Löwen-Relegationsspiel von unschönen Szenen überschattet

Brutalo-Foul, Becherwurf und eine widerliche Spuck-Attacke

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Völklingen/München - Regionalliga Bayern-Meister TSV 1860 München steht nach dem 3:2 (1:1)-Erfolg beim Südwest-Vertreter 1. FC Saarbrücken schon mit einem Bein in der dritten Liga. Das Relegationshinspiel in Völklingen wurde jedoch von einigen äußerst unschönen Szenen überschattet.

Brutalo-Foul an Koussou

In der 21. Minute brannten den Hausherren zum ersten Mal die Sicherungen durch. Beim Stand von 0:1 ging FCS-Stürmer Kevin Behrens ohne Rücksicht auf Verluste an der Seitenlinie in den Zweikampf mit Kodjovi Koussou. Mit offener Sohle trat der Top-Torjäger dabei brutal gegen das Schienbein des Löwen-Spielers. Das tat schon beim Zuschauen richtig weh. 

Bundesliga-Schiedsrichter Guido Winkmann zögerte keine Sekunde und zückte völlig zurecht die Rote Karte wegen rohen Spiels für den Saarbrücker, der damit im Rückspiel gesperrt fehlen wird.

Becherwurf auf BFV-Präsident und DFB-Vize Koch

Wenige Minuten nach der Roten Karte ging es auf der Tribüne erstmals rund. Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball Verbandes (BFV) und Vizepräsident des DFB, wurde dabei laut tz.de von einem Saarbrücker Anhänger erst angepöbelt und dann mit einem Bierbecher beworfen. Koch wurde offenbar am Kopf getroffen. Der Funktionär verschwand daraufhin vorübergehend von seinem Platz, kehrte aber später zurück.

Die Hintergründe der Aktion sind noch unklar. Der mutmaßliche Übeltäter wurde in der Halbzeitpause von der Polizei abgeführt.

Widerliche Spuck-Attacke auf Karger

Die eindeutig widerlichste Aktion leistete sich jedoch ein weiterer Saarbrücker Akteur. Kurz nach der Pause hatte Nico Karger das 2:1 für die Löwen erzielt. Der Stürmer drehte daraufhin jubelnd Richtung Fanblock ab. Auf dem Weg dorthin rannte er auch Saarbrückens Auswechselspielern vorbei - darunter auch Abwehrspieler Pierre Fassnacht.

Genau als Karger vorbei lief, spuckte der 22-Jährige in dessen Richtung, was im Video bei etwa 1:36 Minuten zu sehen ist. Bei genauerem Hinsehen ist zu erkennen, dass Fassnacht vor und nach der "Spuck-Attacke" Kaugummi kaut - den hat er also nicht ausgespuckt. Der Löwen-Torschütze bemerkte die Attacke jedoch nicht oder ignorierte sie gekonnt. Schlimm: Der Schiri sah die Szene nicht, so dass Fassnacht ungeschoren davon kam.

Pyro-Aktion von 1860-Fans sorgt für Unterbrechung

Und schließlich benahmen sich auch die Sechziger-Fans (wieder einmal) daneben. Nach einer guten Stunde musste das Spiel kurzzeitig unterbrochen werden, da im Gästeblock zahlreiche bengalische Feuer abgebrannt worden waren. Bereits kurz vor Spielbeginn hatte es schon mal im Löwen-Sektor geraucht...

Dieses Fehlverhalten wird der DFB sicherlich mit einer ordentlichen Geldstrafe sanktionieren. Zudem war die Aktion auch noch völlig unsinnig, denn in der 60. Minute führten die Löwen 2:1 und hatten eigentlich das Spiel in dieser Phase total im Griff...

Mit dem Sieg in Völklingen haben sich die Löwen eine Top-Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonntag (14 Uhr) im Grünwalder Stadion erarbeitet. In den weiteren Relegationspartien setzte sich Uerdingen mit 1:0 gegen Waldhof Mannheim durch, Energie Cottbus gewann nach einem 3:0-Pausenvorsprung letztlich mit 3:2 bei Nord-Vertreter SC Weiche Flensburg.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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