich entscheiden konnten. Anderson traf zum 3:2-Sieg, die Waldkraiburger scheiterten allesamt an Keeper Tanzer.

"Klar, Penalty-Schießen ist immer etwas Glücksache, aber irgendjemand muss gewinnen und das haben wir gemacht. Aber das ist eine "Series", da ist noch nichts vorbei. Vielleicht steht es jetzt 2:0 auf dem Papier, doch am Freitag ist wieder ein neues Spiel, das auch gewonnen werden muss", resümierte Dorfens Trainer Samanski nach der Partie und dürfte beim lesen dieser Zeilen indirekt auch Motivationshilfe für die Spieler des EHC Waldkraiburg gegeben haben.

Statistik

Bayernliga 2011/2012, Play-down-Halbfinale Spiel 2

ESC Dorfen - EHC Waldkraiburg 3:2 n.P. (1:0/ 0:1/ 1:1/ 1:0)

Tore: 1:0 08:23 Anderson Ch. (Trox M., Mittermeier Th.), 1:1 29:14 Piskunov S. (Vogl T., Sorsak M.), 1:2 40:14 Lederer J. (Hämmerle D., Führmann M.), 2:2 54:42 Anderson Ch. (Mittermeier Th., Trox M.), 3:2 60:00 Anderson Ch. (Penalty).

Strafen: ESC Dorfen 10 Strafminuten, EHC Waldkraiburg 14 Strafminuten.

Zuschauer: 550.

göß/Mühldorfer Anzeiger

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