SV Wacker Burghausen - TSV 1860 Rosenheim

Schmidt zum Derby gegen Rosenheim: „Niederlage ist nicht verdient“

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Siegtorschütze Georg Lenz in dieser Szene auf dem Hosenboden, währed die Burghauser Julien Richter und Felix Bachschmid mit Nicolaj Madsen und Markus Sattelberger um den Ball kämpfen.

Burghausen - Der TSV 1860 Rosenheim bleibt in der Fußball-Regionalliga Bayern der Angstgegner des SV Wacker Burghausen, der nun schon seit über drei Jahren auf einen Dreier gegen die Sechziger wartet. „Die Niederlage ist unverdient“, erklärte Burghausens Trainer Ronald Schmidt, der erneut den erkrankten Wolfgang Schellenberg vertrat, nach dem 0:1 am Samstag vor 700 Zuschauern in der Wacker-Arena.

Verdient oder nicht, unterm Strich fehlte den Gastgebern im Angriff schlichtweg die Präzision, um selbst einen Treffer zu erzielen. Nach nur zwei Punkten aus den letzten sechs Spielen ist das Selbstvertrauen natürlich schwer in Mitleidenschaft gezogen und so wurden im letzten Drittel meist die falschen Entscheidungen getroffen. Viele Fehlpässe hemmten den Angriffsfluss und in einigen Situationen war den Gastgebern auch das Ballglück schlichtweg nicht hold. „Im Anlaufverhalten waren wir stark, haben es dann aber nicht gut zu Ende gespielt“, bekannte auch Schmidt, der in der personell stark veränderten Defensive eine gute Leistung seiner Mannschaft sah: „Die Jungs, die jetzt eingesprungen sind, haben es sehr ordentlich gemacht.“ Nachdem mit Kevin Hingerl, Lukas Aigner und Christoph Buchner gleich drei Innenverteidiger fehlten, bildeten der Ex-Rosenheimer Philipp Maier und Alexander Mankowski das Abwehrzentrum, das bis auf den Gegentreffer kaum einmal in Gefahr geriet.

"Diesmal hatte Rosenheim das Glück, wir leider nicht"

In den ersten 45 Minuten sahen die Zuschauer einen eher halbgaren Auftritt beider Mannschaften, die beste Möglichkeit hatte der Ex-Rosenheimer Andrija Bosnjak in der 37. Minute, als er eine Flanke von Felix Bachschmid volley über die Latte knallte. „Zur Pause hatte ich noch gar kein gutes Gefühl. Wir waren in der ersten Hälfte einfach nicht griffig genug und haben die Räume nicht richtig geschlossen“, erklärte Rosenheims Trainer Thomas Kasparetti, der aber mit zunehmender Spieldauer registrierte, dass sein Team mehr Zugriff bekam. Dennoch hätten eigentlich die Gastgeber in Führung gehen müssen, aber Sammy Ammari verfehlte nach Flanke von Lukas Mazagg am kurzen Pfosten das Tor (50.) und Bachschmid scheiterte aus spitzem Winkel an Keeper Alin Goia (60.). „Wir hatten ja drei oder vier Chancen, um in Führung zu gehen und haben selber nicht viel zugelassen“, ärgerte sich Schmitt über das unglückliche Gegentor: „Da schießen wir uns gegenseitig an und dem Gegner fällt der Ball vor die Füße.“ Georg Lenz war der Glückliche, der in der 82. Minute nach dem missratenen Klärungsversuch an die Kugel kam und aus fünf Metern keine Mühe mit dem Tor des Tages hatte. Schmidt: „Beim 2:2 letzte Woche in Fürth haben wir uns noch die Butter vom Brot nehmen lassen, diesmal hatte Rosenheim das Glück, wir leider nicht.“

Mit einem Freudentänzchen und ausgelassenen „Derbysieger, Derbysieger“-Rufen feierten die Sechziger den wichtigen Dreier, mit dem sie auf Platz 13 kletterten. „Ich bin einfach nur glücklich und froh, dass wir die drei Punkte mitnehmen können“, betonte Kasparetti nach der Partie und erklärte: „Unabhängig von der Tabellensituation wussten wir, wie wichtig es für uns ist, dass wir uns mal wieder belohnen. Wir werden jetzt alles dafür tun, dass es unser November wird.“ Aber auch beim SV Wacker Burghausen hofft man auf ein Ende der Negativserie. Schmidt: „Wir müssen einfach konzentriert weiterarbeiten.“

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Pressemitteilung SV Wacker Burghausen (MB)

Quelle: rosenheim24.de

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