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Drittligisten veröffentlichen Stellungnahme

Bayerische Vereine stemmen sich gegen Regionalliga-Reform

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Der TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching sind gegen eine Regionalliga-Reform.

München - Weiterhin gibt es keinen Fortschritt in Sachen Regionalliga-Reform. Die Vereine der dritten Liga haben jetzt zusätzlich nochmal Öl ins Feuer gegossen, in einer Stellungnahme fordern sie die Rückkehr zur Regelung von drei Absteigern in der 3. Liga.

Die geplante Reform des Aufstiegs in die 3. Liga geht weiterhin keinen Schritt voran. Laut letztem Stand sollten die Regionalligen Südwest und West jeweils einen festen Aufstiegsplatz erhalten, während die verbleibenden drei (Nord, Nordost und Bayern) weitere zwei Plätze unter sich ausmachen sollten. Auf eine Lösung, die eine Aufteilung Deutschlands in vier Regionalligen vorsieht, konnte man sich bisher nicht einigen.

Nun haben die Drittligavereine ihren Unmut darüber bekundet: "[...] Aus diesem Grund fordern die Vereine der 3. Liga die schnellstmögliche Rückkehr zur vorherigen Regelung mit drei Absteigern. Kein vierter Verein der 3. Liga sollte für den offensichtlich fehlenden Willen zur Bildung einer Lösung mit vier Regionalligen mit dem Abstieg bestraft werden[...]", so die Vereine in einer gemeinsamen Stellungnahme, die unter anderem auch der TSV 1860 München und die SpVgg Unterhaching unterzeichneten.

Und Unterhachings Präsident Manfred Schwabl legte gegenüber fupa.net noch nach: "Man hat oft das Gefühl, dass sich in der obersten DFB-Führung in letzter Konsequenz kaum jemand um die Dritte Liga und ihre Belange sorgt – und dieses Bild hat sich jetzt wieder aufs Neue verfestigt."

DFB-Vize- und BFV-Präsident Rainer Koch wehrte sich gegenüber dem SID gegen die Vorwürfe der Vereine: "Sie hätten lieber ihre Meinung in der Arbeitsgruppe vertreten sollen, anstatt jetzt von Stillstand zu sprechen und haltlose Attacken zu reiten. Offenkundig herrscht dort keine Einigkeit und es gibt auch keine klare Position." Die aktuelle und gemeinsam verfasste Stellungnahme entkräftet aber zumindest Kochs letztes Argument.

Die komplette Stellungnahme im Wortlaut:

"Unmissverständlich machen die Vereine der 3. Liga klar, dass die Glaubwürdigkeit des DFB in Bezug auf die Neuregelung des Aufstiegs in die 3. Liga endgültig verloren gegangen ist. Eine mehrheitsfähige Lösung kann nur beinhalten, dass die Meister aus vier Regionalligen direkt in die 3. Liga aufsteigen. Deren Vereine waren mit dem Kompromiss eines vierten Absteigers in Vorleistung getreten, um den Prozess im Sinne der sportlichen Leistung und der Fußballfans aktiv voranzutreiben.

Auf Grund der jüngsten Entwicklung beim Ligaträger sind die Vereine zu der Erkenntnis gekommen, dass es gerade in den Regional- und Landesverbänden Kräfte gibt, die ausschließlich den traditionellen Machterhalt im Auge haben und nicht über eine sachgerechte Lösung für den Fußball nachdenken.

Aus diesem Grund fordern die Vereine der 3. Liga die schnellstmögliche Rückkehr zur vorherigen Regelung mit drei Absteigern. Kein vierter Verein der 3. Liga sollte für den offensichtlich fehlenden Willen zur Bildung einer Lösung mit vier Regionalligen mit dem Abstieg bestraft werden.

Die Drittligisten verlangen, die inzwischen stärkste 3. Liga aller Zeiten in ihrer über zehn Jahren bewährten eingleisigen Form zu erhalten und konsequent weiter zu professionalisieren. Das ist aus Sicht der Vereine der 3. Liga alternativlos."

dg

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