Ungewissheit nach Indians-Insolvenz

Hannover/Rosenheim - Die Hannover Indians sind insolvent und werden aus der zweiten Eishockey-Bundesliga absteigen. Was das für die Starbulls bedeutet:

Seit Mittwoch steht fest, dass die Hannover Indians insolvent sind. Wie es mit dem Club weitergeht, steht im Augenblick noch nicht genau fest. Ein Insolvenzverwalter übernimmt derzeit die Geschäfte und wird entscheiden müssen, ob die Indians die restlichen Spiele der Saison absolvieren.


Klar ist seit einem Treffen der Zweitligisten am Donnerstag bereits, dass es in dieser Saison keine Play-Down-Runde geben wird. Da die Indians jetzt ohnehin als Absteiger feststehen, haben sich die Clubs der 2. Eishockey-Bundesliga zu diesem Schritt entschlossen.

Was die Insolvenz für die Starbulls bedeutet

Für Sonntag ist in Hannover das Spiel gegen Rosenheim angesetzt und derzeit geht Starbulls-Vorstand Wilhelm Graue davon aus, dass das Spiel stattfindet. Nach aktuellem Stand reisen die Starbulls also zum Auswärtsspiel nach Hannover.


Gegenüber rosenheim24 erklärte Graue darüber hinaus, dass ein Rückzug der Hannover Indians aus dem weiteren Spielbetrieb weitreichende Konsequenzen für die gesamte Liga hätte. Denn für diesen Fall gilt: "Alle Spiele gegen Hannover werden gestrichen." Aus Rosenheimer Sicht eine durchaus verlockende Aussicht. "Uns würden drei Punkte abgezogen. Bei anderen Teams sind es bis zu neun Punkte, " erläuterte Graue dazu.

Bis in Hannover weitere Entscheidungen fallen, bleiben diese Möglichkeiten vorerst noch Theorie. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden!

Fanversammlung zur Insolvenz der Hannover Indians

Die Pressemitteilung der ESBG

Der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Hannover Indians GmbH beherrschte am heutigen Nachmittag die Sitzung der Zweitligisten im Großraum Stuttgart. Die anwesenden Clubvertreter stimmten aus diesem Grund einstimmig gegen die Durchführung der bevorstehenden Play-Down-Runde, da die Hannover Indians durch den Antrag auf das Insolvenzverfahren automatisch als Absteiger aus der zweiten Eishockey Bundesliga feststehen.

„Die Durchführung einer Abstiegsrunde, die durch die bedauerliche Zahlungsunfähigkeit der Hannover Indians ohne sportlichen Wert wäre, macht nach Meinung der Zweitligisten keinen Sinn.“ fasste ESBG-Geschäftsführer Alexander Jäger den Beschluss der Clubvertreter zusammen.

Darüber hinaus beschlossen die anwesenden Clubvertreter die Zahlung einer Solidaritätsumlage für die Clubs auf den Plätzen neun bis zwölf nach der Hauptrunde.

Pressemeldung Eishockeyspielbetriebsgesellschaft mbH / Robert Märländer

Quelle: rosenheim24.de

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