Kommt Alan Reader für Smith?

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Potentieller Nachfolger von Kanada-„Flüchtling“ Matt Smith: Alan Reader.

Rosenheim – So schnell kann es nur beim Eishockey, der schnellsten Mannschaftssportart der Welt, gehen. Während der eine „spurlos“ verschwindet, zieht der andere schon seine Kreise auf dem Eis.

Am Dienstag erlebten die Starbulls-Verantwortlichen mit der plötzlichen Abreise von Matt Smith in Richtung Kanada eine böse Überraschung, am Abend trainierte bereits mit Alan Reader ein potentieller Nachfolger mit, der gestern Abend aller Voraussicht nach seine Unterschrift unter einen Vertrag setzte.


Matt Smith in der Saisonvorbereitung.

"Es sieht sehr gut aus mit Reader. Wir sind schon lange an ihm dran, aber bislang war er nicht finanzierbar", erklärte Starbulls-Coach Franz Steer gestern. Und Steer gab auch gleich noch ein eindeutiges Statement zum "flüchtigen" Matt Smith ab: "Das hat sich erledigt". Smith wird also definitiv nicht mehr für die Starbulls spielen. Was den kanadischen Stürmer, der gegen Herne ein so tolles Punktspieldebüt für die Starbulls mit zwei Toren gefeiert hatte, letztendlich dazu bewogen hat, nach Kanada zurückzugehen, bleibt nach wie vor unklar. Es ist wohl ein Mix aus einem beruflichen Top-Angebot und der Sehnsucht nach seiner Verlobten. "Ich hatte den Eindruck, dass er vor dem Spiel gegen Herne schon eine Entscheidung getroffen hatte und dass er deshalb so befreit aufspielte", glaubt Steer, der dem wortkargen Smith "trotz schwacher Leistungen in den Vorbereitungsspielen immer die Stange gehalten hat".

Sowohl der Ex-Trainer von Smith in Kanada, als auch sein Spielervermittler waren total überrascht von der Entscheidung des Stürmers, der vor dieser Saison aus Holland zu den Starbulls kam. Und beide entschuldigten sich bei Steer dafür, dass sie Smith empfohlen hatten. "Da braucht sich keiner zu entschuldigen, denn man kann nicht in einen Menschen reinschauen. Allerdings steht meine Tür für die Spieler immer offen und wenn es Probleme gibt, können die auch jederzeit besprochen und gelöst werden", erklärte Steer.


Jetzt könnte der 31-jährige Alan Reader die Lücke von Smith schließen. Der gebürtige Friedberger (bei Augsburg) hat zwar einen kanadisch klingenden Namen, ist aber Deutscher und lässt dadurch weitere Optionen für die Starbulls offen - falls er tatsächlich kommt. "Dann hätten wir die Möglichkeit, während der Saison noch einen Ausländer zu verpflichten", weiß Steer, der von Reader nur das Beste gehört hat. Und zwar von ehemaligen Mitspielern wie Andreas Paderhuber, Michael Höck, Thomas Rohner oder Ron Newhook, die jetzt alle das Starbulls-Trikot tragen. Der Außenstürmer spielt seit 13 Jahren hauptsächlich in der 2. Bundesliga und in der Oberliga und hat bei sämtlichen Vereinen seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. In den letzten drei Oberliga-Jahren in Ravensburg (zwei Jahre) und Bad Tölz erzielte Reader in 140 Spielen 59 Tore und 86 Assists. In den beiden letzten Spielzeiten stürmte der Familienvater (Frau und zwei Kinder) für die Lausitzer Füchse (50 Spiele/18 Tore/16 Assists) und den SC Riessersee (46/14/22).

"Ich habe einen hervorragenden Eindruck von ihm. Er hat einen guten Charakter und alle Spieler, die bereits mit ihm zusammengespielt haben, bezeichnen ihn als Super-Typen", freut sich Steer auf die eventuelle Neuverpflichtung, die heute schon perfekt sein könnte und deshalb auch morgen gegen seinen Ex-Verein Bad Tölz spielen könnte. So schnell kann es nur im Eishockey gehen....

Hans-Jürgen Ziegler/Oberbayerisches Volksblatt

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Quelle: rosenheim24.de

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