Partie stand vor dem Abbruch

Schweinfurter Bengalos stoppen Buchbach

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Der TSV Buchbach verlor am Freitagabend knapp gegen den 1. FC Schweinfurt 05.
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Buchbach - Der 1. FC Schweinfurt und Teile seiner Fans haben am Freitagabend die Serie des TSV Buchbach von sieben Spielen ohne Niederlage geknackt. In der Fan-Kurve der Unterfranken wurden wieder Bengalos gezündet und auf das Spielfeld geworfen, so dass die Partie kurz vor dem Abbruch stand.

„Wir hätten uns mindestens einen Punkt verdient, weil wir in der zweiten Hälfte die klar bessere Mannschaft waren“, befand Buchbachs Trainer Anton Bobenstetter, dessen Team nach dem 0:1-Rückstand immer wieder mächtig Druck aufbaute, durch zwei fünfminütige Unterbrechungen aber gebremst wurde. In der 76. Minute drohte gar der Abbruch, als Schiedsrichter Marco Achmüller die Mannschaften in die Kabine schickte, um deutlich zu machen, dass er keinen weiteren Vorfall dulden würde. „Gerade in den Phasen, in denen wir immer wieder Druck aufgebaut haben, wurde das Spiel durch die Bengalischen Feuer immer wieder unterbrochen. Das war alles nicht von Vorteil für uns. Das war alles sehr bitter, aber es geht weiter“, kommentierte Bobenstetter und auch Schweinfurts Trainer Timo Wenzel bezog eindeutig Stellung: „Im Namen des Vereins muss ich mich für die Vorkommnisse entschuldigen. Die Mannschaft und das Trainerteam tragen daran keine Schuld. Das darf aber nicht vorkommen. Es sind Kinder im Stadion. Wir distanzieren uns davon. Es gibt immer ein paar Idioten. Man muss ganz klar sagen: Das gehört nicht auf den Fußballplatz.“

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Das Tor des Tages fiel in der 18. Minute, als Stefan Maderer auf der linken Angriffsseite einen Zweikampf gegen Moritz Moser für sich entschied und mit einem beherzten Schuss ins lange Eck traf. Die Schnüdel belohnte sich mit diesem Tor für eine starke Startphase, in der die Buchbacher alle Hände voll zu tun hatten, um den Tabellendritten vom Tor wegzuhalten. Nach einer halben Stunde war dann aber auch Buchbach in der Partie und hatte bis zur Pause einige passable Möglichkeiten. Bobenstetter: „Wir waren dann auf Augenhöhe. Es spricht für meine Mannschaft, dass Schweinfurt hier mit einer Fünferkette agiert hat.“

"Ich hab den Ball schon im Tor gesehen"

Nach dem Seitenwechsel gaben die Hausherren eindeutig den Ton an und hätten spätestens in der 70. Minute in Führung gehen müssen, als der eingewechselte Maxi Bauer durch war, Schnüdel-Keeper Alex Eiban aber per Fußabwehr in höchster Not klären konnte. „Wir wussten, dass es schwer werden wird, aber wir haben den Kampf angenommen. Das haben die Jungs sehr gut gemacht. Deshalb bin ich stolz auf meine Mannschaft. In Buchbach muss man erst mal gewinnen“, so Wenzel, der gestand: „Zum Schluss sind wir hinten hineingedrängt worden und haben nur noch verteidigt. Da hat es Buchbach sehr gut gemacht und wir hatten das nötige Quäntchen Glück.“ Als ein Schuss von Thommy Breu aus kurzer Distanz zur Ecke abgefälscht wurde (85.), bekannte Wenzel: „Ich habe den Ball schon im Tor gesehen.“

Buchbach unzufrieden mit Niederlage

Dass seine Mannschaft am Schluss mit leeren Händen dastand, empfand Bobenstetter als ungerecht: „Wir haben gegen eine gute Schweinfurter Mannschaft sehr viel investiert. Leider sind wir nicht belohnt worden. Das tut mir für meine Jungs einfach leid.“ Und auch Buchbachs Sportlicher Leiter Georg Hanslmaier sagte: „Ein Unentschieden wäre sicherlich das passendere Ergebnis gewesen. Mit der Leistung, die wir gezeigt haben, können wir schon zufrieden sein. Wenn wir den Fehler beim Gegentor nicht machen, geht das Spiel wahrscheinlich 0:0 aus.“

Quelle: rosenheim24.de

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