TSV 1860 Rosenheim - SV Schalding-Heining

Linner: "Konnte selbst nicht glauben, dass ich den reinballere"

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Korbinian Linner traf kurz nach seiner Einwechslung zum 3:3-Ausgleich.
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Rosenheim - Dank eines Traumtores durch Korbinian Linner kurz vor Schluss holt der TSV 1860 Rosenheim einen wohl verdienten Punkt gegen den SV Schalding-Heining. Nach einer intensiven zweiten Halbzeit trennen sich die Tabellennachbarn 3:3-Unentschieden.

Zur Halbzeit hatte sich der Großteil der 280 anwesenden Zuschauer im Rosenheimer Jahnstadion schon wieder mit einer Niederlage abgefunden. Zwar passierte im ersten Durchgang eigentlich wenig - beide Teams spielten vor allem auf Sicherheit - doch aufgrund zweier individueller Fehler führten die Gäste zum Pausentee mit 2:0. Zuerst konnte sich Christoph Wallner nach einem zu kurz geratenen Rückpass zu seinem Torwart nur noch mit einem Foulspiel behelfen, Stefan Rockinger verwandelte den fälligen Strafstoß souverän (32.). Keine zehn Minuten später sah Neuzugang Alin Goia im Rosenheimer Tor nicht gut aus, als er sich bei einer Flanke verschätzte, die Andreas Jünger dann nur noch ins leere Tor köpfen musste (38.).

Zwei Tore innerhalb von nur einer Minute

Der Verlauf der ersten 45 Minuten erinnerte erschreckend stark an das Heimspiel gegen den SV Heimstetten nur zwei Wochen zuvor, wo der Gast ebenfalls aus dem Nichts mit 2:0 in Führung ging. Der Endstand damals: 1:6. Doch diesmal hatte Trainer Thomas Kasparetti in der Kabine wohl die richtigen Worte gefunden. Die Gastgeber stiegen ordentlich aufs Gaspedal und kamen verdient zum Anschluss. Moritz Moser sorgte mit einem weiten Einwurf in den Strafraum für Gefahr, irgendwie kam der Ball zu Danijel Majdancevic und der musste nur noch einschieben (53.). Das wollten die Niederbayern nicht auf sich sitzen lassen, direkt im Gegenzug stellte Jünger mit seinem zweiten Treffer des Tages den alten Abstand wieder her (54.).

Das war's dann allerdings mit den Chancen für die Gäste, ab diesem Zeitpunkt spielte nur noch Rosenheim. Eine knappe Viertelstunde nach den beiden Treffern war es wieder ein Einwurf von Moser, den die Schaldinger nicht verteidigen konnten: Nach einem wilden Gestochere vor dem Tor kam wohl ein Verteidiger mit der Hand an den Ball, ohne zu zögern zeigte der starke Schiedsrichter Andreas Hummel zum zweiten Mal auf den Punkt. Danijel Majdancevic nahm sich der Aufgabe an und traf trocken in die Tormitte (68.).

"Ich hab mich gefreut, endlich mal ein schönes Tor zu schießen"

Danach häuften sich die Chancen zum Ausgleich, SVS-Keeper Markus Schöller musste sich bei einem Moser-Kopfball ganz lang machen, um die Führung festzuhalten. Dann jedoch zogen die Sechziger ihre letzte Option, Korbinian Linner kam für Sebastian Hölzl. Und der brauchte keine zwei Minuten, um sich für einen Startelf-Einsatz in der nächsten Woche zu empfehlen: Mit vollem Körpereinsatz behauptete der Griesstätter den Ball, drehte sich und traf aus knapp 25 Metern ins rechte Kreuzeck. "Ich konnte es erst nicht glauben, dass ich den da reinballere. Dann hab ich mich gefreut, endlich mal ein schönes Tor zu schießen und nicht, wie sonst immer, im Thomas-Müller-Style", so der sichtlich gut gelaunte Torschütze gegenüber Beinschuss.de.

1860-Trainer Kasparetti zeigte sich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Wir haben eine riesige Moral gezeigt. Es passt so, wie es ist." Sein Gegenüber tat sich nach dem Spiel schwer, die richtigen Wort zu finden, sah aber auch einen "intensiven und positiven Auftritt meines Teams".

Am kommenden Samstag geht es für den TSV 1860 Rosenheim dann zum Aufstiegsfavoriten Türkgücü München, wo man dem nächsten Topteam ein Bein stellen will. Anpfiff ist um 14 Uhr im Sportpark in Heimstetten. Der SV Schalding-Heining trifft zur selben Zeit vor heimischem Publikum auf Viktoria Aschaffenburg.

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dg

Quelle: rosenheim24.de

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